Kohlenmonoxid in Wohnung

Holzkohlegrill in Wohnung löst Feuerwehreinsatz aus

Dresden (SN) – Nach einem Familiengrillen sind in einer Wohnung im Stadtteil Prohlis mehrere Menschen mit Beschwerden aufgefallen. Feuerwehr und Rettungsdienst stellten bei fünf Betroffenen erhöhte Kohlenmonoxidwerte fest. Alle kamen zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser.

Die Einsatzkräfte messen den CO-Wert im Blut mit einem kleinen Sensor am Finger. (Bild: Feuerwehr Dresden)

In die Senftenberger Straße alarmierte die Integrierte Regionalleitstelle Feuerwehr und Rettungsdienst wegen des Verdachts auf eine Kohlenmonoxidvergiftung. Noch auf der Anfahrt erhielten die Einsatzkräfte den Hinweis, dass mehrere Stunden nach einem Familiengrillen gesundheitliche Beschwerden in einer Wohnung aufgetreten waren. Nach ersten Erkenntnissen war dort ein Holzkohlegrill im Innenraum betrieben worden.

Anzeige

Beim Eintreffen des Einsatzleitdienstes versorgte der Rettungsdienst die Betroffenen bereits vor Ort. Insgesamt trafen die Einsatzkräfte fünf Personen an: drei Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 19 und 44 Jahren. Sie klagten über typische Symptome einer Kohlenmonoxidvergiftung, insbesondere über Kopfschmerzen.

Mit einem speziellen CO-Messgerät überprüften die Kräfte alle Betroffenen. Dabei stellten sie erhöhte Kohlenmonoxidwerte im Blut fest. Nach der medizinischen Einschätzung des Notarztes transportierte der Rettungsdienst alle fünf Personen zur weiteren Behandlung und Abklärung in Krankenhäuser. Um die Transporte zügig abwickeln zu können, forderten die Einsatzkräfte zusätzliche Rettungswagen nach. Die Verteilung auf geeignete Kliniken übernahm der Organisatorische Leiter Rettungsdienst.

PDF-Download: Download: Kohlenmonoxid - unsichtbares Gift

CO-Gefahren erkennen und verstehen!

2,90 €
AGB

Insgesamt waren 10 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Striesen und Altstadt sowie der Rettungswache Reick im Einsatz.

Die Feuerwehr Dresden weist darauf hin, dass Kohlenmonoxid farb-, geruch- und geschmacklos ist und deshalb vom Menschen nicht wahrgenommen werden kann. Das Gas entsteht bei unvollständiger Verbrennung kohlenstoffhaltiger Stoffe, etwa bei Holzkohlegrills, Kaminöfen, Gasthermen, Heizgeräten oder laufenden Motoren in geschlossenen Räumen. Bereits vergleichsweise geringe Konzentrationen können Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit auslösen. Die Feuerwehr warnt deshalb davor, Holzkohlegrills oder andere offene Feuerstellen in geschlossenen Räumen zu betreiben. Es besteht akute Lebensgefahr.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert