Unter Strom

8 Gründe, warum Feuerwehren Fahrzeuge mit Elektroantrieb beschaffen

Berlin – In der Automobilbranche gibt es nur noch ein Thema: die eMobilität. Feuerwehren gehörten vor über 100 Jahren zu den ersten Nutzern elektrisch angetriebener Fahrzeuge. Doch aktuell tut sich die Feuerwehr noch schwer mit der Technik. „Zu teuer, zu riskant, noch ungeeignet“, heißt es oft. Und doch gibt es eine Reihe von Gründen, warum Feuerwehren in letzter Zeit verstärkt Elektrofahrzeuge beschaffen (“müssen”). Folgende acht Gründe wurden uns von verschiedenen Beschaffern genannt.

Derzeit läuft in Berlin der Probebetrieb des ersten vollelektrischen Löschfahrzeugs. Um die Batterien im Einsatz aufladen zu können, ist noch ein klassischer Verbrenner verbaut. (Bild: Hegemann)

1. Weil es in der Kommune politische Vorgaben gibt, die die Beschaffung von Fahrzeugen mit Benzin- oder Dieselmotoren verhindern oder erschweren. Typische Beispiele sind Berlin und Hannover. 

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2. Weil die Feuerwehr eine Vorbildfunktion hat. Wenn die Feuerwehr Elektrofahrzeug einsetzt, kann das die Akzeptanz bei der Bevölkerung weiter erhöhen.

3. Weil es bei vielen Feuerwehren schon jetzt Fahrzeuge gibt, die sich ohne Probleme durch Elektrofahrzeuge ersetzen lassen – beispielsweise für reine Dienst-, Versorgungs- oder Logistikfahrten. 

4. Weil jede Organisation ihren Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels leisten muss. Und dazu gehören die Feuerwehren mit ihren über eine Million Mitgliedern definitiv auch.

5. Weil den Verbrennungsmotoren ganz einfach nicht die Zukunft gehören wird. Das wird auch daran deutlich, dass immer mehr Hersteller konkrete Ausstiegszeitpunkte festlegen. Spätestens ab 2030 wird es erste Städte geben, in denen keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren mehr in die Innenstädte fahren dürfen. Sicher wird es für Feuerwehren Übergangsregelungen geben, aber irgendwann laufen auch die aus. 

6. Weil bei Fahrten weniger Lärm entsteht und die Schadstoffbelastung vor Ort sinkt. 

7. Weil nur so wichtige Erkenntnisse gewonnen werden können, die bei zukünftigen Beschaffungen berücksichtigt werden können. Aus diesem Grund wird mit großer Spannung verfolgt, wie sich das erste Löschfahrzeug mit Elektroantrieb in Berlin bewährt. Im Feuerwehr-Magazin 9/2021 findet ihr dazu übrigens die Auswertung der ersten Teststation in Berlin.

8. Weil Elektrofahrzeuge ideal für die Dienstfahrten der Feuerwehren geeignet sind, beispielsweise für die Mitarbeiter der Abteilung Vorbeugender Brandschutz. Die täglichen Strecken liegen in den seltensten Fällen über 100 Kilometer. In der Regel sind die Fahrzeuge um spätestens 16 Uhr zurück am Standort und können bis zur Nutzung am nächsten Tag ganz bequem über Nacht geladen werden.

In der August-Ausgabe des Feuerwehr-Magazins haben wir mal bei einigen Berufsfeuerwehren in Deutschland nachgefragt, ob sie schon Fahrzeuge mit Elektroantrieb (wir haben uns bewusst auf den Elektroantrieb konzentriert. Sonstige alternative Antriebsarten werden wir zu einem späteren Zeitpunkt betrachten) nutzen. Es ist einiges zusammengekommen. Aktuell ist die August-Ausgabe im Handel erhältlich. Ihr könnt aber auch ganz bequem ein Heft bei uns im Online-Shop bestellen, als gedruckte Ausgabe oder zum sofortigen Download. >>>Hier geht es zum Angebot im Online-Shop des Feuerwehr-Magazins<<<

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Warum sollte das nicht gehen?

