Überraschung beim Einrücken

Als Dank: Bürger bestellt Pizza für Feuerwehr

Herdecke (NW) – Da staunten die Feuerwehrleute in Herdecke (Ennepe-Ruhr-Kreis) nicht schlecht: Als sie am Freitag von diversen Einsätzen zum Feuerwehrhaus zurückkehrten, wartete ein Pizza-Lieferant auf sie. Die Bestellung hatte ein Herdecker Bürger ausgelöst – als Dankeschön. Ihm war aufgefallen, dass die Feuerwehr an dem Tag vielfach ausrücken musste. 

Anteil daran hatte auch Sturmtief Klaus: Erst lag ein großer Ast auf der Fahrbahn, dann ein umgestürzter Baum, der mit Hilfe einer Kettensäge beseitigt werden musste. Kurz darauf lautete das Stichwort ausgelöster Heimrauchmelder. Und danach folgte erneut ein “Gefahrenbaum”, der sich in einem anderen Baum verfangen hatte. Die Feuerwehr konnte ihn mit Hilfe einer Seilwinde kontrolliert zu Boden bringen. 

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Das die Feuerwehr binnen kurzer Zeit viermal zu Einsätzen ausrücken musste, war nicht unbemerkt geblieben. Kurzerhand bestellte ein Bürger auf seine Rechnung sieben große Pizzen direkt zum Feuerwehrhaus.

Als die Kräfte dorthin zurückkehrten, stand der Lieferant schon parat. Die Verwirrung war anfänglich da – da niemand von den Feuerwehrleuten bestellt etwas hatte. Doch schnell klärte sich die Aktion auf – und die Freude über die geschenkte Mahlzeit war groß. “Das Ganze war eine Riesenüberraschung und wir haben uns sehr über diese nicht alltägliche Aufmerksamkeit und Wertschätzung gefreut. Da wir nach den Einsätzen auch großen Hunger hatten, kam diese Überraschung total gut bei der ehrenamtlichen Mannschaft an. Wir sagen herzlich Dankeschön!” teilte Christian Arndt, stellvertretender Leiter der Feuerwehr, in einer Aussendung mit. 

Sieben Pizzen als Dankeschön: ein Bürger bestellte den Feuerwehrleuten unaufgefordert die Mahlzeit, während die zum wiederholten Mal im Einsatz waren. (Bild: Feuerwehr Herdecke)

 

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Tolle Sache dieses unbekannten Bürgers! Es ist schön, wenn Einsatzkräften – vor allem den Ehrenamtlichen – eine solche Geste zuteil wird und der Bürger die Arbeit der Feuerwehr respektiert, anstatt nur zu motzen, weil vielleicht wieder mal ein Einsatzfahrzeug die Straße versperrt oder nachts um vier das Martinshorn durch die Straßen hallt. Super Aktion!

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  2. Das ist Klasse und jeder Feuerwehrangehörge (SB) wird hiermit gewürdigt. Habe ich in “meiner” Wehr auch oft erlebt. Danke dafür an die Anwohner oder die anderen Spender.

    Erwähnt und erinnert sei aber auch den Einsatz in Timmendorf / Ostsee vor zwei, drei Jahren bei dem die schaulustigen Passanten sich an der Einsatzverpflegung der Kameraden (SB) gütlich tan. Unfassbar.

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  3. Auch in einer Großstadt wie köln passiert so etwas immer wieder. Unsere tollen Mitbürger wissen das schon zu schätzen, wenn die Feuerwehr Tag und Nacht im Einsatz ist. Wenn der Bürger dann noch erfährt, das es sich bei uns um ehrenamtliche Kräfte handelt, ist die Bereitschaft sehr groß. Trotzdem wird hier kein Unterschied zwischen Haupt- und Ehrenamt gemacht.
    Kölner sind halt so. Danke an Euch…

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  4. Klasse Idee eines Mitbürgers und ein Beweis dafür, dass es doch noch Menschen gibt, die unsere (freiwillige, ehrenamtliche) Arbeit respektieren und würdigen. Ganz besonders lobens- und erwähnenswert zumal der Spender ja offensichtlich selbst gar nicht betroffen war.

    Als kleine Stadtteilfeuerwehr auf dem Land, haben wir es bei größeren oder langwierigen Einsätzen (z.B. Sperrungen von Strassen bei Sturm oder Schneebruch) immer wieder erlebt, dass wir von den Mitbürgerinnen und Mitbürgern Kaffee dazu Gebäck, Brötchen oder auch Kaltgetränke gebracht bekamen.

    Auch wird hier in der Regel von den Anwohnern, von einzelnen Ausnahmen einmal abgesehen, nicht gepöbelt, oder beleidigt, wenn mal was gesperrt werden muss.

    Auch bei Grossbrandeinsätzen in landwirtschaftlichen Anwesen, die wegen Brandwachen bis zur Räumung der Objekte oft über Tage gingen, war es für die Betroffenen, nicht selten auch Nachbarn und sonstige Mitbürger, selbstverständlich uns “mit zu versorgen”. Morgens gab es Frühstück, dazu ein Mittagessen und später standen nicht selten Stullen oder Brötchen bereit. Dazu kalte Getränke und/oder Kaffee bzw. Tee.

    Dazu kam, dass nach dem Wiederaufbau der betroffenen Objekte bei deren “Einweihungsfeier” auch “die von der Feuerwehr” eingeladen wurden und dabei waren. Wurden zeitnah bei solchen Betroffenen zusätzlich runde Geburtstage oder sonstige Jubiläen “groß gefeiert”, wurden wir nicht selten erneut auch dazu eingeladen.

    Unvergessen ein solcher Einsatz, der nach ca 44 Stunden am Rosenmontag gegen 18:00 Uhr endete und wir kurz vor dem Abrücken zusätzlich noch mit frischen, selbst gebacken “Kräppeln”, sozusagen zum Abschied, überrascht wurden.

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  5. Toll, endlich mal ein Bürger, der den Einsatzkräften Respekt zollt. Sie nicht behindert oder bei den Einsätzen beschimpft.
    Mehr solch verständnisvolle Bürger, dann macht das Ehrenamt auch wieder Spaß.

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  6. Es wird seltener, aber JA, sowas gibt es noch!
    Als wir im Sommer um 4.00 Uhr Nachts einen Hallenbrand auf einem Reiterhof hatten, der eine Einsatzdauer von fast 20 Stunden hatte, war es auch überwältigend.
    Gleich morgens von den Besitzern und Nachbarn Frühstück, dann kam die Tanke mit Brötchen und Co, dann der REWE, und zusätzlich zur DRK-Verpflegung noch der Eismann, der Pizzabäcker und die Anwohner mit Kaffe und Kuchen.
    Das war echt überwältigend!
    Vielen Dank nochmal!!!

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  7. Wow das kann sich sehen lassen sehr toller Mensch

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  8. Schön das es noch Bürger gibt, die für die Feuerwehr noch Verständnis, Wertschätzung und
    Vertrauen zeigen!

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  9. Sehr schöne Geste. Macht weiter so bleibt gesund. Der das für euch gemacht hat hat den größten Respekt verdient. Sowas ist leider selten

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  10. Das ist in Zeiten ständiger Pöbeleien, Angriffen etc. endlich mal wieder eine gute Nachricht! Solche Einsätze sind in der Regel kraftaufwändig. Da hat der Besteller gut mitgedacht und den Kameraden eine echte Freude zuteil werden lassen! Ich hoffe, das findet Nachahmer!

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