Unfall mit Einsatzfahrzeug

LF 20 landet nach Ausweichmanöver im Graben

Engelskirchen (NW) – Auf der Rückfahrt von einem Einsatz ist ein LF 20 der Feuerwehr Engelskirchen, Oberbergischer Kreis, am Donnerstagmorgen auf der L302 bei Kaltenbach von der Fahrbahn abgekommen. Die Besatzung blieb unverletzt. Die Bergung des Fahrzeugs zog sich bis in den frühen Nachmittag.

Unverletzt blieb die Besatzung dieses LF 20, das bei Kaltenbach in den Straßengraben geriet. (Bild: Feuerwehr Engelskirchen)

Nach Angaben der Feuerwehr kam dem Löschfahrzeug auf der L302 kurz hinter Kaltenbach ein Sattelzug entgegen, der in einer langgezogenen Linkskurve auf die Gegenfahrbahn geraten sein soll. Um eine Kollision zu vermeiden, lenkte der Maschinist das LF 20 nach rechts. Das Fahrzeug geriet ins Bankett und anschließend in den Straßengraben.

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Im feuchten und matschigen Untergrund sank das Löschfahrzeug ein. Wie Oberberg aktuell berichtet, kam es nach etwa 80 Metern zum Stehen und kippte schließlich auf die rechte Seite. Die Besatzung konnte sich selbst befreien. Der Löschzug Engelskirchen bedankte sich zudem bei zahlreichen Ersthelfern, die sofort am Fahrzeug waren und beim Verlassen halfen.

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Ein Verkehrsunfallteam nahm die Spuren- und Schadenslage auf. Die Bergung gestaltete sich aufwendig, da das verunfallte Fahrzeug rund 3.000 Liter Löschwasser geladen hatte. Erst nachdem Wasser so weit wie möglich abgelassen war, konnte ein Bergungsunternehmen das LF 20 nach mehreren Versuchen wieder auf festen Boden ziehen.

Der Löschzug Ründeroth unterstützte den Einsatz mit einem ELW 1, einem LF 20 und einem HLF 20. Nach Angaben der Einheit sicherten die Kräfte die Unfallstelle ab, halfen bei der Bergung und reinigten anschließend die Fahrbahn. Der Bauhof übernahm die Absperrung der Landstraße.

Die Bergung des LF 20 auf der L302 bei Kaltenbach zog sich über mehrere Stunden. (Bild: Feuerwehr Engelskirchen)

Insgesamt saßen sieben Feuerwehrangehörige in dem Fahrzeug. Ebenfalls vor Ort waren Kreisbrandmeister Julian Seeger und der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Hans Peter Valdor.

Das LF 20 kommt nun zum Durchchecken in die Werkstatt. Für die kommenden Tage nutzt die Feuerwehr ein Löschfahrzeug des Katastrophenschutzes, das der Gemeinde Engelskirchen zur Verfügung steht und üblicherweise im Ortsteil Ründeroth stationiert ist. Am Abend des Unfalltages wiesen zwei Kameraden aus Ründeroth die Besatzung auf das Ersatzfahrzeug ein. Auch Kräfte der Löschgruppe Loope schauten sich das Fahrzeug an.

Nach dem Unfall des LF 20 stellte die Gemeinde Engelskirchen der Einheit für die kommenden Tage ein Löschfahrzeug des Katastrophenschutzes als Ersatz zur Verfügung. (Bild: Feuerwehr Engelskirchen)

Nach Angaben von Feuerwehr und Polizei fuhr der entgegenkommende Sattelzug weiter. Dabei soll es sich um einen Volvo-Lkw mit blauem Fahrerhaus und Container gehandelt haben. Die Feuerwehr bittet in den sozialen Medien um Hinweise.

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