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Ein Löschgruppenfahrzeug prallt gegen ein Wohnhaus - Reportage über einen Eigenunfall und dessen Folgen.
DGUV-Vorschrift 49 "Feuerwehren"

Neues Regelwerk für den Dienst in den Feuerwehren

Berlin – Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat ein neues Regelwerk für den Dienst in den Freiwilligen Feuerwehren erlassen: die DGUV-Vorschrift 49 „Feuerwehren“. Die Vorschrift ersetzt die Unfallverhütungsvorschrift (UVV) „Feuerwehren“ (GUV-V C53), die seit 1989 in Kraft ist.  

„Die Unfallverhütungsvorschrift wurde zeitgemäß weiterentwickelt. Es werden nun beispielsweise die veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen und neue Feuerwehrtechnik berücksichtigt. Damit steht unseren Freiwilligen Feuerwehren und ihren Führungskräften sowie den Bürgermeistern eine umfassende Handlungsanweisung zur Unfallverhütung im Feuerwehrdienst zur Verfügung“, berichtet Lars Oschmann, der zuständige Vizepräsident beim Deutschen Feuerwehrverband (DFV). Der Verband wirkte über Vertreter aus dem Fachbereich „Sozialwesen“ in den Gremien der DGUV (Sachgebiet Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen, Fachbereich Feuerwehren, Hilfeleistungen, Brandschutz) bei der Neukonzeption mit.

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Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat ein neues Regelwerk
für den Dienst in den Freiwilligen Feuerwehren erlassen: die DGUV-Vorschrift
49 „Feuerwehren“. Foto: HFUK Nord/Heinz

Parallel erscheint die neue DGUV-Regel „Feuerwehren“ (105-049). Sie ersetzt die Durchführungsanweisungen der alten UVV. Die neuen Regelungen zur arbeitsmedizinischen Vorsorge und zur Feststellung der Eignung für das Tragen von Atemschutz berücksichtigen beispielsweise in besonderer Weise die Belange des Ehrenamtes. So wird es nun möglich sein, Vorsorge und Eignungsfeststellung gemeinsam durchzuführen. Dazu reicht eine geeignete Ärztin oder ein geeigneter Arzt aus, ein spezieller Betriebsmediziner ist dazu nicht mehr notwendig. “Wir halten dies für eine wesentliche Verbesserung”, erklärt DFV-Präsident Hartmut Ziebs gegenüber feuerwehrmagazin.de. “Denn gerade im ländlichen Bereich gibt es oft nur sehr wenige Arbeitsmediziner.”

Als weitere wesentliche Verbesserung nennt Ziebs, dass ganz deutlich herausgestellt wird, dass die Kommune als Träger der Feuerwehr beispielsweise auch für den Zustand der Feuerwehrhäuser und Wachen zuständig ist. Der Präsident wörtlich: “Die Kommune hat dafür zu sorgen, dass die Gebäude dem Stand der Technik entsprechen – und nicht der Wehrführer.”

“Die einzelnen Unfallversicherungsträger müssen die neue Vorschrift jetzt jeweils für ihr Zuständigkeitsgebiet in Kraft setzen”, schreibt der DFV in einer Pressemitteilung.

Produkt: Feuerwehr-Magazin 7/2019
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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Ich kann die Meinung meiner Vorredner verstehen und nachvollziehen.
    Jeder niedergelassene Arzt muss natürlich nach den Regeln Atemschutzgeräteträger untersuchen. Ich bin auch der Meinung, dass es da zukünftig große Qualitätsunterschiede geben wird und genau das wird dann wieder der Feuerwehr auf die “Füße fallen”, weil wir nur noch Regeln in der Feuerwehr an Missstände von Politik auf Bundes-, Länder- und Kreisebene anpassen, damit es wieder passt.
    Wenn AS Träger während eines Einsatzes in eine Notlage gerät und noch ein rettungstrupp hinzugezogen werden muss, setzen wir schlagartig vier Leben aufs Spiel.
    Vielleicht nur weil jeder allg. Mediziner eine G26 machen darf. Hinterher ist das Kind in den Brunnen gefallen, und die Ärzte kommen trotzdem ungeschoren davon.
    Die Feuerwehr und die Angehörigen tragen dann den seelischen und moralischen Schaden.