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  2. @Jan,
    nachdenken vor dem Schreiben hilft ungemein.
    Wo es keinen Strom gibt, funktioniert auch keine Zapfsäule.
    Und warum sollte ein Unfall auf der Autobahn nicht ebenso von elektrisch betriebenen Rettungsfahrzeugen bewältigt werden?

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  3. Elektromobilität ist für die Feuerwehr ideal. >80% aller Einsätze -nicht nur in Städten- sind Kleinst- und Fehlalarme. Das läuft dann in etwa so ab: Fahrzeug steht mit kaltem Motor in der Halle, fährt <10km unter Hochdruck zur Einsatzstelle (wird dabei mehrmals in Folge von Vollgas auf fast 0 km/h vollgebremst oder wieder beschleunigt), ist dann nach ca. 1h wieder zurück in der Halle und steht dann wieder etliche Stunden oder Tage bis zum nächsten Einsatz, noch bevor der Motor überhaupt warm lief. Für eine solche Anwendungsform ist kein Getriebe und auch kein Dieselmotor konzipiert. Das macht sich auch in den Verschleiß- und Wartungsanfälligkeiten, vor allem bei den Getrieben bemerkbar. Watfähigkeit und Rageextender für langanhaltende autarke Katastropheneinsätze sind technische Herausforderungen, welche sich (abseits der Online-Kommentarspalten) ingenieursmäßig lösen lassen.
    Also keine flasche Scheu vor der Zukunft! 🙂

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  4. Du hast da eine Null zu viel. E-Autos sind schon ab 20.000.30.000 km umweltfreundlicher als Fossilautos.

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  5. Rein Elektro ist doch nur auf den ersten Blick umweltfreundlich. Der Riesenverbrauch von seltenen Metallen für die Akkuproduktion ist alles andere als sinnvoll. Irgendwann sind dieses Potential erschöpft bzw. Mangelware. Die Entsorgungsfrage bzw. Recycling wird m.E. bisher nicht zufiedenstellend beantwortet. Deutschland hat es leider verpennt, frühzeitig die Wasserstoffantriebe zu erforschen und zu fördern. Jetzt soll Elektro der große Wurf sein. Wenn schon elektrisch, dann nur Hybrid.

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  6. Das E-Fahrzeug in Berlin hat einen Redundanzmotor und zwar einen 6 Zylinder mit 3L Hubraum von BMW weil die Akkus je nach Auslastung ( Anfahrt, Pumpenbetrieb, Lichtmast / Umfeldbeleuchtung ) nur ca. 30 Minuten durchhalten!
    Der Diesel treibt dann einen Generator an der das Fahrzeug wieder auflädt…

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  7. Ich denke die Elekto- Richtung ist der falsche Weg, schaut doch einfach mal ins alltägliche Leben, Brandbekämpfung bei Nacht, überregionale Einsätze, Wasserfördrung über lange Wegstrecke, Waldbrandbekämpfung ( Frage der Sicherheit wenn Akku leer), usw.
    Schaut man auf die Landkarte wird schnell klar das ca. 90% ( grobe Schätzung) der Wehren im außerstädtischen Bereich liegen und somit die zu fahrenden und bewältigenden Strecken und Einsatzzeiten sichelich nicht im Elektobereich zu finden sind.

    Dazu kommt noch die Frage der Kompatilität, bei Großeinsätzen !! Wasserförderung lange Wegstrecke : mehrere TS, was mache ich wenn Akku leer ??? Aktuell : TANKEN und weiter ohne irgendeine Pause wenn muss !!!! mit Strom nicht möglich !! ( Alle Hersteller müssten die gleichen Akkus verwenden !! ??) bei Verbrennern kein Problem, wollen alle das gleiche !!!

