München (BY) – Der Stadtrat hat mehrere Bau- und Sanierungsmaßnahmen für die Feuerwehr beschlossen. Trotz angespannter Haushaltslage sollen Ausbildung und Einsatzbetrieb durch angepasste Lösungen gesichert werden.
Symbolfoto (Bild: Feuerwehr München)
Mit veränderten Zeitplänen und Interimsmaßnahmen reagiert die Feuerwehr auf die finanzielle Situation der Landeshauptstadt. Beschlossen wurden unter anderem der Neubau einer Übergangs-Übungshalle für die Feuerwehr- und Rettungsdienstschule (FRSM), ein neues Brandsimulationshaus, eine Schlauchwerkstatt sowie Sanierungsarbeiten an der Feuerwache 9 in Neuperlach.
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Hintergrund sind deutliche Abnutzungserscheinungen an bestehenden Einrichtungen. Die Übungshalle der FRSM in der Aidenbachstraße stammt aus dem Jahr 1967 und kann nach 2027 nicht weiter genutzt werden. Auch die dortige Schlauchwerkstatt und die Brandsimulationsanlage gelten als sanierungsbedürftig. Parallel dazu besteht an der Feuerwache 9 kurzfristiger Sanierungsbedarf.
Um die Maßnahmen trotz knapper Mittel umzusetzen, setzt die Feuerwehr auf angepasste Nutzungskonzepte. So konzentriert sich die Sanierung der Feuerwache 9 auf einsatzrelevante Bereiche. Freie Räume sollen künftig die Schlauchwerkstatt aufnehmen.
Am Standort der Feuerwehr- und Rettungsdienstschule ist ein neues Brandsimulationshaus mit angeschlossener Atemschutzwerkstatt vorgesehen. Zusätzlich entsteht auf dem Gelände des geplanten Neubaus der Feuerwache 6 in Aubing zunächst eine Lagerhalle. Diese dient vorübergehend als Übungsort für die FRSM, bis eine neue Übungshalle gebaut wird.
Nach Angaben der Kreisverwaltungsreferentin Dr. Hanna Sammüller bleibt eine leistungsfähige Feuerwehr trotz Haushaltslage prioritär. Gleichzeitig würden die Maßnahmen gezielt angepasst, um sie effizient umzusetzen. Der Leiter der Branddirektion, Wolfgang Schäuble, bezeichnet die Projekte als Kompromisslösungen, die sowohl den Einsatzbetrieb sichern als auch die Ausbildungsqualität erhalten sollen.