Freitag, 9. Dezember 2016

Neuer Gerätewagen für Gefahrguteinsätze

28. Oktober 2016 von  

Reinfeld (SH) – Gleich zwei neue Fahrzeuge sind bei der Freiwilligen Feuerwehr Reinfeld (Kreis Stormarn) in Dienst gestellt worden. Ein Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug (HLF) 20 auf einem Mercedes Atego 1529 AF löst ein Löschgruppenfahrzeug (LF) 8 auf einem MAN-Fahrgestell aus dem Jahr 1981 ab. Und kurz zuvor wurde bereits ein Gerätewagen Gefahrgut (GW-G) auf einem Mercedes Atego 1629 AF in Dienst gestellt. Der Gerätewagen wird primär vom Löschzug Gefahrgut (LZ-G) des Landkreises Stormarn besetzt, ist aber in Reinfeld stationiert und wird auch von den Reinfelder Kameraden mit benutzt.

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Vom Löschzug Gefahrgut des Kreises Stormarn wird dieser Gerätewagen Gefahrgut genutzt. Schlingmann baute ihn auf einem Mercedes Atego 1629 AF. Foto: Köhlbrandt

Der GW-G wurde von der Firma Schlingmann aus Dissen in QuadraVA-Bauweise aufgebaut. Neben einem Schnelleinsatzzelt, diversen Messgeräten für Schadstoffmessungen und jeder Menge Umfüllpumpen und Auffangbehältern verfügt der Gerätewagen über einen eingebauten 30-kVA-Stromerzeuger. Eine weitere Besonderheit ist der pneumatisch ausfahrbare Lichtmast mit sechs Xenon-Strahlern. Alle formbeständigen Schläuche werden getreckt im Dachbereich des Aufbaus gelagert und können über den Laderaum und die Ladebordwand aus dem Gerätewagen entnommen werden. Im schmalen G1 direkt hinter der Fahrerkabine ist zudem ein Hygienebord montiert. Ihm gegenüber lagert das Material zur Verkehrssicherung.

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Zur Ausstattung gehören ein Lichtmast, ein 30-kVA-Einbaugenerator, eine Markise auf der Beifahrerseite sowie eine aus insgesamt 12 Elementen bestehende Umfeldbeleuchtung. Foto: Köhlbrandt

Zur Beladung des Gerätewagens zählen unter anderem Chemikalienschutzanzüge, ein Leader-Überdrucklüfter mit Leichtschaumgenerator-Aufsatz und Wassernebelvorsatz sowie sechs Atemschutzgeräte nebst Reserveflaschen. Ebenfalls mit an Bord ist ein Wassersauger. Am Heck befindet sich eine Ladebordwand, über die vier Rollwagen eingeschoben werden können. Darauf sind unter anderem die Gefahrstoffunfüllpumpen nebst Zubehör, der Überdrucklüfter mit Leichtschaumvorsatz, das Schnelleinsatzzelt sowie Armaturen gelagert. Außerdem sind hier ein Edelstahlüberfass sowie eine Werkbank zu finden. Auf der Beifahrerseite kann über die Breite der Geräteräume eine Markise ausgefahren werden.

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Im Heck stehen vier Rollwagen mit Ausrüstung, die in der Regel direkt am Schadensort benötigt wird. Außerdem lagert hier ein großes Überfass. Ist der Raum leer, kann er als Werkstatt genutzt werden. Dazu gibt es auch eine kleine Werkbank. Foto: Köhlbrandt

 

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