    Fazit: aus meiner Sicht ist es völliger Mumpitz über eine Elektofizierung der Feuerwehren zu diskutieren denn es gibt die CO² Neutralen Kraftstoffe ( wird bewusst totgeschwiegen) ,
    die vorhandene Technik kann weiter eingesetzt werden
    die vorhandene Technik funktioniert
    die vorhandene Technik läuft 24/7 wenn muss
    die vorhandene Technik erfordert keine neue Infrastruktur ( Ladesäulen)
    usw. usw. usw.

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  8. Hallo keine Ahung,
    1. Propaganda der Auto Industrie enthält keine Wahrheit (C-Klasse schönrechnen, wer hat das wohl gemacht?)
    2. Ein Akku geht nicht kaputt, wenn er intelligent behandelt wird. Ich habe soeben einen Akku für meine PV Anlage bekommen, der 10 Jahre Garantie auf 100% Leistung hat. Das macht die intelligente Ladeeinheit, die dafür sorgt das er schonen behandelt wird…

    Weniger Geschwätz, mehr Information wäre hilfreich.

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  9. Einige Argumente sind ein bisschen Schwach. Allerdings wird irgendwann jede HiOrg auf “E” oder ähnliches umsteigen müssen. Weil die Industrie für unseren kleinen Markt keine exttawurst machen wird. Wir werden also definitiv langfristig umsteigen müssen. Je früher wir uns damit abfinden desto schneller klappt der Übergang. Wir werden auch viele Vorteile daraus ziehen. Z.b. Ruhe an der Einsatzstelle. Den durchaus schlagkräftige Argumente der Betankung sehe ich auch kein Problem. Das kann mit mitgeführten Aggregaten gemacht werden. Diese müssen halt entsprechend entwickelt werden. Ist zwar dann alles nicht gerade umweltfreundlich. Aber das sind Ausnahmesituationen. Was das ständige Argument der hochgiftigen Akkus angeht. Es ist jetzt schon möglich wirtschaftlich in Salzwasser zu speichern. Wir stehen da erst am Anfang der Entwicklung. Die Zukunft gehört “E”…

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  10. …..und da sind sie wieder, die Argumente die schon so oft widerlegt wurden. Wieviele Mercedes C-Klasse gibt es bei der FW?
    Gerade bei kurzen Strecken ist die Umweltbelastung bei Verbrennern sehr hoch.
    Lärmschutz gibt es auch an der Einsatzstelle für uns und keine Abgase die wir einatmen müssen.
    Wer behauptet das Akkus bei Feuerwehrfahrzeugen nicht ent- und geladen werden? Es gibt regelmäßig Übungsdienste und manche Feuerwehren sollen sogar zu Einsätzen alarmiert werden…..

    Die Feuerwehr ist normalerweise offen für neue Technik. Da ist ein nachdenken über Elektroantriebe nicht ausgeschlossen. Ausprobieren….dann darüber streiten….

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  11. Ich denke der Lärmschutz bezieht sich auf die stehenden Fahrzeuge an der Einsatzstelle. Ist auch Lärmschutz für uns…..und keine Abgase…..

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  12. Ja – elektrisch betriebene Fahrzeuge halten Wasser besser bzw. länger stand als Verbrenner. Die Kapselung der Batterie hält de facto 100% dicht, ein Funkenschlag oder Kurschluss ist damit unmöglich.

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  13. Ich denke dafür wird es auch Lösungen geben. Warum soll man es nicht probieren? Bis alle Fahrzeuge erneuert werden, vergehen Jahrzehnte. Es gibt daher noch genug reserve…..einfach mal ausprobieren, so wie in Berlin.

