Samstag, 10. Dezember 2016

Der Super-Schlepper von Krakau

21. Oktober 2016 von  

Krakau (Polen) – Er nennt sich SCRDrog Rotator (samochód ciężki ratownictwa drogowego), und ist ein Schweres Straßen-Bergefahrzeug. Diesen echten Super-Schlepper hat die Państwowa Straż Pożarna (PSP) Kraków auf Basis eines Renault K460 mit einem technischen Aufbau in Form eines Century Rotator 1150R und dem feuerwehrtechnischen Ausbau durch die Firma Wawrzaszek ISS (WISS) in Dienst gestellt. Stationiert ist das Fahrzeug, das durchaus den 10 größten Feuerwehrfahrzeugen in Deutschland Konkurrenz macht, auf der Feuerwache 2 (JRG 2) der Berufsfeuerwehr Krakau.

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Der Super-Schlepper: Dieses Schwere Berge-Fahrzeug auf Renault K460 P8x4 XTREM.44 mit einem Century Rotator 1150R-Aufbau beschaffte die BF Krakau. Den feuerwehrtechnischen Aufbau übernahm WISS. Foto: Gotta

Als Fahrgestell dient ein Renault K460 P8x4 XTREM.44 mit Euro 6 und einem Reihen-6-Zylinder-Dieselmotor mit Hochdruck-Direkteinspritzung Common Rail. Aus 10.800 Kubikzentimeter Hubraum holt er eine Leistung von 338 kW/460 PS bei 1.700 bis 1.900 Umdrehungen pro Minute mit einem Drehmoment von 2.200 Newtonmeter bei 1.000 bis 1.400 Umdrehungen pro MInute. Im automatischen 12-Gang-Getriebe stehen zwölf Vorwärts- sowie drei Rückwärtsgänge zur Verfügung.

Weitere technische Daten:

  • zulässige Gesamtmasse: 35.000 kg
  • Achslasten: 18.000 kg/9.500 kg/19.000 kg/19.000 kg
  • Radstand: 1.995 mm/4.005 mm/1.370 mm
  • Nutzlast: 20.604 kg (ohne Aufbau)
  • Länge: 9.960 mm
  • Breite: 2.536 mm
  • Höhe: 3.415 mm
  • Wendekreis: 11,8 m
  • Höchstgeschwindigkeit: elektronisch abgeriegelt bei 88 km/h

Als Aufbauhersteller fungierte die WISS Wawrzaszek aus Bielsko-Biala (Polen). 2015 begann das Unternehmen mit dem Bau des Boliden, 2016 konnte das Unternehmen das Fahrzeug an die BF Krakau übergeben. Drei Mann Besatzung sind für den Betrieb vorgesehen. Besitzt bereits das Renault-Fahrgestell beeindruckende technische Daten, so  hat es auch der Aufbau in sich. Der Ausleger des Century Rotator 1150R von Miller Industries aus Ooltewah (US-Bundesstaat Tennessee) besitzt eine maximale Hublast von  58.000 Kilogramm gerade nach hinten. 25.000 Kilogramm sind es zur Seite. Voll ausgefahren bleiben noch 8.000 Kilogramm.

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Insgesamt verfügt das Fahrzeug über sieben Seilwinden, davon alleine vier am Ausleger. Dieser kann direkt nach hinten Lasten bis 58 Tonnen Masse heben. Foto: Gotta

Sieben Seilwinden für den Bergungseinsatz

Insgeamt sieben Winden mit unterschiedlichen Zugkräften stehen für den Bergungseinsatz bereit:

  • 1x 30 kN (3.000 kg), Seillänge 50 m, Hauptwinde,
  • 2x 20 kN (2.000 kg), Seillänge 50 m, am Rotator,
  • 2x 12,5 kN (1.250 kg), Seillänge 50 m, am Rotator,
  • 2x 7,5 kN (750 kg), Seillänge 50 m, Seitenwinden.

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