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Perfekte Geschenkideen

Die schönsten Feuerwehrbücher

Bremen – Ausbildung, Weiterbildung oder Unterhaltung – wer einem Feuerwehrmann oder einer Feuerwehrfrau ein schönes Geschenk machen möchte, findet ein passendes Buch für jeden Geschmack. Nachfolgend haben wir einige Rezensionen zu besonderen Titeln zusammengestellt. Diese helfen Euch bei der Suche nach einem passenden Feuerwehrbuch.

Floriansbraten und Kommandantenbrot

Lust auf Weißwurst nach Art der Feuerwehr oder Maiks Heiße Liebe? Kochbuchautorin Christa Rinklin hat sich für „Richtig abgelöscht“ in die Küchen von Feuerwehrhäusern in Baden-Württemberg gewagt. Das Ergebnis: Herzhafte kulinarische Einblicke und einige kuriose Menübezeichnungen.

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Im Rahmen der aufwändigen Recherche besuchte die Autorin Freiwillige Feuerwehren in den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen. Dabei begegnete sie einer besonderen Spezies: den Feuerwehrköchen.

Einer davon: Siegfried Schlegel, seit 1986 Feuerwehrkoch der Abteilungswehr Bad Krozingen-Hausen. Beim Feuerwehrhock (mehrtägiges Fest) tischt der ehemalige stellvertretende Kommandant groß auf. Dauerbrenner: Sigis Sauerbraten. Präzise und detailliert beschreibt Christa Rinklin die Zubereitung. Ein Querverweis zu Siggis Semmelknödeln darf hier nicht fehlen.

Eine Hackfleischtorte gehört derweil zu den kulinarischen Höhepunkten der Abteilung Bremgarten der Freiwilligen Feuerwehr Hartheim am Rhein: Für das pikante Rezept empfiehlt Feuerwehrmann und Metzger Jürgen Link unter anderem Blätterteig und Bacon-Scheiben.

Knapp 40 Rezepte stellt die Autorin vor. Die einzigartige Sammlung umfasst dabei nicht nur Feuerwehr-Klassiker wie Floriansbraten oder Zwiebelkuchen nach Art des Ehrenkommandanten: Besonderen Genuss verspricht beispielsweise Orangen-Polenta mit Ziegenkäse-Topping auf Ratatouille-Gemüse der Freiwilligen Feuerwehr March. Die achtköpfige Kochgruppe zaubert regelmäßig Köstlichkeiten für Übungsdienste und Gesellschaften von bis zu 120 Personen. Rinklin garniert die Einblicke in die Feuerwehrküchen mit leckeren Desserts und Gebäck. So handelt es sich bei Maiks Heißer Liebe um Vanilleeis mit Himbeeren und reichlich Schlagsahne.

Ein kurzer Ausflug in die Historie des Feuerwehrwesens rundet das Werk ab. Selbst Knotenkunde, Rettungsgasse und das Feuerwehr-ABC kommen zur Sprache. Das Buch, erschienen im Freiburger Lavori Verlag, ist ein echtes Highlight und sollte in keiner Feuerwehrküche fehlen.

Das Buch: Richtig abgelöscht – Das Kochbuch mit den besten Rezepten der Feuerwehrköche zwischen Schwarzwald und Kaiserstuhl, Christa Rinklin, 104 Seiten, Format 16 x 24 cm, Softcover, Lavori Verlag, ISBN 978-3-935737-75-3. Preis: 12,80 Euro

 

Für den nächsten Kindergeburtstag

Ich muss gestehen, dass ich ständig auf der Suche nach Kinderbüchern bin. Gefühlt hat immer ein Kind im Verwandten- oder Bekanntenkreis Geburtstag und Bücher stehen hoch im Kurs. Und gerade Feuerwehrbücher begeistern die kleinen Leser. Der Verlag „Edition XXL“ bringt mit „Bei der Feuerwehr geht’s rund“ nun ein Feuerwehrbuch für Kinder heraus. Nichts Ungewöhnliches eigentlich. Und doch war ich sehr gespannt, als ich das Buch in meinen Händen hielt. Wie geht der Verlag das Thema „Feuerwehr“ an?

Gleich vorweg: Das Projekt ist gelungen. Die Autoren erklären kindgerecht, was sich bei der Feuerwehr abspielt. Auf jeder Doppelseite stehen Flo und Lea bereit und vermitteln, mithilfe von Sprechblasen, Fakten rund um die Feuerwehr. Flo und Lea sind zwei imaginäre Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die die Autoren zeichnerisch in das Buch einbinden.