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  14. Ein doch sehr subjektiver Bericht, bei dem die Politik im Vordergrund steht. Hierfür darf die Feuerwehr nicht missbraucht werden. Die Feuerwehren haben schon immer auf Umweltbewusstsein einen grossen Wert gelegt. Sollte es Lösungen geben, werden die Feuerwehren sich sicher darauf einlassen. Einen ersten Versuch gibt es ja schon.
    Doch es muss durchdacht sein, wir fahren wenig Kilometer, müssen Fzg. im Stand laufen lassen, da sich dieses gerade “freibrennt”. Euro 5/6 ist nicht unbedingt besser. Einfach mal nachdenken bei so weitreichenden Entscheidungen.

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  15. Mit dem Artikel ist nun auch das Feuerwehrmagazin auf ein sterbendes Pferd aufgesprungen.
    Warum?
    Weil selbst Toyota als Vorreiter des Elektroantriebes, diesem keine Zukunft einräumt.
    Ich möchte gar nicht anfangen über die Tauglichkeit von Elektrofahrzeugen bei der Feuerwehr zu reden und ich meine damit nicht den KdoW oder den GW-Tier.
    Toyotas Aussage zum Thema:
    https://www.merkur.de/wirtschaft/toyota-zukunft-elektroauto-japan-plan-wasserstoff-hybrid-mobilitaet-vw-strategie-absage-zr-90817961.html

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  16. @ Jana;
    tja, da steh ich -alter Sack 76 J.- voll hinter Dir !
    gerade das Hochwasser Drama zeigt doch wie Tauglich / Untauglich
    Strom unter Wasser wäre !!

    Und wenn mehrere Einsätze nacheinander stattfinden -würden- wie ist es da mit den Ladezeiten – bitte schön -???
    Strom Stationen sind immer noch nicht sicher in der Ladung als solche,
    solange keine Stromversorgung – ÜBERALL- gewährleistet ist …

    Glückauf

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  17. Wenn es keinen Strom gibt gibt es auch keine funktionierende Tankstelle. Ergo, geht der Kraftstoff aus ist auch mit nem verbrennen schluss. Oder man muss noch Fahrzeuge zur schicken und Fahrzeuge zur Versorgung der versorgungsfahrzeuge. Quasi eine Endlosschleife. Dieses Argument zieht also nicht wirklich.
    Ansonsten geb ich hier recht. Extrem undurchdachter und schlechter Artikel.

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  18. Wenn es keinen Strom gibt kann man weder tanken noch Diesel oder Benzin aus Erdöl raffinerieren.
    Eine Mobile Solaranlage oder Windanlage ist schnell errichtet.

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  19. Teil besser als Verbrenner, ein gut isoliertes E-Auto verträgt sicher mehr als viele Verbrenner. Spätestens bei Erreichen des Ansaugtrakts ist bei Verbrennern Ende. Stichwort Wasserschlag, der Motor ist anschließend Schrott.

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  20. Kompletter Schwachsinn…die Feuerwehr hat die Aufgabe: Schutz und Hilfe! Und dafür braucht sie das geeignete Gerät. Sonst nix. Die Feuerwehr ist keine Propaganda Organisation, kein Sozialverein, keine Interessensvertretung und auch sonst nix sozialpolitischen. Das Umweltschutz Argument ist sowieso lächerlich. Abgesehen davon, dass der Umweltschutz Aspekt der eMobilität sehr zweifelhaft ist, spielt es bei der Feuerwehr speziell keine Rolle, ob zu einem Brand oder sonstigen Einsatz das Einsatzfahrzeug ein paar Liter Diesel verbrennt, oder nicht. In jeder Sekunde, die der Brand länger dauert, als nötig, wird mehr Schadstoff freigesetzt, alles alle Feuerwehr Autos im Jahr erzeugen…

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  21. Einsatzfahrzeuge im Betrieb für Testzwecke heranzuziehen ist unverantwortlich und sehr riskant zugleich. Einsatzfahrzeuge sollen Sicherheit und Funktionalität ausstrahlen und dass kann noch nicht mit 100% belegt werden.

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  22. Kein strom, keine tankstellen. Dann alt mit generatoren (was da auch gemacht wird) weiter arbeiten.

