München (BY) – Die Feuerwehr München schafft ab Herbst 2026 einen zusätzlichen Zugangsweg für die Ausbildung zum/zur Disponent/in der Integrierten Leitstelle. Damit erweitert die Branddirektion den Kreis möglicher Bewerber.
Symbolfoto: Michael Rüffer
Im Kreisverwaltungsausschuss des Stadtrats hat die Branddirektion den neuen Ausbildungsweg vorgestellt. Künftig soll es neben der zweijährigen Ausbildung zum/zur Betriebsassistent/in mit anschließendem feuerwehrtechnischen Vorbereitungsdienst auch eine dreijährige Ausbildung zum/zur Disponent/in geben, die nicht in ein Beamtenverhältnis führt.
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Nach Angaben der Stadt richtet sich das Angebot gezielt an Interessenten, die die bisherigen Zugangsvoraussetzungen nicht erfüllen konnten. So müssen Bewerber für diesen Weg nicht mehr zwingend EU-Bürger sein. Auch der Sporttest für den Einsatzdienst entfällt. Stattdessen ist ein spezifisches Assessment-Center vorgesehen.
Branddirektionsleiter Wolfgang Schäuble begründete den Schritt damit, dass viele Bewerber bislang am Sporttest scheiterten. Für den Einsatzdienst sei dieser unverzichtbar, für die Tätigkeit in der Leitstelle spiele er jedoch nicht dieselbe entscheidende Rolle. Dort stünden kognitive Fähigkeiten im Vordergrund, die sich über spezielle Assessment-Center-Elemente prüfen ließen.
Kreisverwaltungsreferentin Dr. Hanna Sammüller erklärte, mit der Öffnung des Zugangswegs steige nicht nur die Attraktivität für potenzielle Bewerber. Zugleich erhielten mehr Menschen die Möglichkeit, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten bei der Branddirektion einzubringen. Ziel sei es auch, die Vielfalt innerhalb der Feuerwehr weiter zu stärken.
Nach Darstellung der Branddirektion orientiert sich München mit dem neuen Modell an anderen Standorten in Bayern. Interessierte finden ab 15 Jahren aktuelle und detaillierte Informationen zu den Berufsbildern bei der Branddirektion auf der Internetseite der Stadt München.