Wien (AT) – Nach einem Großbrand in einem Einfamilienhaus hat die Feuerwehr der Wiener Neustadt mehrere Polizeibeamte für ihre Unterstützung in der Anfangsphase ausgezeichnet. Die Hilfe trug dazu bei, dass die Feuerwehr ein Übergreifen der Flammen verhindern konnte.
Nach Wohnhausbrand in Wiener Neustadt ehrt die Feuerwehr Polizeibeamte für ihre Hilfe in der Anfangsphase des Einsatzes. (Bild: Presseteam d. FF Wr. Neustadt)
Im Rahmen einer kleinen Zeremonie ehrte die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neustadt mehrere Beamte des Stadtpolizeikommandos. Sie hatten während eines Wohnhausbrandes entscheidend unterstützt. Neben Dank- und Anerkennungsurkunden erhielten die Einsatzkräfte auch Ehrenkarten für den Feuerwehrball. Vertreter von Feuerwehr und Polizei betonten dabei die Bedeutung der Zusammenarbeit im Einsatz.
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Auslöser der Ehrung war ein Brand am 14. April 2026 in der Josef-Kuckertz-Gasse. Bereits kurz nach den ersten Notrufen stand das Einfamilienhaus beim Eintreffen der Feuerwehr vom Keller bis zum Dachstuhl in Vollbrand. Aufgrund der Lage erhöhte der Einsatzleiter umgehend auf die höchste Alarmstufe B4 und ließ weitere Kräfte nachalarmieren.
In den ersten Minuten traf zunächst nur eine Löschmannschaft ein. Während zusätzliche Kräfte auf der Anfahrt waren, unterstützten Polizeibeamte und Anrainer die Feuerwehr. Sie halfen beim Aufbau der Wasserversorgung, suchten Hydranten und sorgten dafür, dass Zufahrten freigehalten wurden. Dadurch konnten sich die ersten Feuerwehrkräfte auf den Löschangriff konzentrieren.
Im weiteren Verlauf entwickelte sich ein umfangreicher Einsatz. Mehr als 100 Feuerwehrkräfte aus mehreren Wehren standen im Einsatz. Mit mehreren Rohren und zwei Hubrettungsgeräten bekämpften sie den Brand. Erschwerend kam hinzu, dass sich im Gebäude unter anderem brandfördernde Flüssigkeiten, Gaskartuschen und Batterien befanden.
Ein zentrales Ziel war der Schutz benachbarter Gebäude. Durch den massiven Löschangriff gelang es der Feuerwehr, ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. Erst nach mehreren Stunden konnte „Brand aus“ gemeldet werden.
Insgesamt waren 103 Feuerwehrkräfte sowie 21 Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Polizei beteiligt. Für 32 Atemschutztrupps wurden 120 Atemluftflaschen gefüllt. Parallel stellte eine weitere Feuerwehr den Grundschutz im Stadtgebiet sicher.
Der Bewohner des Hauses erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde nach der Erstversorgung in ein Krankenhaus gebracht. Während der Nachlöscharbeiten entdeckten die Einsatzkräfte zudem eine zunächst vermisste Katze lebend.
Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Für Feuerwehr und Polizei bleibt der Einsatz ein Beispiel dafür, wie entscheidend die Zusammenarbeit bereits in den ersten Minuten eines Einsatzes sein kann.