    In intalien wurde mann zu deinem kommentar Leckomio sagen…

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  23. Frage: 1.
    Werden bei der Herstellung von Batterien für Einsatzfahrzeuge etwa Rohstoffe verwendet die human und ökologisch gewonnen werden?
    2.
    Ist die Entsorgung von Batterien aus Einsatzfahrzeugen umweltfreundlicher als die aus anderen Fahrzeugen?
    3.
    Lautstärke: Bei Fahrten mit Sonderrechten ist das Martinhorn so laut das man den Diesel nicht wahrnimmt.
    Hybrid währe eine Alternative.
    Wenn die Feuerwehr aber tatsächlich mit gutem Beispiel voran gehen möchte, sollte man direkt auf Wasserstoff umstellen. Geht doch bei anderen Fahrzeugen auch.

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  24. Womit werden U-Boote angetrieben?

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  25. Stand der Dinge 2021: je nach Akkugröße hat das reine Elektroauto nach 15.000-30.000km genügend CO2 eingespart um der Produktion eines Autos mit Dieselmotor ebenbürtig zu sein. Auf den nächsten 500.000km kommt es auf den Strommix an und jenseits der 500.000km sind die meisten Verbrenner bereit zur Entsorgung; haben in der Zwischenzeit um die 30.000 Liter Diesel unwiderruflich verbrannt.

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  26. In der Hocheasserlage in RLP und NRW hat sich aber auch gezeigt, das viele Diesel-Fahrzeuge abgesoffen sind, weil der Verbrenner halt O2 benötigt.

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  27. Im Wasser sind E-Fahrzeuge sogar überlegen. Zusätzliches Gewicht in der Bodengruppe verhindert das Aufschwimmen. Der Antrieb ist wasserdicht.

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  28. E-Fuels sind absolut inakzeptabel. Die grottenschlechte Wirkungsgrade bei Herstellung und Verbrennung führen dazu, dass ein mit E-Fuel betriebenes Fahrzeug 10 mal so viel Energie verbraucht, wie ein BEV.
    Die Produktionsanlagen müssen durchlaufen. Egal, ob die Sonne scheint oder Wind weht. Es wird also letztlich der normale Energiemix eingesetzt. Selbst, wenn für die E-Fuels nur regenerative Energie eingesetzt würde, stände die verschwendete Energie an anderen Stellen nicht zur Verfügung und müsste durch konventionelle Energien ersetzt werden.

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  29. In weiten Teilen richtiger Kommentar. Selbstverständlich macht es keinen Sinn, E-Fahrzeuge einzusetzen, wenn diese überwiegend stehen und nur extrem geringe Laufleistungen erreichen. Diese Fahrzeuge werden den zusätzlichen CO2-Rucksack aus der Produktion niemals ausgleichen.
    Und tatsächlich leidet ein Akku, wenn er nicht genutzt wird. Wenn das dann für die Feuerwehrfahrzeuge erkannt wird, werden die wahrscheinlich an ein Erhaltungssystem angeschlossen und damit weitere Energie sinnlos verheizt.

    Die Aussage mit der C-Klasse und den 220.000 km ist aber schlicht falsch. Sie basiert auf der längst zurückgezogenen schwedischen Studie.
    Tatsächlich ist die zusätzliche CO2-Last aus der Produktion auch beim aktuellen Strommix in Deutschland nach ca. 50000 km ausgeglichen.

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  30. Ein wirklich politisch aufgebauter Artikel! Da hat doch wirklich einer nocht selbst gedacht und nur Main-Stream-Meinungen dargestellt! Solche Leute sollten mal das Gutachten der französischen ADEME (französische Umweltbehörde) lesen! Darin steht detalliert, warum die Menschen sich in 20 Jahren darüber wundern werden, warum die E-Mobilität für das Klima überhaupt nichzs gebracht hat. Das hatte übrigens auch vor hundert Jahren schon einen triftigen Grund, warum die Feuerwehr die Finger von den Elektrofahrzeugen gelassen hat! Viele Oldtimerentusiasten kennen die Artikel z.B. aus der „Markt“! Also schön bei den Fakten bleiben!

