Boot explodiert im Hafen von Waren/Müritz

Waren/Müritz (MV) – Karfreitag spielten sich am frühen Abend im Yachthafen von Waren/Müritz (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) spektakuläre Szenen ab. Auf einem Sportboot kam es zu einer Explosion. Im nächsten Augenblick stand das gecharterte Boot in Vollbrand. Die Flammen breiteten sich auf eine weitere Yacht aus. Eine 17-Jährige erlitt leichte Verletzungen.

Gegen 17.45 Uhr ereignete sich die Explosion. Zahlreiche Passanten schreckten auf und erblickten das lichterloh brennende Sportboot. Andere Bootsbesitzer versuchten noch, den Brand mit Feuerlöschern zu bekämpfen. Ohne Erfolg. Die Freiwilligen Feuerwehr Waren/ Müritz rückte an, außerdem Kräfte der DRK-Wasserwacht und der Wasserschutzpolizei. Das brennende Schiff hatte sich mittlerweile vom Steg gelöst und trieb auf weitere Yachten zu. Im letzten Moment konnten Polizei und Wasserwachte drei Schiffe in Sicherheit bringen. Die Flammen breiteten sich jedoch auf eine weitere Yacht aus.

Stephan Radtke
Im Stadthafen von Waren/Müritz explodierte ein Sportboot. Die Flammen breiteten sich auf eine weitere Yacht aus. Foto: Stephan Radtke

Die Feuerwehr bekämpfte mit mehreren Strahlrohren die Flammen. Ein Angriffstrupp ging unter Atemschutz auf das zweite Schiff vor, um eine weitere Brandausbreitung zu verhindern. Das ausgebrannte Wrack des Sportbootes versank während der Löschmaßnahmen im Stadthafen. An dem zweiten Schiff entstand erheblicher Schaden. Die Feuerwehr Alt Schwerin rückte mit einem Ölschadensanhänger-Wasser an und legte Ölsperren um die Einsatzstelle.

Ein 17-jähriges Mädchen von einem Nachbarschiff musste mit leichten Verletzungen in eine Klinik gebracht werden. Die Mieter des Unglücksbootes hatten es kurz vor der Explosion verlassen. Der Schaden wird auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt. Ermittlungen zur Ursache der Explosion dauern noch an.

3 Kommentare zu “Boot explodiert im Hafen von Waren/Müritz”
  1. Das einzig positive an der ganzen Angelegenheit ist, dass es “nur” eine leicht Verletzte gegeben hat. Ansonsten sollten sich die ganzen Voyeure und geldgeilen Fotografen schämen. Es bleibt zu hoffen, dass zukünftige Feuerwehreinsätze nicht durch “Spanner” behindert werden.

  2. Brinkmann Ralf

    Sehr geehrter Herr Patzelt,
    ihr Bericht ist nicht vollständig.

    Nach der ersten Explosion war ein Polizist und ich vor Ort und haben noch versucht das Boot am Stromkabel am Steg fest zu halten. Jedoch nach der zweiten Explosion, die ca. 4-5 Minuten später war, ist das Kabel gerissen und dann erst ist das Boot durch den Wind rübergetrieben.
    Die Schiffe, es handelte sich um 4 davon, wollte ich gleich losmachen und durch die Besitzer in Sicherheit bringen lassen. Dies wurde erst verweiger durch die Polizei.
    Bei dem zweiten Schiff handelte es sich um ein Stahlschiff was von innen her brannte und die Löschversuche erst nach dem Löschen bzw. abtreiben des ersten Bootes passierte, ging ja auch nicht anders.
    Löschversuche auf das Stahlboot wurden von der Wasserwacht gemacht.
    Wenn Sie das Foto gemacht haben entstand es ca. 10 minuten nach der ersten Explosion.
    Der Angriffstrupp mußte unter schweren Atemschutz arbeiten um das erste Boot zu Löschen um den Brandherd so klein wie möglich zu halten.

    Mit freundlichen Grüßen

    R. Brinkmann

  3. “Als Ursache für das Unglück wurde technisches Versagen festgestellt, denn eine der Batterien ist explodiert”, so die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg nach Abschluß der Untersuchungen durch die Kripo.

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