Wespen Feuerwehr

Wespennest-Entfernung durch die Feuerwehr

Die Feuerwehr ist nur in speziellen Fällen dafür zuständig, Insektennester zu entfernen. Wir erklären Euch wann. In unserer September-Ausgabe (9/2018) stellen wir einen Feuerwehr Einsatz vor, bei dem sich Wespen im Haus einer Allergikerin eingenistet haben. Außerdem erfahrt Ihr dort Wissenswertes über Insekten, Verhalten bei Stichen und Tipps beim Kontakt mit Wespennestern.

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Wespe
Wespe Symbolfoto: Michael Rüffer

Ein Fall für die Feuerwehr nur bei Gefahr

Wespen, Bienen und ähnliche Insekten, sogenannte Hymenoptera, stellen keine Gefahr dar. Alle Hymenoptera können stechen. Dies ist zwar schmerzhaft, in der Regel jedoch nicht besonders gefährlich oder gar tödlich. Lediglich für Menschen mit Insektengiftallergie (2 bis 3 Prozent der Bevölkerung) können Stiche schwerwiegende Folgen haben. Die Feuerwehr rückt zu Wespennestern und ähnlichem nur dann aus, wenn eine konkrete Gefahr vorliegt.

Eine Gefahr durch Hymenoptera ist dann gegeben, wenn zum Beispiel die Nutzer einer Einrichtung in ihrer Mobilität stark eingeschränkt sind und sich dadurch vor dem Insektenbefall nicht ausreichend schützen können. Das kann in Krankenhäusern, Kindergärten und Altenheimen der Fall sein.

Passend dazu lest Ihr hier drei Feuerwehr Einsatzberichte zu Wespen-Attacken.

10 Schüler von Wespen gestochen

Während eines Ausflugs wurde am 10. September ein Teil einer Schulklasse auf einem Waldweg in der Nähe des Waldkompetenzzentrums Heidhof in Bottrop-Kirchhellen von einem Wespenschwarm attackiert. Zehn Schüler erlitten teilweise mehrere Wespenstiche. Ein zufälliger Tritt auf ein Erdnest hatte den den Wespenangriff auf die Schüler ausgelöst.

Da nach der ersten Meldung mit einer großen Anzahl an verletzten Kindern gerechnet werden musste, alarmierte die Leitstelle der Feuerwehr Bottrop Einsatzkräfte der Feuerwehr des Rettungsdienstes, sowie zusätzliche Rettungsdienstfahrzeuge aus dem Kreis Recklinghausen. Nach der Erstuntersuchung der Kinder durch den Notarzt konnte jedoch schnell Entwarnung  gegeben werden, da niemand der Betroffenen akut allergisch auf die Stiche reagierte. Sicherheitshalber wurden wurden Kinder zur Beobachtung ins Krankenhaus gefahren.

Quelle: Feuerwehr Bottrop

Kindergartengruppe von Wespen attackiert

Eine Kindergartengruppe war am Vormittag des 27. August in Idstein in einem Wald nahe des Wörsbaches zu einem Ausflug unterwegs. Plötzlich attackierte eine Schwarm Wespen die Mädchen und Jungen. Zahlreiche Kinder und die Betreuer wurden von den mutmaßlichen Erdwespen gestochen.

Schnell setzte eine Begleitperson einen Notruf ab. Daraufhin rückten Rettungsdienst, Notarzt und Feuerwehr an. Zwei Kinder mussten mittelschwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden. 

Kindergartengruppe wird nach Wespenattacken versorgt. Foto: Sebastian Stenzel / Wiesbaden112.de

Wespennest in Boden getroffen: vier Feuerwehrleute zerstochen

Am 24. August 2018 wurde die Freiwillige Feuerwehr Adenau (RP, Kreis Ahrweiler) nachmittags zur Hilfeleistung für einen verletzten Waldarbeiter alarmiert. Im Bereich Adorferhof/Frauental war in sehr steilem und unwegsamen Gelände Manpower gefragt, um den Verletzten mit der Schleifkorbtrage zum Rettungswagen zu transportieren.

Hierbei erwischten die Kameraden ein Wespennest im Boden. Die Wespen griffen direkt an, verletzten vier Feuerwehrleute mit bis zu 11 Wespenstiche pro Person. Ein Feuerwehrmann wurde noch vor Ort rettungsdienstlich versorgt. Ihre Kameraden und der Rettungsdienst brachte die Verletzen ins Krankenhaus Adenau – zur ambulanten Behandlung. Alle konnten das Krankenhaus jedoch am gleichen Tag wieder verlassen.

Verletzte Feuerwehrleute durch Wespenstiche nach Einsatz in Wald. Foto: Feuerwehr Adenau / Solheid

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