Im FM 12/2023 auf 5 Seiten

Was benötigt eine Kinderfeuerwehr?

Bei der Neugründung einer Kinderfeuerwehr kommt einiges zusammen, was benötigt wird: einheitliche T-Shirts, Jacken und Caps, um Gemeinschaft zu stiften. Außerdem Handschuhe, Warnwesten und Helme für die Sicherheit sowie Lehr- und Spielmaterial, um zu lernen und Spaß zu haben.

Passende Bekleidung – hier zu sehen die „Bambinogruppe“ in Bruchköbel (HE) mit Dienstkombi sowie Helm – ist einer der wichtigsten Bestandteile bei der Ausrüstung von Nachwuchsgruppen. Mit taktischen Leibchen sowie einer Mannschaftsplane kann sogar   „Feuerwehrtechnische Ausbildung“ in Miniformat stattfinden. Foto: Feuerwehr Stadt Bruchköbel

Nachwuchsgewinnung hat bei der Feuerwehr eine große Bedeutung. Neben wenigen Quereinsteigern ist es vor allem die Jugendabteilung, aus der sich die aktive Wehr mehrheitlich rekrutiert. Durch Kindergruppen in der Feuerwehr besteht die Möglichkeit, noch vor dem Eintritt in die Jugendfeuerwehr (JF) mit 10 Jahren diese Faszination zu fördern – und dann hoffentlich bis zum Übertritt in die Einsatzabteilung zu bewahren. Eine ansprechende und moderne Ausstattung kann dazu beitragen.

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Deshalb sollten sich Feuerwehren bei Einrichtung einer Kindergruppe gut überlegen, wo der Bedarf für das Spielen (und Üben) mit der Altersgruppe ab 6 Jahren liegt. Was ist sinnvoll, was nur optional nötig? Eine entscheidende – auch für die Außenwirkung sichtbare – Komponente ist die Bekleidung. Sie sorgt für ein gemeinschaftliches Auftreten und wirkt identitätsstiftend. Außerdem sollte Lehr- und Spielmaterial für die Treffen – die zum Großteil aus Allgemeiner Jugendarbeit und Brandschutzerziehung bestehen – als Bestandteile einer ordentlichen Grundausstattung vorhanden sein. Bastel- und Malutensilien gehören dazu, Modelle, Brettspiele, Bücher und Hörspiele.

Die Ausstattung beschafft die Feuerwehr selbst und stellt sie dann den Mädchen und Jungen zur Verfügung. Shirts sind bei einigen Gruppen ein persönliches Geschenk und dürfen behalten werden. Kombis, sofern vorhanden, sollten nach Über- oder Austritt wieder zurückgehen an die Feuerwehr. So können weitere Kinder sie nutzen. Das ist nachhaltig und reduziert die Kosten für ständige Neuanschaffungen auf ein erträgliches Maß.

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Identität stiften und mehr

Zum Thema Bekleidung existieren verschiedene Meinungen sowie unterschiedliche Ansätze. Manche Betreuerteams bevorzugen eine Art „Kleine Lösung“, in deren Sinne sich auch die Deutsche Jugendfeuerwehr (DJF) in ihrer Arbeitshilfe „Kinder in der Feuerwehr“ ausspricht. Diese beinhaltet einheitliche T-Shirts, damit die Kinderfeuerwehr als solche zu erkennen ist und sich als Team versteht. Mehr an Outfit sei vor dem Ein- oder Übertritt in die JF nicht nötig.

Die andere Fraktion vertritt den Grundsatz „Je origineller, desto besser! Lass die Kleinen doch auch richtig aussehen wie Feuerwehrleute.“ Sascha Ewertz, Leiter der Jugendabteilungen in Herforst (RP, Eifelkreis Bitburg-Prüm), sieht Vorteile darin, mehr an Kleidung zur Verfügung zu haben. „Wir thematisieren schon früh, dass wir in der Feuerwehr Persönliche Schutzausrüstung (PSA) haben und warum wir sie brauchen. Dann sollten die Kinder sich auch frühzeitig daran gewöhnen. Egal ob fürs Schlauchaufrollen oder Rumwuseln um das Fahrzeug.“ Deshalb beschafft er demnächst für seine im November 2022 gegründete Gruppe Einsatzkombis und Helme. Derzeit verzögere sich die Beschaffung allerdings aufgrund von Lieferengpässen beim Hersteller.

Mehr zum Thema „Was benötigt eine Kinderfeuerwehr“ lest Ihr auf 5 Seiten in „Kinderfeuerwehr ausrüsten“. Enthalten ist der Artikel aus der Rubrik Jugendfeuerwehr im neuen Feuerwehr-Magazin 12/2023. Es ist erhältlich im Zeitschriftenhandel oder versandkostenfrei im Feuerwehr-Magazin-Shop.

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