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  31. Ich frage mich ob sie überhaupt sich mal über das Thema e-Mobilität erkundigt haben oder nur Stammtischparolen zum besten geben?
    Denn ich frage mich warum das Hochwasser gezeigt haben soll, dass e-Mobilität bei Rettungskräften keine Zukunft haben soll? Denn das Rosenbauer eLHF hat schließlich einen Diesel als Generator an Bord um auch längere Zeit betrieben werden zu können. Zusätzlich ist der Generator auf einen statischen Betrieb ausgelegt und damit wesentlich besser geeignet als Notstromanlage zu dienen.

    Warum ist Punkt 4 lächerlich? Oder wollen sie damit sagen, dass es den Klimawandel nicht gibt.

    Zu 5. Ja vielleicht wird es Ausnahmegenehmigung geben. Aber glauben sie wirklich Daimler wird für Vll maximal 5000-10000 LKW jährlich weiter Dieselmotoren entwickeln und bauen?

    Das Thema Lärm was weiterhin angesprochen wurde. Ja natürlich ist auf der Einsatzfahrt das Horn lauter. Aber was ist am Einsatzort? Ich wüsste nicht, dass es da flüsterleise ist sondern es laufen überall die Verbrennungsmotoren…

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  32. Wo laden? Wo tanken? Auch Tankstellen sind in einem Katastrophengebiet nicht benutzbar.

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  33. Die Gründe sind für mich größtenteils an den Haaren herbei gezogen
    Wo soll den der Strom herkommen wenn zum Beispiel die Pumpe bei einem größeren Einsatz über Stunden läuft und der Strom wegen einem größeren Brand abgestellt werden muss ?.
    Das gleiche gilt auch für die Hochwasser Gebiete .
    Die Feuerwehr rückt aus wenns klemmt und muss dann unabhängig sein
    Gruß
    Jürgen Karch
    Löschmeister

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  34. Da Feuerwehr Fahrzeuge in der Regel sehr wenige Km Leistungen aufweisen wierd der Umweltaspekt gegenüber einem herkömmlichen Verbrenner wohl nie zum Tragen kommen.

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  35. Da gebe ich dir recht ein grossfahrzeug mit elektro ist nur für werbezwecke gut.kleine logistikfahrzeuge okay.

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  36. Gerade bei freiwilligen Feuerwehren stehen die Fahrzeuge die meiste Zeit im Gerätehaus. Da können diese ständig geladen werden. Die meisten Einsatzfahrten sind Unter 20 km Entfernung. Innerhalb der Ortschaften ist es ein verhältnismäßig geringer Aufwand eine Infrastruktur zu schaffen, um ein Fahrzeug an das öffentliche Netz anschließen zu können. Außerhalb von Städten oder Ortschaften bzw. bei Stromausfällen ist immer noch möglich, sich mit einem Notstromaggregat zu behelfen. Um eine Fahrzeugpumpe oder Hydraulikpumpe zu betreiben, braucht es keinen Motor mit 250 PS.
    Dazu kommt, dass es inzwischen kaum möglich ist, große Fahrzeuge ohne Ad Blue Abgasreinigung zu beschaffen. Damit diese Abgasreinigung jedoch funktioniert, ist eine Betriebstemperatur nötig, welche auf kurze Distanz nicht wrreicht werden kann. Eben diese Abgasreigungsanlage hat ein Eigengewicht von einer knappen Tonne. Dies geht bei der Nutzlast verloren.
    Ganz unabhängig von Sinn und Unsinn eine Elektroantriebes beim Schwerverkehr, bei den Anforderungen an ein Löschfahrzeug macht es sehr viel Sinn, dass auf Alltagtauglichkeit zu prüfen.
    Elektroantriebe lassen sich auch so kapseln/isolieren, dass ein solches Fahrzeug auch bei Wasserdurchfahrten problemlos funktionieren.

