Neumünster (SH) – Bei einem Kellerbrand in der Feldstraße hat die Feuerwehr am Montag fünf Personen aus einem verrauchten Gebäude gerettet. Vier Menschen kamen mit Fluchthauben ins Freie, ein Baby brachte die Berufsfeuerwehr über die Drehleiter in Sicherheit. Die Brandbekämpfung war zunächst erschwert, weil das Feuer im Bereich von Stromverteilern und Leitungen lag.
Beim Kellerbrand in Neumünster rettete die Feuerwehr fünf Personen aus dem verrauchten Gebäude. Rund 45 Einsatzkräfte waren vor Ort. (Bild: Feuerwehr Neumünster)
Gegen 18:05 Uhr war der Löschzug der Berufsfeuerwehr Neumünster mit dem Stichwort „FEU“ zu einer unklaren Rauchentwicklung alarmiert worden. Bei der Erkundung stellte die Einsatzleitung nach Angaben der Feuerwehr fest, dass sich noch Personen im Gebäude befanden. Daraufhin erhöhte sie das Alarmstichwort auf „FEU R5“ und ließ die Freiwillige Feuerwehr Neumünster Mitte nachalarmieren.
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Die Einsatzkräfte leiteten die Menschenrettung ein. Um ausreichend Atemschutzgeräteträger zur Verfügung zu haben, wurde zusätzlich die Freiwillige Feuerwehr Wittorf alarmiert. Vier der fünf Personen brachten Atemschutzgeräteträger unter Verwendung von Fluchthauben in Sicherheit. Das Baby wurde über die Drehleiter der Berufsfeuerwehr gerettet. Bei den übrigen Geretteten handelte es sich um drei Kinder und eine erwachsene Person.
Alle fünf Personen blieben unverletzt. Der Rettungsdienst sichtete sie medizinisch. Ein Transport ins Krankenhaus war nicht erforderlich.
Parallel zur Menschenrettung gingen Einsatzkräfte gegen den Brand im Keller vor. Dort brannte es im Bereich der Stromverteiler und der zugehörigen Leitungen. Deshalb waren zunächst nur kleine Löschversuche möglich. Erst nachdem die Stadtwerke das Gebäude stromlos geschaltet hatten, konnte die Feuerwehr den Brand gezielt bekämpfen.
Über Kabelschächte breitete sich das Feuer nach Angaben der Feuerwehr zudem in eine Wohnung im Erdgeschoss aus. Dort waren weitere Löschmaßnahmen erforderlich, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Rund 45 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr, Freiwilliger Feuerwehr und Rettungsdienst waren beteiligt. Gegen 21:15 Uhr war der Einsatz beendet.