Rösrath (NW) – In der Wahner Heide bekämpft die Feuerwehr Rösrath seit Montag, 6. Juli, einen Vegetationsbrand in einem Waldgebiet. Weil ein Munitionsverdacht in dem betroffenen Bereich nicht ausgeschlossen werden kann, betreten die Einsatzkräfte die Fläche nicht. Stattdessen arbeitet die Feuerwehr von sicheren Waldwegen aus mit zwölf Kreisregnern, die nach aktuellen Angaben rund 1.200 Liter Wasser pro Minute auf die Brandfläche aufbringen.
Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Rösrath im Bereich der Wahner Heide. Die Kräfte arbeiteten wegen des nicht auszuschließenden Munitionsverdachts von sicheren Wegen aus. (Bild: Feuerwehr Rösrath)
Am Dienstagmorgen, 7. Juli, lösten Kräfte der Feuerwehr Rösrath die überörtlichen Einheiten ab, die über Nacht eine Brandwache rund um das betroffene Gebiet sichergestellt hatten. Gegen 6 Uhr nahm die Feuerwehr die Löschmaßnahmen wieder auf. Am Mittag konkretisierte sie das Vorgehen: Insgesamt zwölf Kreisregner bewässern die betroffene Waldfläche kontinuierlich. Zusammen bringen sie rund 1.200 Liter Wasser pro Minute auf die Brandfläche, um verbliebene Glutnester zu bekämpfen. Wegen der potenziellen Munitionsbelastung wird die verbrannte Fläche weiterhin nicht betreten.
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Nach einer Vermessung des Gebietes mit einer Drohne bei Tageslicht geht die Feuerwehr inzwischen von einer betroffenen Fläche von rund 1.600 Quadratmetern aus. Am Montagabend hatte sie die Fläche zunächst mit rund 500 Quadratmetern angegeben.
Ausgelöst hatte den Einsatz eine Meldung über eine unklare Rauchentwicklung. Gegen 17 Uhr ging diese bei der Feuer- und Rettungsleitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises ein. Die Feuerwehr verortete den Bereich in der Wahner Heide im Stadtteil Brand der Stadt Rösrath. Die Leitstelle alarmierte daraufhin den Löschzug Rösrath.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte lokalisierte die Feuerwehr einen Vegetationsbrand in einem Waldgebiet. Da in dem betroffenen Bereich der Verdacht auf Munition nicht ausgeschlossen werden kann, entschied die Einsatzleitung aus Gründen des Eigenschutzes, keine Einsatzkräfte in die betroffene Waldfläche zu schicken.
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Zur Unterstützung der Löscharbeiten setzte die Polizei NRW am Montag einen Hubschrauber mit einem Bambi Bucket, also einem Löschwasser-Außenlastbehälter, ein. Mit Einbruch der Dunkelheit konnte der Flugbetrieb nicht fortgeführt werden. Auch aus diesem Grund unterbrach die Feuerwehr die laufenden Löscharbeiten über Nacht.
In der Nacht übernahmen externe Kräfte aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis die Brandwache auf sicheren Waldwegen rund um das betroffene Gebiet. Ein Betreten der Fläche blieb wegen des nicht auszuschließenden Munitionsverdachts weiterhin ausgeschlossen. Die Einsatztaktik richtete die Feuerwehr darauf aus, eine weitere Brandausbreitung zu verhindern und zugleich den Eigenschutz der Kräfte sicherzustellen.
Ein Hubschrauber der Polizei NRW unterstützte die Löscharbeiten in der Wahner Heide mit einem Bambi Bucket. (Bild: Feuerwehr Rösrath)
Bastian Eltner, Leiter der Feuerwehr Rösrath, erklärte am späten Montagabend, der Schutz der Natur und der Eigenschutz der Einsatzkräfte stünden gleichermaßen im Fokus. Solange eine Gefährdung durch mögliche Munition nicht ausgeschlossen werden könne, werde die Feuerwehr keine Einsatzkräfte in diesen Bereich schicken. Die Taktik ziele darauf ab, eine Ausbreitung zu verhindern und die Kräfte bestmöglich zu schützen.
Am Montagabend befanden sich nach Angaben der Feuerwehr rund 200 Einsatzkräfte vor Ort. Neben der Feuerwehr Rösrath waren die Führungsunterstützung des Rheinisch-Bergischen Kreises, die Feuerwehren Overath, Kürten, Burscheid, Odenthal und Leichlingen sowie das Deutsche Rote Kreuz (DRK) eingebunden. Aus Bergisch Gladbach unterstützten außerdem Kräfte in der Informations- und Kommunikationsgruppe des Rheinisch-Bergischen Kreises. Zwei Pressesprecher halfen der Feuerwehr Rösrath zudem bei der Medienarbeit vor Ort.
Mit Kreisregnern bewässert die Feuerwehr die betroffene Waldfläche von sicheren Wegen aus. (Bild: Feuerwehr Rösrath)
Ebenfalls nach Rösrath alarmiert wurde der Waldbrandzug der Feuerwehr Bergisch Gladbach, der sich aus ehrenamtlichen Einheiten zusammensetzt. Er löste in der Nacht die Rösrather Einsatzkräfte ab und stellte bis in die Morgenstunden die Brandwache auf den sicheren Waldwegen rund um das betroffene Gebiet sicher. Geführt wurde der Waldbrandzug durch den diensthabenden Einsatzführungsdienst der Feuerwehr Bergisch Gladbach.
Während des überörtlichen Einsatzes übernahm der diensthabende Leitungsdienst der Feuerwehr Bergisch Gladbach die Einsatzleitung im Stadtgebiet Bergisch Gladbach. Nach Angaben der Feuerwehr Bergisch Gladbach blieb der Grundschutz dort jederzeit sichergestellt. Am Dienstagmorgen waren in Rösrath noch 50 Einsatzkräfte im Einsatz. Den Grundschutz für das Stadtgebiet Rösrath stellte die Feuerwehr Rösrath sicher.
Bei Tageslicht vermaß die Feuerwehr das betroffene Gebiet mit einer Drohne. Danach ging sie von einer betroffenen Fläche von rund 1.600 Quadratmetern aus. (Bild: Feuerwehr Rösrath)
Auch die Bundeswehr ist mit einem Verbindungsbeamten vor Ort. Er soll die Möglichkeiten einer geschützten Räumung des betroffenen Gebietes prüfen.
Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht nach Angaben der Feuerwehr weiterhin nicht. Im Nahbereich gehaltene Tiere wurden durch ihre Besitzer gesichert. Die Feuerwehr bittet die Bevölkerung, den Bereich weiträumig zu meiden und die Einsatzkräfte nicht zu behindern. Der Flugbetrieb des Köln/Bonner Flughafens ist nach aktuellem Stand nicht beeinträchtigt.