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  37. Da gibt es bereits deutlich aktuellere Berechnungen, das Thema ist ja in der Entwicklung. Wenn die Akkuherstellung sowie der Fahrstrom mit erneuerbaren Energien stattfinden, ist je nach Szenario bereits nach 35.000 bis 60.000 km das E-Auto „besser“. Ansonsten gehe ich Dir recht, diese 8 Argumente sind eigentlich Mumpitz. Was ich an E-Autos so cool finde ist, dass es im Innenraum beim fahren so leise ist, das Fehlen von Vibrationen und nicht zuletzt die spontane „Gas“-Annahme, verbunden mit der Tatsache, dass die volle Leistung sofort ab der ersten Umdrehung zur Verfügung steht. Aber das juckt ja die Feuerwehr nicht.

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  38. Punkt 6 sehr interessant vor Ort entstehen weniger Schadstoffe was ist denn für ein egoistisches Denken? Mir doch egal wenn Kinder in Erdlöchern arbeiten müssen und ganze Landstriche in Südamerika bald kein Grundwasser mehr haben ach und das der Strom aus Atom o Kohlekraftwerken aus anderen Ländern kommt auch scheiss egal Hauptsache vor Ort ist es sauber was ist das für eine verlogene Sch……..

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  39. Gut kommentiert, Artikel ist wirklich Nonsens

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  40. Sehr richtig! Der ganze Artikel ist nur political correctness, kein wirklich schlagendes Argument, eine Schande fürs Feuerwehr-Magazin!

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  41. Da gebe ich dir absolut Recht.

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  42. Was für ein undurchdachter schlechter Artikel. Gerade das Hochwasser hat doch erst gezeigt wie wichtig die Unabhängigkeit der Rettungskräfte ist. Es gab ja kein Strom vor Ort. Wo also laden?! Unfälle auf der Autobahn oder Großschadenslagen könnten gar nicht bewältigt werden.

    Übrigens ist Punkt 4 schon lächerlich, mal drüber nachdenken. Fast alle weiteren Punkte halte ich auch für undurchdacht, vorallem Punkt 5, es wird natürlich Ausnahmen und Sondergenehmigungen geben.

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  43. Viele Gute und Plausible Argumente? Überwiegend Politisch das Ganze:1, 2, 4 und 5. Weniger Lärm 6.? Wenn ein FW-Fahrzeug mit Sirene rausfährt, geht das Motorengeräusch komplett unter! Umweltschutz? Bei den wenigen Kms geht die Umweltbilanz komplett nach hinten los. ADAC: Ein Mercedes C-Klasse Diesel ist meist umweltfreundlicher als ein gleichwertiges E-Auto. Erst ab 220.000km wird das E-Auto interessanter. Aber nur wenn 100% Ökostrom getankt wird. Was kein Akku der Welt mag: Wenn der Akku wenig genutzt wird und nur in der Garage steht, geht er von selbst kaputt. Ein Akku möchte regelmäßig geladen/entladen werden.
    Aber immer schön “politisch korrekt”, auch wenns nicht effektiv ist.

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  44. Ein sehr gut geschriebener Artikel. Und es sind einige Punkte, die ich so unterstützen würde. Jedoch ist Punkt 5 meiner Meinung nach nicht richtig, denn es wird an den sog. E-Fuels geforscht und dadurch hat der Verbrennungsmotor eine Zukunft. Nur weil jetzt alle, durch die Politik motiviert, auf den Zug E-Autos sind das Beste aufspringen, hat das nichts zu bedeuten. Ich bin der Meinung, dass wir uns mit E-Autos die Zukunft auch kaputt machen. Beispiel der Akku. Was machen wir mit dem kaputten, alten Akku? Wo bekommen wir unser Lithium her?…
    Es ist meines Erachtens sinnvoller, wenn die Forschung dahingehend gefördert wird Alternativen zum fossilen Brennstoff zu finden. Denn wenn jetzt alle Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor entsorgt werden müssen, dann haben wir ein größeres Problem.

