Psychosoziale Notfallversorgung

PSNV-E: Feuerwehr Düren bildet erstmals Peers aus

Düren (NW) – Die Feuerwehr der Stadt Düren hat erstmals eine Peer-Ausbildung für Angehörige von Feuerwehr und Rettungsdienst abgeschlossen. Die neuen Ansprechpersonen sollen Einsatzkräfte nach belastenden Einsatzsituationen niedrigschwellig und vertraulich unterstützen.

Teilnehmende der ersten Peer-Ausbildung für Feuerwehr und Rettungsdienst in Düren: Die neuen Peers sollen Einsatzkräfte künftig nach belastenden Situationen niedrigschwellig unterstützen. (Bild: Feuerwehr Düren)

Mit dem Lehrgang baut die Feuerwehr ihren Bereich Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte, kurz PSNV-E, weiter aus. Die Ausbildung fand auf der Feuer- und Rettungswache Düren statt und wurde gemeinsam mit dem Kirchenkreis Jülich umgesetzt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus allen Löschgruppen der Feuerwehr Düren.

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Peers sind gleichrangige Ansprechpersonen aus den Reihen der Einsatzkräfte. Sie bringen eigene Einsatzerfahrung mit und erhalten eine spezielle Schulung, um Kameradinnen und Kameraden sowie Kolleginnen und Kollegen in belastenden Situationen erste Unterstützung anzubieten. Eine therapeutische Aufgabe übernehmen sie nicht. Vielmehr sollen sie als vertrauliche Anlaufstelle innerhalb der Organisation helfen, Belastungsreaktionen frühzeitig wahrzunehmen und bei Bedarf an psychosoziale Fachkräfte oder weitere Hilfsangebote zu vermitteln.

Die Ausbildung umfasste vier Module mit mehr als 30 Unterrichtseinheiten. Auf dem Programm standen Grundlagen der PSNV-E, der Umgang mit Belastungsreaktionen, Kommunikation, Stressbewältigung sowie die Rolle und Grenzen der Peer-Arbeit. Praktische Übungen und Fallbeispiele bereiteten die Teilnehmenden auf ihre künftige Aufgabe vor.

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PSNV für Einsatzkräfte: Wie Feuerwehrleute nach belastenden Einsätzen psychosoziale Unterstützung erhalten und langfristig einsatzfähig bleiben.

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Fachlich ausgearbeitet und durchgeführt wurde der Lehrgang von Beatrix Banik, PSNV-E-Teamleiterin der Feuerwehr Düren, und Christian Heinze-Tydecks vom Kirchenkreis Jülich. Mit dem Abschluss der ersten Peer-Ausbildung ernannte die Feuerwehr zugleich die Teamleitung des PSNV-E-Teams. Diese Aufgabe übernehmen künftig Beatrix Banik und Richard Bergsch.

Beide koordinieren den weiteren Aufbau des Teams, die Einbindung der ausgebildeten Peers und die Entwicklung zusätzlicher Unterstützungsstrukturen innerhalb der Feuerwehr. Nach Angaben der Feuerwehr sollen weitere Qualifizierungen folgen, um die PSNV-E für Feuerwehr und Rettungsdienst in Düren dauerhaft zu stärken.

Feuerwehrleiter Patric Ramacher betont, dass psychosoziale Unterstützung Teil einer professionellen Einsatzorganisation sei. Einsatzkräfte übernähmen täglich Verantwortung für andere Menschen und erlebten dabei auch Situationen, die fachlich anspruchsvoll und menschlich belastend sein könnten. Umso wichtiger seien verlässliche Strukturen innerhalb der Feuerwehr, damit Belastungen frühzeitig wahrgenommen und angesprochen werden könnten.

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