Hamburg – Ein Lkw hat am Dienstag in einer Kleingartenanlage eine 400-Volt-Leitung abgerissen. Die Feuerwehr sperrte den Bereich wegen möglicher Stromgefahr weiträumig ab und konnte den unverletzten Fahrer erst nach dem Abschalten der Leitung aus dem Fahrzeug befreien.
Ein Wechselladerfahrzeug blieb in einer Hamburger Kleingartenanlage mit seinem Haken an einer Freileitung hängen und riss eine 400-Volt-Leitung ab. Die Feuerwehr sperrte den Bereich weiträumig ab und hielt Kontakt zum Fahrer, bis Stromnetz Hamburg die Stromversorgung abgeschaltet hatte. (Bild: NEWS5 | Höfig)
Ein ungewöhnlicher Einsatz beschäftigte die Feuerwehr Hamburg am Dienstagvormittag in einer Kleingartenanlage. Nach Angaben der Feuerwehr hatte sich ein Wechselladerfahrzeug bei Bauarbeiten mit seinem Haken in einer Freileitung verfangen. Dabei riss eine 400-Volt-Leitung ab und kam neben dem Fahrzeug zum Liegen.
Anzeige
Der Fahrer habe Funken im Außenspiegel bemerkt, sofort angehalten und die Feuerwehr alarmiert. Anschließend blieb er sicherheitshalber in seinem Fahrerhaus sitzen. Nach Einschätzung der Feuerwehr war genau das die richtige Reaktion.
Weil zunächst nicht feststand, ob die Leitung noch unter Spannung stand, sperrten die Einsatzkräfte den Bereich großräumig ab und hielten Sicherheitsabstände ein. Laut Feuerwehr bestand die Gefahr eines sogenannten Spannungstrichters, der Personen in der Nähe der Leitung gefährden kann. Währenddessen hielten die Einsatzkräfte telefonisch sowie über Lautsprecher Kontakt zu dem Fahrer.
Gemeinsam mit Stromnetz Hamburg schaltete die Feuerwehr die Anlage schließlich stromlos. Erst danach konnten die Kräfte die Leitung zur Seite ziehen und den Fahrer unverletzt aus dem Fahrzeug begleiten.
PDF-Download: Download: Menschenrettung aus Mähdrescher
Das eDossier zeigt, wie Feuerwehren bei schweren Unfällen an Erntemaschinen vorgehen können – mit Einsatzbeispielen, Gefahren, Sicherungsmaßnahmen und Rettungsszenarien.
Rund 25 Einsatzkräfte waren zeitweise vor Ort. Alarmiert worden war die Feuerwehr zunächst mit dem Stichwort „Menschenleben in Gefahr“. Eine unmittelbare Rettung unter Zeitdruck war jedoch nicht erforderlich, da der Fahrer unverletzt blieb und im Fahrzeug sicher war.
Zu Beginn gestaltete sich das Auffinden der Einsatzstelle schwierig. Da sich der Einsatzort innerhalb einer Kleingartenanlage befand, setzte die Feuerwehr zunächst eine Drehleiter ein, um sich einen Überblick über das Gelände zu verschaffen.
Für den betroffenen Kleingartenverein hat der Vorfall weitere Folgen: Nach dem Abschalten der Stromversorgung steht die Anlage vorerst ohne Energieversorgung da. Dadurch funktionieren unter anderem Kühl- und Eisschränke derzeit nicht.