Das Autorenteam stellt Einsatzkleidung, Ausrüstung und Feuerwehr-Fahrzeuge vor. Und das nicht langatmig, sondern durchaus anschaulich. Sogar Sicherheitszeichen erklären die Herausgeber. Doch auch hier gilt: Das Buch ist nicht überfrachtet mit Informationen. Vielmehr berichten die Verfasser knapp und präzise.

Bei der Feuerwehr geht’s rund: Hier bekämp-fen Flo und Lea einen Brand. Die beiden Nach-wuchskräfte sind auf jeder Doppelseite zu sehen. Immer wieder streuen sie spannende Details zur Feuerwehr ein.

Sachlich erklären sie beispielsweise eine Feueralarmübung in der Schule. Mithilfe von vier Überschriften spielen die Autoren die einzelnen Etappen der Übung durch.

Auch der Ablauf von Notfällen kommt zur Sprache. Im Kapitel „Einsatz“ zeigen die Verfasser, was ein Notruf in Gang setzt: von der Alarmierung über die Fahrt zum Feuerwehrhaus, das Ausrücken zum Einsatzort bis zur Rückfahrt zur Zentrale. Als Höhepunkt findet sich dann am Ende des Buches ein Löschgruppenfahrzeug (LF) mit Flo und Lea als Poster zum Herausnehmen. Ein nettes Gesamtpaket für den Gabentisch auf dem nächsten Kindergeburtstag.

Das Buch: Bei der Feuerwehr geht’s rund, Idee und Projektleitung: Sonja Sammüller, 47 Seiten, Format 22 x 29 cm, Hardcover, Edition XXL, ISBN 978-3-897-36639-8. Preis: 5 Euro.

 

Amerikas Helden in der Not

Wolfgang Hochbruck, Professor für Nordamerikanische Philologie und Kulturstudien an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, widmet sich in seinem neuen Werk der Kulturgeschichte der amerikanischen Feuerwehr. In „Helden in der Not“ zeichnet Hochbruck ein umfassendes Bild von den Wurzeln der Freiwilligen Feuerwehr im 18. Jahrhundert bis zu den Problemen aktueller Kleinstadtfeuerwehren.

Dabei beschreibt der Autor das jahrhundertealte solidarische Prinzip der gegenseitigen Hilfe und beleuchtet den Schritt von der Zwangsverpflichtung zur selbstorganisierten Freiwilligen Feuerwehr. Hochbruck schreibt nicht nur als universitärer Fachmann, sondern auch als Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr. Den 11. September 2001 und die Ereignisse in New York hat der Kulturforscher zum Anlass genommen, sich als Brandschützer zu engagieren.

Dem Werk merkt der Leser die Leidenschaft für das Thema „Feuerwehr“ sofort an. Wortgewaltig setzt sich der Autor unter anderem mit den Anschlägen auf das World Trade Center auseinander. Hier zeichnet Hochbruck das Bild einer Feuerwehr, die – im Heldenstatus verharrend – mit diesem herben Einschnitt klarkommen muss. Bevor sich der Professor jedoch mit den Besonderheiten der New Yorker Firefighter befasst, beleuchtet er das 19. Jahrhundert: Freiwillige Feuerwehren konkurrierten miteinander. Es kam zu Wettrennen zum Einsatzort und gegenseitigen Sabotageakten. Denn Feuerversicherungen zahlten denjenigen Wehren Prämien, die den größten Schaden bei Versicherten verhinderten. Ein monetärer Anreiz, der dem einstigen Solidarprinzip zuwider lief. Das Ansehen der Feuerwehrmänner in der Bevölkerung sank. Zudem stellten Firmen Angestellte bei Feueralarm oftmals nicht mehr frei. Hier entwickelten sich dann auch die ersten Konzepte, Freiwilligenverbände durch Berufsfeuerwehren zu ersetzen.

Der Lehrstuhlinhaber präsentiert auch ein aktuelles Bild vom amerikanischen Feuerwehrwesen und den Schwierigkeiten, die die Mobilitätsanforderungen der modernen Arbeitswelt mit sich bringen. Gerade Dorf- und Kleinstadtfeuerwehren sind betroffen: Überlandhilfe soll sicherstellen, dass stets genügend Einsatzkräfte vor Ort sind. Auch Probleme, die ländliche Feuerwehren haben, sich Zugezogenen, Frauen und Quereinsteigern zu öffnen, kommen zur Sprache.

