Dienstag, 30. August 2016

Löschfahrzeug-Logistik (LF-L)

Mit ihrem Löschfahrzeug-Logistik ist die WF K+S Kali GmbH am Standort Ellers (HE) nicht nur für das Werkgelände mit einer 120 Meter hohen Halde zuständig. Auch eine 60 Kilometer lange Salzwasserfernleitung gehört zum Einsatzbereich. Lentner lieferte das LF-L 30 auf einem geländegängigen Scania P 360 CB 4×4.

Die Josef Lentner GmbH aus Hohenlinden präsentierte die Kombination aus Löschfahrzeug (LF) und Gerätewagen-Logistik (GW-L) erstmals auf der Interschutz 2010 in Leipzig. Dieser Prototyp ist mittlerweile auf der Nordseeinsel Borkum (NI) im Einsatz (siehe Feuerwehr-Magazin 9/2011). 2013 lieferten die Oberbayern ein weiteres Fahrzeug dieser Bauart aus. „Für uns ist diese Kombination perfekt, da wir mit diesem Fahrzeug ein möglichst großes Einsatzspektrum abdecken müssen“, erklärt Hans-Peter Grosser. Er ist der Leiter der Werkfeuerwehr und Brandschutzbeauftragter bei der K+S Kali GmbH im Werk Neuhof- Ellers (HE, Kreis Fulda). „Wir benötigen das Löschfahrzeug für den abwehrenden Brandschutz und die Technische Hilfeleistung auf dem Werkgelände sowie entlang einer 60 Kilometer langen Salzwasserfernleitung.“

Basis für das LF-L 30 – so die Bezeichnung des Herstellers – ist ein Scania P 360 CB 4×4 HHZ mit einer zulässigen Gesamtmasse von 18 Tonnen. Der 265 kW/360 PS starke Schwede ist allradgetrieben und besitzt Geländereifen (Singlebereifung 385/85 R20). Sein Fahrgestell ist werkseitig in die Einsatzklasse schwer (H) sowie die Fahrgestellhöhe hoch (H) eingeteilt und vorne sowie hinten mit Blattfedern ausgestattet (Z). Als Transporttyp ist es für Baustellenverkehr (C) klassifiziert.

Ausgestattet ist das LF-L 30 mit der von Scania serienmäßig angebotenen Mannschaftskabine Long CrewCab in der Version CP 31 L. Diese 3.420 Millimeter lange und 2.490 Millimeter breite Kabine erlaubt im Mannschaftsraum eine Stehhöhe von 1.500 Millimetern sowie eine Sitzhöhe von 1.050 Millimetern. Genug Platz also für die Besatzung von 1/6. Bei allen drei gegen die Fahrtrichtung angebrachten Plätzen sind Atemschutzgeräte in die Sitze integriert. „Wir setzen Dreiertrupps als Angriffstrupp ein“, erklärt Grosser. „Daher waren für uns die drei sofort anzulegenden Pressluftatmer Teil des Anforderungskatalogs.“

Die beiden weiteren, in Fahrtrichtung sitzenden Einsatzkräfte in der Kabine bilden den Rettungstrupp. Auch für sie stehen Atemschutzgeräte – als Langzeit-Pressluftatmer mit Zweitanschluss für Rettungsmasken – zur Verfügung. Allerdings können diese nicht während der Fahrt angelegt werden.

Sie lagern in einer Halterung zwischen den beiden Sitzen, an der auch die Atemschutzüberwachungstafel aufgehängt ist. Unter der Halterung ist Platz für Atemmasken und Schutzkleidung, während unter allen Sitzplätzen ein Sortimo-Schranksystem zusätzlichen Stauraum für Ausrüstung bereitstellt.

Die Pumpe sitzt in der Mitte

Da der hintere Fahrzeugteil der Komponente Logistik vorbehalten ist, musste die Pumpe mittig eingebaut werden. Die FPN 10-3000 fördert 3.000 l/min bei 10 bar bei ihrer Nenndrehzahl von 3.000/min. Für den Brandeinsatz führt das LF-L 30 2.700 Liter Wasser mit. Als weiteres Löschmittel sind acht Kanister mit jeweils 20 Liter AFFFSchaummittel an Bord. „Neben den Gerätschaften, die wir für einen Löschangriff benötigen, …

>>> Weiterlesen? Klicken Sie hier, um das eDossier “ Löschfahrzeug-Logistik“ herunterzuladen! <<<

FM_eDossier2015_Logistik-Loescher

Kommentare

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit...
Falls Sie ein Bild von sich beim Beitrag möchten: Gibts hier: Gravatar!