    Außerdem gibt es Orte/Dörfer auf dem Land, bei denen man eine sehr weite Anfahrt hat. Da sind schnell mal 10km erreicht. Und wenn dann noch ein größerer Einsatz ist, bei dem eine hohen Pumpenleistung gefordert ist, dann macht das der Akku auch nicht zwingend lange mit. Ja das sind vllt. Sonderfälle, aber diese gilt es ja auch zu berücksichtigen. Man kann ja nicht sagen: „Oh das tut uns leid, wir müssen mit der Brandbekämpfung aufhören, da wir sonst nicht mehr heim kommen.“
    Aber für PKW, die dem Transport dienen, wie im Punkt 8 beschrieben, da erachte ich das als sinnvoll.

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  45. Moin
    Nicht ganz unerwähnt sollte man den Hilfsmotor zur Redundanz, z.B. bei längeren Pumpeneinsätzen, lassen. Dies würde die Akzeptanz noch weiter erhöhen, weil meisten das Hauptargument ist: Batterie leer, nichts geht mehr.

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  46. Ich habe in meinen 19 Jahren als ehrenamtlicher Feuerwehrmann 2 Hochwasser bekämpft. Ich halte es für Falsch die Feuerwehr auf elektronische Fahrzeuge umzustellen. Meiner Ansicht nach beißt sich die Regierung in einer Technologie fest die keine endgültige Lösung ist, sondern nur ein Zwischenschritt.

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  47. Kleine, nicht vollständige Ergänzung:

    9. weil die modernen Abgasreinigungssysteme bei Verbrennern den Kurzstreckeneinsatz eigentlich gar nicht mögen und so öfters in Reparatur sein werden oder Mehrkilometer bei Übungen fahren müssen um den Durchzug im Abgang zu gewährleisten.

    10. weil es junge Freiwillige gibt, welche eine klimataugliche Feuerwehr besser finden und sich so dem Militzsystem anschliessen und anpacken.

    11. Weil einem Elektromotor, dass „kalt auf die Tube drücken“ keine Rolle spielt und die Reparaturen somit wegfallen.

    12. Weil die Abgasnormen in 25 Jahren immer noch eingehalten werden und der Feinstaubausstoss nicht zunimmt (weil ausser beim Pneuabrieb, keiner entsteht).

    13. weils einfach seidenfein abgeht und so ein Fahrzeug auch ohne Ansaugluft noch fährt, zB. bei zunehmender Hochwassergefahr oder verrauchten Räumen, wenn alle Dichtungen halten.

    Die Veränderung muss gut geprüft und getestet werden und in 10 Jahren, wissen wir nicht mehr was beim Anfahren und Beschleunigen ein Lastwechsel ist. Haben wir den Mut, altbewährte Technik neu zu erleben.

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  48. und wie ist es bei Hochwasser? kann man da die Fahrzeuge Einsätzen ? oder nicht

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  49. Kleinfahrzeuge der wenigen BF sind nicht das selbe wie die deutlich größeren Zahlen von Fahrzeugen bei den Freiwilligen.

    In meinem Landkreis gibt es dutzende Freiwillige Wachen. Keine einzige hat irgendwelche Logistikfahrzeuge für einen Mitarbeiter. Der existiertnämlichgarnicht. Es gibt nur eine hauptamtliche Wache überhaupt!

    Und Lärmschutz ist kein Argument, oder hört man dann das Martinhorn besser?

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  50. Gratuliere, viele gute und plausible Argumente für E-Mobilität bei der Feuerwehr.
    Ich würde noch die Tunnelrettung; Tiefgarageneinsätze und Akku betriebene Rettungsgeräte(Innenraumeinsätze) hinzufügen

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