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  2. Ich kann die Meinung meiner Vorredner verstehen und nachvollziehen.
    Jeder niedergelassene Arzt muss natürlich nach den Regeln Atemschutzgeräteträger untersuchen. Ich bin auch der Meinung, dass es da zukünftig große Qualitätsunterschiede geben wird und genau das wird dann wieder der Feuerwehr auf die “Füße fallen”, weil wir nur noch Regeln in der Feuerwehr an Missstände von Politik auf Bundes-, Länder- und Kreisebene anpassen, damit es wieder passt.
    Wenn AS Träger während eines Einsatzes in eine Notlage gerät und noch ein rettungstrupp hinzugezogen werden muss, setzen wir schlagartig vier Leben aufs Spiel.
    Vielleicht nur weil jeder allg. Mediziner eine G26 machen darf. Hinterher ist das Kind in den Brunnen gefallen, und die Ärzte kommen trotzdem ungeschoren davon.
    Die Feuerwehr und die Angehörigen tragen dann den seelischen und moralischen Schaden.

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  3. Ist es eigentlich Kameradschaftlich , wenn man Feuerwehrleute als Fettwanzen bezeichnet?
    Es gibt auch AGT die eventuell bissel mehr auf der Hüfte haben

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  4. Hallo Flick,
    ich kann Ihre Auffassung nicht ganz nachvollziehen.
    Wenn man die “neue” DGUV-V49, welche bereit seit JULI 2018 veröffentlicht ist, verinnerlicht und die dazu gehörige DGUV-Regel 105-049 als Erläuterung quergelesen hat, wird man relativ eindeutig lesen, dass die Ärzte schriftlich bestätigen müssen, dass sie sich mit den Arbeitsmedizinischen Vorschriften auskennen (ausgenommen Arbeits- und Betriebsmediziner) (vgl. DGUV-Regel 105-049: S.27).
    Somit ändert sich Qualitativ nichts für den einzelnen Feuerwehrangehörigen sondern ermöglicht dem Träger der Feuerwehr die Untersuchung von einem Niedergelassenen Arzt durchführen zu lassen, sofern er diese Anforderungen erfüllt.
    Es ist jedoch, auch an den anderen Kommentaren, zu erkennen das lediglich die Artikel “gelesen” werden aber die einzelnen Vorschriften, welche auf Grundlage des SGB VII einen “gesetzlichen” Charakter haben nicht weiter verfolgt, gelesen oder verstanden werden.

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  5. Bei uns im Gebiet könnte das tatsächlich eine Verbesserung sein, sollten die Ärzte die Untersuchung mit der selben Gründlichkeit durchführen wie bisher, da unsere Amtsärste bisweilen keine Untersuchungen mehr bei “Neukunden” durchführen, da sie überlastet sind.

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  6. Man müsste die Alters Grenze für Kameraden weg lassen aus dem Grund weil es immer weniger Menschen gibt die in der Feuerwehr gehen wollen.

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  7. Was ist denn daran besser geworden? Ein nicht spezialisierter Arzt soll jetzt für Feuerwehrkameraden ausreichen?
    Damit soll nur ein gesellschaftliches Unvermögen kaschiert werden. Und die Feuerwehren sollen das Feigenblatt für diese unhaltbaren Zustände sein? Als nächstes reicht wohl eine Selbsteinschätzung aus?
    Es wird Zeit, mal so richtig auf den Tisch zu hauen.

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  8. Es kann nicht sein, dass Atemschutzgeräteträger keine Tauglichkeitsuntersuchungen durch Mediziner mehr brauchen. Da können “Fettwanzen” in der Maske stehen. UNMÖGLICH SO EINE REGELUNG!!

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