Weitere Schaumbildung möglich

Tensidaustritt aus Tanklaster: Feuerwehr bekämpft Schaumbildung

Bad Ditzenbach (BW) – Nach dem Austritt von rund 1.000 Litern Tensid hat die Feuerwehr am Mittwoch einen aufwendigen Schaumeinsatz in Bad Ditzenbach und Deggingen, Kreis Göppingen, bewältigt. Der Stoff floss in den Abwasserkanal, gelangte teilweise in die Fils und führte dort zu starker Verschäumung.

Mit mehreren Strahlrohren benetzen Einsatzkräfte der Feuerwehr in Deggingen die von Schaum bedeckte Wasseroberfläche, um die Auswirkungen des Tensidaustritts zu begrenzen. (Bild: Feuerwehr Deggingen)

Kurz vor 13 Uhr verlor ein Tanklaster bei Bad Ditzenbach-Gosbach nach Polizeiangaben rund 1.000 Liter eines hochkonzentrierten Reinigungsmittels. Das Tensid gelangte in die Kanalisation. Ein Teil des Stoffes schaffte es anschließend in die Fils und sorgte dort für eine starke Verschäumung.

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Nach Angaben von Michael Ziegelin, Kommandant der Feuerwehr Bad Ditzenbach, war die Fils im Bereich Bad Ditzenbach selbst nicht betroffen. Schaum im Fluss zeigte sich erst ab dem Übergang nach Deggingen. Gleichzeitig trat das Mittel im Abwassersystem über Schächte zutage und führte auch dort zu Schaumbildung.

Weil der Schaum stellenweise auf die Fahrbahn gelangte, musste die B466 zwischen Gosbach und Deggingen mehrere Stunden voll gesperrt werden. Die Sperrung dauerte laut Polizeipräsidium Ulm bis 16:15 Uhr.

Um die Schaumbildung einzudämmen, setzte die Feuerwehr mehrere Fahrzeuge und Strahlrohre ein. Gerhard Aßfalg, Kommandant der Feuerwehr Deggingen, schilderte, dass die Einsatzkräfte die Oberfläche der Fils mit Wasser benetzten, damit der Schaum zurückgeht. Dasselbe Vorgehen war auch an der Kläranlage in Deggingen nötig, weil das Mittel über den Kanal dorthin weitertransportiert worden war.

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Zeitaufwendig wurden die Maßnahmen vor allem deshalb, weil immer wieder Stoff nachkam und erneut aufschäumte. Auch dort, wo Schaum aus Schächten austrat, schlug die Feuerwehr ihn mit Wasser nieder.

Insgesamt waren die Feuerwehren Bad Ditzenbach und Deggingen mit rund 60 Kräften im Einsatz. Unterstützung kam von der Feuerwehr Göppingen, der Führungsgruppe des Gefahrstoffzugs, der Straßenmeisterei und der Umweltbehörde. Zusätzlich beriet die Werkfeuerwehr Zeller+Gmelin die Einsatzkräfte als Fachberater Gefahrgut.

Zur Gefährlichkeit des Stoffes machte die Feuerwehr vor Ort keine abschließende Angabe. Es soll nach den vorliegenden Informationen nicht gefährlich sein, Proben wurden jedoch gezogen und werden ausgewertet. Laut Polizei ist wegen der hohen Wasserlöslichkeit eine weitere Schaumbildung flussabwärts bis in Richtung Geislingen möglich.

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