Gaggenau-Michelbach (BW) – Ein Großbrand in einem ehemaligen holzverarbeitenden Betrieb hat die Feuerwehr am Donnerstagabend über Stunden gefordert. Während Wohnhaus, Werkstatt und Lagergebäude zerstört wurden, verhinderten die Einsatzkräfte ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude – trotz anhaltender Sommerhitze und hoher körperlicher Belastung.
Beim Eintreffen der Feuerwehr standen Wohnhaus sowie ehemalige Schreinerei und weitere Gebäudeteile bereits in Vollbrand. Mit einem Großaufgebot verhinderten die Einsatzkräfte ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Wohnhäuser. (Bild: EinsatzReport24 | Mungenast)
Bereits kurz nach der Alarmierung um 20:10 Uhr bestätigte sich auf der Anfahrt die Dimension des Einsatzes: Eine weithin sichtbare Rauchwolke stand über dem Ortsteil Michelbach. Beim Eintreffen der ersten Kräfte befanden sich das Wohngebäude, die angeschlossene Werkstatt sowie ein Lagergebäude im Vollbrand. Nach Angaben der Feuerwehr befanden sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs keine Personen im Gebäude.
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Vorrang hatte zunächst, die Ausbreitung des Feuers auf angrenzende Wohnhäuser zu verhindern. Durch das taktische Vorgehen gelang es der Feuerwehr, die Nachbarbebauung zu schützen und den Brand unter Kontrolle zu bringen. Die Löschmaßnahmen dauerten bis in die Morgenstunden. Um verbliebene Glutnester erreichen zu können, musste das zerstörte Gebäude teilweise abgetragen werden.
Neben der eigentlichen Brandbekämpfung stellte die Witterung eine zusätzliche Herausforderung dar. Laut Feuerwehrsprecher verlangten Temperaturen von deutlich über 30 Grad Celsius am Abend und die enorme Wärmestrahlung des Brandes den Einsatzkräften viel ab. Zahlreiche Trupps arbeiteten unter Atemschutz, gleichzeitig achtete die Einsatzleitung darauf, Feuerwehrangehörige außerhalb des unmittelbaren Gefahrenbereichs in leichterer Einsatzkleidung einzusetzen.
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Für die Versorgung der Einsatzkräfte richtete das Deutsche Rote Kreuz eine kontinuierliche Getränkeversorgung ein. Zusätzlich stellte eine örtliche Brauerei ihren Getränkewagen zur Verfügung und versorgte die Kräfte mit alkoholfreien Kaltgetränken. Auch Anwohner unterstützten den Einsatz immer wieder mit Wasser. Am Freitagmorgen brachten sie zudem frisch belegte Brötchen zum Frühstück.
Nach Polizeiangaben mussten rund 25 Anwohner ihre Häuser vorsorglich verlassen. Die Stadt richtete für sie in der Wiesentalhalle eine Anlaufstelle ein. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.
Im Einsatz standen mehrere Abteilungen der Feuerwehr Gaggenau, umliegende Feuerwehren, zwei Löschzüge des Landkreises, Rettungsdienst, DRK, Technisches Hilfswerk, Polizei und Stadtwerke. Die Brandursache ist weiterhin Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Zur Schadenshöhe liegen bislang keine Angaben vor.