Samstag, 10. Dezember 2016

Neuer Unimog läuft vom Band

16. Juli 2014 von  

Wörth (RP) – Im Werk Wörth hat sich der neue Stern unter den Mercedes-Benz Sonderfahrzeugen  zum ersten Mal gezeigt: Ab sofort startet im größten Lkw-Werk die Serienfertigung der neuen Generation des hochgeländegängigen Unimog. Der erste Vertreter, ein arktisweiß lackierter U 5023 4×4, verließ am 15. Juli 2014 die Fertigungslinie. Das jüngste Mitglied der Unimog-Familie präsentierte sich direkt nach dem Bandablauf im Rahmen einer „Generationenfahrt“, die einen kleinen Ausschnitt aus 63 Jahren Unimog-Geschichte reflektierte und einen Einblick in die Faszination und Einzigartigkeit des hochgeländegängigen Unimog vermittelte.

Die neuen Fahrzeuge sind umweltfreundlich und so robust wie ihre Vorgänger. Dazu tragen die neuen Euro 6-Motoren bei. Ob bei der Waldbrandbekämpfung, im Energiesektor oder im Pipelinebau, im Katastrophenschutz, bei Kraneinsätzen oder Expeditionen, ob bei der Rettung von Menschen oder der Bergung von Maschinen – überall, wo Straßen in schlechte Wege und freies Gelände übergehen, erlauben die beiden hochgeländegängigen neuen Unimog-Typen das problemlose Weiterkommen. Wesentlicher Unterschied: die Achslasten und die zulässigen Gesamtmassen, die beim U 4023 maximal 10,3 Tonnen, beim U 5023 bis zu 14,5 Tonnen betragen.

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Jüngstes Mitglied der Unimog-Familie: der neue hochgeländegängige Unimog in Euro 6, der am 15. Juli in Wörth erstmals vom Band lief. Foto: Mercedes-Benz

Die neuen Unimog verfügen über ein Kurzhauber-Fahrerhaus mit neu gestaltetem Kühlergrill und Stoßfängern, die mit modernen Bi-Halogen-Scheinwerfern ausgestattet sind. Die neue Heizungs- und Klimaanlage sorgt für ein angenehmes Arbeitsklima, während das übersichtliche Bedienkonzept sowie die Frontkamera zur Sichtfelderweiterung den Betrieb und das Handling erleichtern. Der Antrieb erfolgt über einen drehmomentstarken Euro 6-Vierzylindermotor aus der Motorbaureihe OM 934 und macht den Unimog mit einer technischen Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h autobahntauglich. Standardisierte Anbindungspunkte lassen unterschiedlichste An- und Aufbauten zu, während die leistungsgesteigerte Fahrzeughydraulik und ein neuer Motor-Nebenabtrieb als mechanische Schnittstelle den Antrieb leistungsstarker Geräte bis zu 600 Nm ermöglichen. Für höchste Sicherheit steht eine kraftvolle Premium-Motorbremse zur Verfügung. Darüber hinaus senken verlängerte Wartungsintervalle die Wartungskosten.

Unübertroffen leistungsstark im Gelände

Umfassend ausgebaut wurden die Fahreigenschaften in schwerem Gelände. Dazu zählen ein tieferer Schwerpunkt, druckluftbetätigte Scheibenbremsen an allen Rädern, verstärkte Achsen, ein überarbeitetes Schubrohrkonzept mit verstärkter Achsanbindung vorn, neue Stabilisatoren an der Vorderachse und eine vor Schmutz geschützte Unterbringung aller Aggregate. Zuschaltbarer Allradantrieb, Differenzialsperren rundum, ABS und die Schnellreversierfunktion EQR (Electronic Quick Reverse) sind Standard. Eine Verwindungsfähigkeit von bis zu 600 Millimetern, eine Achsverschränkung von bis zu 30 Grad, hohe Böschungswinkel von 44 Grad vorn und 51 Grad hinten, ein Rampenwinkel von 34 Grad, eine mit 45 Grad extrem hohe Steigfähigkeit, ein seitlicher Neigungswinkel von 38 Grad und eine Watfähigkeit von maximal 1,20 Meter sind Werte, die eine sichere Fahrt in extremen Offroad-Situationen möglich machen. Eine zusätzliche Geländegruppe deckt den Geschwindigkeitsbereich von 2,5 km/h bis 35 km/h ab. Völlig neu konzipiert wurde die Reifendruckregelanlage Tirecontrol Plus mit den Wahloptionen „Schlechtweg“, „Sand“ und „Straße“. (Text und Foto: Mercedes-Benz)

Kommentare

14 Kommentare zu “Neuer Unimog läuft vom Band”
  1. Christian sagt:

    Ich find ihn Optisch wieder schick… die „Runde“ Variante der Vorgänger hat meinen Geschmack nicht getroffen.. dieser hier erinnert eher an die älteren richtig schicken Mog´s 🙂

  2. Matthias Gerhardy sagt:

    Es ist ein Unimog – kein LKW-Chassis im klassischen Sinne. Die Anschaffung sollte schon überlegt werden, denn der Preisunterschied zu den normalen 4×4 Fahrgestellen ist schon deutlich. Anderserseits wird der Mog immer noch dort fahren können, wo MAN, IVECO und die Anderen stecken bleiben.

    Es wird auch immer ein Chassis für Sonderlösungen bleiben, wie z.B. früher das TLF-W. Ein Mog war noch nie für eine Staffel-oder Gruppenkabine ausgelegt, immer nur für Trupp.

    Und meine Erfahrungen aus 40 Jahren Mog fahren haben immer gezeigt, daß es kein Wettbewerbsfahrgstell dazu gibt – alle bisher aufgeführte Vergleiche der anderen Hersteller hinken.

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