Hitzefolgen

Feuerwehr hält Pumpen gegen drohendes Fischsterben in Betrieb

Rheurdt (NW) – Ein sinkender Sauerstoffgehalt in den Kaplanskuhlen hat die Feuerwehr Rheurdt, Kreis Kleve, zu einem ungewöhnlichen Amtshilfe-Einsatz veranlasst. Gemeinsam mit dem Bauhof und weiteren Beteiligten versucht sie, ein weiteres Fischsterben zu verhindern. Dafür sollen mehrere Pumpen das Wasser noch mehrere Tage zirkulieren lassen.

Wasser bei die Fische: An den Kaplanskuhlen baute die Feuerwehr Rheurdt mehrere Pumpen und Wasserwerfer auf, um das Gewässer in Bewegung zu halten und den Sauerstoffgehalt des Wassers zu erhöhen. (Bild: Feuerwehr Gemeinde Rheurdt)

Auf Anforderung der Lineg alarmierte die Leitstelle am Sonntag um 19:35 Uhr die Löscheinheit Rheurdt sowie den Einsatzleitwagen mit Führungshelfern aus Schaephuysen zu den Kaplanskuhlen zwischen Bahn- und Kirchstraße. Die Lineg ist ein regionaler Wasserwirtschaftsverband, der unter anderem für Gewässer und Entwässerungssysteme am linken Niederrhein zuständig ist. Nach Angaben der Feuerwehr trieben dort bereits mehrere tote Fische an der Wasseroberfläche. Als Ursache vermuten die Verantwortlichen die anhaltende Hitze der vergangenen Tage, durch die der Sauerstoffgehalt im Wasser deutlich gesunken war.

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Gemeinsam mit dem Bauhof brachte die Feuerwehr zunächst drei Pumpen in Stellung. Das Wasser wurde aus den Kuhlen angesaugt und anschließend über mehrere Strahlrohre sowie Wasserwerfer zurückgeführt. Durch diese Zirkulation sollte zusätzlicher Sauerstoff in das Gewässer eingebracht werden.

Den Pumpenbetrieb hielten die Einsatzkräfte die gesamte Nacht aufrecht. Am Montagmorgen forderte die Einsatzleitung zusätzlich einen Abrollbehälter Pumpe der Feuerwehr Kamp-Lintfort an. Zusammen mit Kräften der Löscheinheit Kamp bauten die Feuerwehrleute zwei elektrisch betriebene Pumpen mit hoher Förderleistung auf. Die Stromversorgung erfolgt über den Notstromaggregat-Anhänger der Feuerwehr Rheurdt.

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Laut Feuerwehr arbeitet diese Kombination effizienter und geräuschärmer als die zuvor eingesetzten Feuerlöschpumpen. Gemeinsam mit einer weiteren Pumpe des Bauhofs sollen die Anlagen nun mehrere Tage ohne Unterbrechung laufen.

Gegen 17 Uhr am Montag reduzierte die Einsatzleitung die Maßnahmen. Seitdem beschränkt sich die Feuerwehr auf zwei tägliche Kontrollen. Die Versorgung des Notstromaggregats mit Kraftstoff übernimmt der Bauhof.

Bis Montagabend waren rund 30 Feuerwehrangehörige im Einsatz. Neben den Feuerwehren aus Rheurdt, Schaephuysen und Kamp-Lintfort unterstützten auch das Ordnungsamt und die Lineg die Maßnahmen. Der Einsatz dauert an.


Durch die Erderwärmung nehmen Hitzeperioden als Belastungsfaktor für Gewässer an Bedeutung zu. Für Feuerwehren könnte das auch abseits klassischer Brand- und Hilfeleistungseinsätze zusätzliche Amtshilfe-Lagen bedeuten.

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