Der Autor schließt sein Werk mit einem Ausblick auf die Zukunft heroischer Freiwilligkeit: Die, so Hochbruck, verliert nicht an Bedeutung, auch wenn sie nicht mehr integraler Bestandteil des geltenden Gesellschaftsvertrags ist.  

„Helden in der Not“ ist absolut lesenswert: Anspruchsvoll geschrieben, richtet sich die Lektüre an all jene, die sich für Feuerwehrgeschichte begeistern. Auf 100 Seiten liefert der Hochschullehrer ein präzises Bild der amerikanischen Feuerwehrkultur. Die Kapitel sind nicht zu lang. Hochbruck versteht es vortrefflich, komplexe Zusammenhänge und geschichtliche Entwicklungen nachzuzeichnen. Klare Kaufempfehlung.

Das Buch: Helden in der Not – Eine Kulturgeschichte der amerikanischen Feuerwehr, Wolfgang Hochbruck, 100 Seiten, Format 12 x 20 cm, Softcover, Wallstein Verlag, ISBN 978-3-8353-3279-9. Preis: 12,90 Euro

 

Neues von den Seenotrettern

Von Ulf Kaack

Publikationen zum Thema Seenotrettung in den deutschen Seegebieten füllen mehrere Regalmeter. Man dürfte meinen, dass es über die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) kaum mehr berichtenswertes geben wird. Doch, es gibt noch zahlreiche nicht erzählte Geschichten über die Arbeit der Seenotretter. Die hat Autor Manuel Miserok aufgespürt, dokumentiert und in dem Buch „Seenotretter“, seinem Erstlingswerk, zu Papier gebracht. Angereichert mit aktuellen Themen, technischen und historischen Betrachtungen aus teils ungewöhnlicher Perspektive, erfährt der Leser in diesem Titel aus der Reihe Oceanum Spezial in der Tat viel Neues – spannend und unterhaltsam erzählt.

Geschickt wird die Geschichte mit der Neuzeit verwoben. Die aktuelle Flotte wird vorgestellt. DGzRS-Geschäftsführer Kapitän Udo Helge Fox beantwortet im Interview aktuelle Fragen und verrät Zukunftsperspektiven. Der Autor stellt den neusten Seenotkreuzer „Berthold Beitz“ vor und nimmt den Leser mit zur Taufe des Seenotrettungsbootes „Nimanoa“. Er reist mit ihm auf die westlichste und östlichste Station der Seenotretter, Borkum und Ueckermünde, porträtiert hier die Technik und die Menschen, die damit arbeiten. Klar, dass auch der größte deutsche Seenotkreuzer, die „Hermann Marwede“ auf Helgoland, nicht fehlt.

Ein Steckenpferd des Autors ist ganz offensichtlich der Verbleib ausgemusterter DGzRS-Einheiten. Unbestritten ein spannendes Kapitel, hinter dem sich lesenswerte Episoden verbergen. So beschreibt er das zweite Leben der „Putbus“ in Hamburg unter der Flagge der DLRG und die Rückführung der einstigen „Swantje“ vom Rettungsdienst Litauens in ein deutsches Museum. Außerdem widmet er den Rettungsoldtimern ein umfangreiches Kapitel mit Kurzporträts.

Neben der vergleichsweise unkonventionellen Auswahl der Themen ist es vor allem die Perspektive und der erzählerische Stil, mit denen der Autor sie aufgreift. Schnell merkt man: Miserok kennt sich aus, kratzt nicht nur an der Oberfläche. Das äußert sich vor allem mit seinem geschärften Blick für Randaspekte, die sein Buch umso vielfältiger machen: das Sylter Rettungs-Corps, Seenotrettung in der zeitgenössischen Malerei oder das Porträt der längst vergessenen DGzRS-Station im ostpreußischen Nidden. Zahlreiche Infokästen beinhalten zudem Aspekte, die kurze und kompakte Insiderinfos beisteuern. Ein sehr zu empfehlender Titel. Auch oder gerade für den Leser, der meint, schon alles über das Thema gelesen zu haben. 

Das Buch: Oceanum-Spezial Seenotretter, 176 Seiten, 14,8 x 21 cm, zahlreiche farbige Abbildungen, Softcover gebunden, Oceanum Verlag Wiefelstede, ISBN 978-3869276038, 16,90 Euro

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