AIDA = Anrede - Information - Drang - Ausführung

Bei Feuerwehr-Einsätzen : Lautsprecher-Durchsagen nach dem AIDA-Schema

Im Feuerwehr-Magazin 9/2018 erklären wir die Grundregeln für den Gefahrstoff-Einsatz. Fachberater und stellvertretender Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Bremen-Neustadt erläutert in dem achtseitigen Bericht auch, wie Anweisungen an gefährdete Personen zu geben sind. 

Gefahrgutunfall
Symbolfoto: Sven Buchenau

“Eine Gefahrgut-Lage stellt nicht nur für Feuerwehrkräfte eine besondere Herausforderung dar”, sagt Seibel. “Auch Zivilpersonen erleben eine solche Situation als äußerst belastendes Ereignis. Sie können die Gefahren schlichtweg nicht einschätzen. Deshalb ist es erforderlich, das Verhalten dieser Personen durch Anweisungen zu steuern. Besonders wichtig ist es, klare, verständliche und eindeutige Anweisungen zu geben. Diese sollten zuvor verschriftlicht und abgelesen werden.” Das spart Zeit und die Feuerwehr kann sich im Voraus und in Ruhe den genauen Text überlegen. Nach Beendigung des Einsatzes sind die gegebenen Anweisungen auch wieder aufzuheben.

Tipp:

Für die Formulierung kann das AIDA-Schema genutzt werden. AIDA steht für Anrede – Information – Drang – Ausführung.

Beispiel: “Achtung! Achtung! Hier spricht die Feuerwehr: An die Bewohner der Rolandstraße (Anrede). In der Firma Müller gab es einen Zwischenfall. Dort ist Chlor ausgetreten. Aufgrund der Wetterverhältnisse treibt die Wolke auf ihr Wohnviertel zu (Information). In ihren Häusern sind Sie nicht mehr sicher (Drang). Suchen Sie zu ihrem eigenen Schutz die Notunterkunft in der Gesamtschule Rathausplatz auf (Ausführung).”

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