Kaum ein Beruf oder Ehrenamt vereint eine so große Bandbreite an Aufgaben, Fähigkeiten und Einsatzszenarien wie die Feuerwehr. Technik, Ausbildung und Ausrüstung entwickeln sich immer weiter. Feuerwehren werden zu einem hochspezialisierten System für unterschiedliche Einsatzlagen. Das zeigt sich insbesondere an den Themen dieser Ausgabe.
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Wald- und Vegetationsbrände stellen vielerorts neue Anforderungen an Taktik und Ausrüstung. Am Beispiel der FF Marburg- Cappel wird deutlich, wie spezialisierte Fahrzeugkonzepte entstehen: etwa mit einem Staffellöschfahrzeug zur Vegetationsbrandbekämpfung, das Elemente aus Tanklösch- und Hilfeleistungs- Löschgruppenfahrzeug verbindet. Wir zeigen Euch ab Seite 16, worauf die Verantwortlichen dabei besonderen Wert gelegt haben. Völlig andere Voraussetzungen bei gleicher Aufgabenstellung bieten sich der FF Emmendingen in Baden- Württemberg. Ab Seite 32 stellen wir Euch ihr wendiges und geländefähiges Einsatzfahrzeug mit Waldbrandmodul vor.
Ergänzend geben wir im Service-Teil einen Überblick zu modernen Helmen für Wald- und Flächenbrände. Alle schützen zuverlässig vor Hitze, Funkenflug, herabfallenden Ästen sowie Stößen und Durchdringungen. Wir verraten Euch außerdem, auf welche Funktionen und Merkmale Ihr vor der Beschaffung achten solltet.
Neue Einsatzlagen muss die Feuerwehr nicht immer allein abarbeiten. Ein Beispiel dafür ist die gemeinsame Einsatzgruppe für Hilfeleistungen nach Gebäudeeinstürzen der FF Schwarzenbek und des THW. Das Konzept: Feuerwehrkräfte beginnen mit Erstmaßnahmen, während THW-Spezialisten mit ihrer Technik und Erfahrung darauf aufbauen. Wie die Kooperation genau funktioniert, lest Ihr ab Seite 44.
Auch der Blick ins Ausland zeigt, wie unterschiedlich Feuerwehren organisiert sein können. Die Berufsfeuerwehr Kiruna in Schweden arbeitet mit nur fünf Funktionen pro Schicht in einem riesigen Einsatzgebiet und unter extremen klimatischen Bedingungen. Welche Erfahrungen deutsche Feuerwehrmänner dabei gesammelt haben, zeigen wir Euch ab Seite 52.
All diese Beispiele zeigen: Feuerwehr ist längst mehr als Brandbekämpfung. Sie ist Technik, Teamarbeit, Anpassungsfähigkeit und Innovation zugleich. Gleichzeitig ist sie ein solider Anker in einem größeren System der zivilen Gefahrenabwehr.
Genau deshalb lohnt sich auch der Blick nach vorn und damit auf Seite 88. Die Interschutz 2026 wirft ihre Schatten voraus. Die Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz ist seit Jahrzehnten ein Gradmesser für Innovationen. Sie wird in diesem Jahr nicht nur Fahrzeuge und Ausrüstung zeigen, sondern auch die Antworten auf Fragen, die die Branche in den nächsten Jahren prägen werden. Und auch das Feuerwehr-Magazin wird mit eigenem Programm dabei sein!