„Feuer – Menschenleben in Gefahr“

Tödlicher Arbeitsunfall bei Aurubis

Hamburg – Dramatischer Einsatz für die Werkfeuerwehr sowie einen Löschzug und den Rettungsdienst der Berufsfeuerwehr Hamburg auf dem Gelände der Kupferhütte Aurubis: Ein Arbeiter kam ums Leben, als sich explosionsartig ausgebreitetes geschmolzenes Blei sein Fahrzeug erfasste. Das Material war vermutlich mehr als 300 Grad heiß, als es den Stapler traf und diesen sofort in Vollbrand setzte.

Aus einem Stahlkübel wie am rechten Bildrand sollte bei Aurubis in Hamburg Bleischmelze ausgekippt werden, dabei kam es zu einer Verpuffung, umhergeschleudertes Material setzte einen Gabelstapler in Brand, dessen Fahrer dabei starb. (Symbolbild: Jann)

Wie das Unternehmen am Sonnabend mitteilte, hatte sich der Unfall am Freitag gegen 22:45 Uhr ereignet. Der Mitarbeiter des Hamburger Werkes war demnach in der so genannten Rohhütte Werk Nord, einem nachgelagerten Bereich der Primärkupferproduktion, beschäftigt. Er wollte nach Informationen von feuerwehrmagazin.de die Bleischmelze aus einem Kübel ausschütten. In diesen Stahlbehältern wird das Material auf den Kippplatz gefahren und dort entleert.

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Möglicherweise gab es in der Schlacke einen Lufteinfluss, sodass sich das Material nur schwer auskippen ließ. Bei den Arbeiten kam es dann zu der Verpuffung, die das flüssige Blei durch die Gegend schleuderte. Der Gabelstapler bekam die Flüssigkeit ab und stand sofort in Vollbrand. Kollegen wählten die Notrufnummer der Leitstelle der Werkfeuerwehr, die sofort die rund um die Uhr besetzte Wachbereitschaft alarmierte und Unterstützung der Feuerwehr Hamburg anforderte. Mit dem Stichwort „Feuer – Menschenleben in Gefahr“ rückten interne wie externe Kräfte zur Rohhütte aus.

„Der Brand konnte durch die Feuerwehr schnell unter Kontrolle gebracht werden. Es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Nachbarn oder Umwelt. Der betroffene Produktionsbereich wurde in einen betriebssicheren Zustand gebracht“, teilte Aurubis am Sonnabend mit. Für den Mitarbeiter (42) auf dem Gabelstapler kam allerdings jede Hilfe zu spät. Kollegen und Einsatzkräfte wurden von einem Kriseninterventionsteam betreut. Die zuständigen Behörden wurden informiert, man werde zur Aufklärung der Unglücksursache eng mit diesen zusammenarbeiten, hieß es.

Feuerwehr-Magazin 3/2026

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Aurubis zeigte sich über diesen tragischen Unfall betroffen. „Unser tiefempfundenes Mitgefühl gilt in diesen Stunden den Angehörigen und den weiteren Betroffenen“, sagte Toralf Haag, Vorstandsvorsitzender der Aurubis AG. „In enger Kooperation mit den zuständigen Behörden werden wir den Unfall vollständig und detailliert aufarbeiten“, kündigte er an.

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