Produktionsnetzwerk

Daimler Truck stellt Produktion mit Blick auf Kosten neu auf

Leinfelden-Echterdingen (BW) – Die Nutzfahrzeugsparte Mercedes-Benz Trucks des Konzerns Daimler Truck will ihr europäisches Produktionsnetzwerk erweitern und neu ausrichten. Das Werk Wörth soll Leit- und Volumenstandort bleiben, während ab Ende des Jahrzehnts ein neuer Montagestandort im tschechischen Cheb Teile des bisherigen Programms aus Wörth und Aksaray übernehmen soll.

Daimler Truck
Daimler Truck richtet das europäische Produktionsnetzwerk der Marke neu aus. (Bild: Daimler Truck AG)

Mit dem geplanten Ausbau des Produktionsverbunds reagiert Mercedes-Benz Trucks nach eigenen Angaben auf die steigende Komplexität durch eine wachsende Zahl von Varianten. Ziel sei es, die Werke effizienter, resilienter und flexibler aufzustellen. Vorgesehen ist, dass in Wörth und Cheb Fahrzeuge mit Diesel- und alternativen Antrieben gebaut werden. Zugleich verweist Daimler Truck auf Kostenoptimierung und darauf, dass Cheb bei Logistik und Kostenstrukturen überzeugende Voraussetzungen biete.

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Vorbehaltlich noch ausstehender Genehmigungen, darunter durch den Stadtrat von Cheb, will das Unternehmen im kommenden Jahr mit dem Bau des neuen Standorts beginnen. Der Hochlauf des neuen Netzwerkkonzepts ist für das Ende des Jahrzehnts vorgesehen. Lackierte Rohbau-Kabinen sollen aus Wörth nach Cheb geliefert werden.

Nach Angaben des Unternehmens bleibt Wörth das Leit- und größte Volumenwerk im europäischen Verbund. Dort sollen auch künftig komplexe Produktionsprogramme und Produktneuanläufe angesiedelt sein. Gleichzeitig will Mercedes-Benz Trucks die Montageprozesse im Werk anpassen, um die hohe Komplexität in der Produktion zu senken. Die Jahresproduktion in Wörth bleibt demnach marktabhängig im mittleren bis hohen fünfstelligen Bereich.

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Bis 2030 will Daimler Truck nach eigenen Angaben mehr als zwei Milliarden Euro in die deutschen Produktionsstandorte investieren. Rund die Hälfte davon ist für Wörth vorgesehen. Dort sind unter anderem eine neue Lackieranlage sowie der Um- und Ausbau des Rohbaus für künftige Fahrerhausgenerationen geplant. Auch die Bereiche CKD-Produktion, Berufsausbildung und Qualifizierung für batterie- und wasserstoffbezogene Aufgaben sollen am Standort weitergeführt werden.

Cheb ist als Montage- und Fertigungsstandort mit einer Kapazität von rund 25.000 Einheiten pro Jahr geplant. Dort sollen mehr als 1.000 Arbeitsplätze entstehen, unter anderem in Fertigung, IT, Qualitätskontrolle und Instandhaltung. Für den Aufbau des Werks ist ein niedriger bis mittlerer dreistelliger Millionenbetrag vorgesehen.

Neben Wörth und dem geplanten Werk in Cheb gehören auch Aksaray in der Türkei und Molsheim in Frankreich zum europäischen Produktionsnetzwerk. Aksaray bleibt laut Unternehmen ein wichtiger Standort für Actros- und Arocs-Modelle, Molsheim ist auf kundenspezifische Umbauten spezialisiert.

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