Vier Hubrettungsgeräte und THW-Stapler im Einsatz

37 Stunden Löscheinsatz: Zwei Drittel der Lagerhalle bleiben erhalten

Bergheim (NW) – Rund 37 Stunden dauerte der Einsatz bei einem Großbrand im Gewerbegebiet Paffendorf im Rhein-Erft-Kreis. Vier Hubrettungsgeräte, mehr als zwei Kilometer Schlauchleitung und ein spezieller Stapler des THW kamen zum Einsatz. Etwa zwei Drittel der Lagerhalle blieben erhalten, verletzt wurde niemand.

Schwarzer Rauch
Massiver Rauchaustrag über dem Gewerbegebiet Paffendorf: Mehrere Löschfahrzeuge und Schlauchleitungen im Einsatz, im Hintergrund die dichte schwarze Rauchsäule. (Bild: Feuerwehr Bergheim)

Das Feuer war am Freitag, 21. August 2026, gegen 18:20 Uhr im Außenbereich eines Betriebs an der Willy-Messerschmidt-Straße ausgebrochen. Dort brannten zunächst Dutzende Gitterboxen, die mit Akkus und Elektroaltgeräten gefüllt waren. Die Flammen griffen anschließend auf eine angrenzende Lagerhalle über.

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Wegen der erheblichen Brandlast und der starken Rauchentwicklung konzentrierte sich die Feuerwehr darauf, eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Mehrere Trupps nahmen die Brandbekämpfung von außen mit Strahlrohren auf. Zunächst unterstützten zwei Hubrettungsgeräte den Löschangriff von oben.

Im weiteren Verlauf erhöhte sich deren Zahl auf vier. Die Einsatzkräfte setzten die Hubrettungsgeräte mit Wasserwerfern ein. Dazu gehörte auch ein rund 90 Meter hoher Gelenkmast der RWE-Werkfeuerwehr. Für die Wasserversorgung verlegten die Kräfte mehr als zwei Kilometer Schlauchleitungen. In der Spitze waren mehr als 120 Einsatzkräfte vor Ort. Neben der Feuerwehr Bergheim beteiligten sich umliegende Feuerwehren, das Technische Hilfswerk und das Deutsche Rote Kreuz.

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Seit etwa 4:30 Uhr am Samstag hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten zogen sich jedoch über den gesamten Tag hin, weil Brandstellen in dem betroffenen Hallenbereich immer wieder aufflammten. Die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Bergheim arbeiteten dabei seit Samstagmorgen im Wechsel an der Einsatzstelle.

Um tieferliegende Brandstellen zu erreichen, unterstützte das THW mit einem speziellen Stapler. Damit räumten die Kräfte Gitterboxen und Gebäudeteile aus den betroffenen Bereichen. Anschließend konnte die Feuerwehr die freigelegten Brandstellen kontrollieren und ablöschen.

Löscharbeiten
Nachlöscharbeiten an der Lagerhalle: Einsatzkräfte bekämpfen mit einem Wasserwerfer tieferliegende Brandstellen im betroffenen Hallenbereich. (Bild: Feuerwehr Bergheim)

Wegen der starken Rauchentwicklung wurden in der Nacht Messungen im Stadtgebiet und in angrenzenden Bereichen vorgenommen. Nach Angaben der Feuerwehr ergaben sie keine auffälligen Werte. Eine gesundheitlich relevante Schadstoffbelastung sei nicht festgestellt worden. Die zuvor ausgelöste NINA-Warnung wurde wieder aufgehoben.

Am Sonntag um 7:30 Uhr meldete die Feuerwehr den Brand als gelöscht. Damit endeten Brandbekämpfung und Nachlöscharbeiten nach rund 37 Stunden. Etwa zwei Drittel der Lagerhalle konnten nach Angaben der Feuerwehr vor den Flammen geschützt und erhalten werden. Für Sonntag hatte die Feuerwehr eine weitere Kontrolle der Brandstelle angekündigt, um mögliche verbliebene Glut- oder Brandstellen auszuschließen.

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