Produkt: Sonderheft: Verhalten im Innenangriff
Sonderheft: Verhalten im Innenangriff
Aktualisierte Neuauflage +++ das begehrte Ausbildungs-Sonderhefte „Verhalten im Innengriff“
Aufklärungskampagne

Heute ist bundesweiter Rauchmeldertag

Berlin – Freitag der 13. ist Rauchmeldertag. Und dieses Mal feiert die Initiative “Rauchmelder retten Leben” ihr 20-jähriges Bestehen. Nach den Osterferien ab dem 20. April können Schulen und Schüler Projekte zum Thema Brandschutzaufklärung/Brandschutzerziehung anmelden. Dem Gewinner winkt ein Preisgeld.

“Als wir im Jahr 2000 mit unserer Initiative starteten, waren höchstens 5 Prozent der deutschen Haushalte mit Rauchmeldern ausgestattet. Unsere Recherchen zum richtigen Verhalten im Brandfall brachten zudem falsche und sehr gefährliche Mythen bei den Verbrauchern zum Vorschein. Unsere Aufgabe war sogleich klar: Wir mussten die Feuerwehren, Schornsteinfeger und öffentliche Versicherungen aktiv dabei unterstützen, die Menschen vor Ort zum Thema Brandschutz aufzuklären”, sagt Norbert Schaaf, Vorsitzender der Initiative “Rauchmelder retten Leben” anlässlich des 20-jährigen Jubiläums.

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Albrecht Broemme, Ehrenpräsident des Technischen Hilfswerks (THW), der damals als Landesbranddirektor Berlins die Kampagne initiierte, ergänzt: “Neben der Aufklärungsarbeit der vielen Ehren und Hauptamtlichen hat uns bei der Brandschutzprävention die sukzessive Einführung der Rauchmelderpflicht geholfen. Ich bin froh, dass diese gesetzliche Grundlage auch in Berlin sowie in Brandenburg und damit in allen Bundesländern geschaffen wurde.”

Übergangsfrist für Berlin und Brandenburg endet am 31. Dezember. Als letzte Bundesländer hatten Brandenburg (im Jahr 2016) und Berlin (2017) die Rauchmelderpflicht für Neu- und Umbauten eingeführt. Die Übergangsfrist für die Nachrüstung von Bestandsbauten endet zum Jahreswechsel.

Rauchmeldertag
Symbolfoto: Sven Buchenau

Schülerwettbewerb zum Verhalten im Brandfall

“120 Sekunden – das ist die Zeit, die in der Regel bleibt, sich in Sicherheit zu bringen, wenn es brennt und der Rauchmelder alarmiert”, sagt Frieder Kircher, Vorsitzender des Ausschusses. “Die meisten Menschen wissen aber nicht, wie sie sich im Brandfall richtig verhalten und riskieren ihr Leben, weil sie beispielsweise ins verrauchte Treppenhaus laufen. Das Installieren von Rauchmeldern und das richtige Verhalten im Brandfall sind daher lebenswichtig. Dieses Wissen möchten wir mit unserer neuen Kampagne vermitteln.”

Der Wettbewerb richtet sich an Schüler der Klassen 7 bis 10 aller Schulgruppen und Bundesländer. Er soll helfen, das richtige Verhalten im Brandfall zu erlernen und kreativ weiter zu vermitteln. Auf der Webseite 120sek.de finden Lehrer, Schüler und Feuerwehren alle Informationen zum Wettbewerb, dem Preisgeld sowie Arbeitsmaterialien. Der Gewinner wird am 11. Februar 2020, dem Internationalen Notruftag 112, öffentlich bekanntgegeben.

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Unterdessen bereiten vfdb und DFV in enger Abstimmung mit der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren in Deutschland (AGBF Bund) eine ausführliche Fachempfehlung zum Verhalten im Brandfall vor, die künftig als Richtline für die Brandschutzaufklärung dienen soll. Ziel ist es unter anderem, nach Abstimmung mit den in Deutschland wesentlichen Gremien des Brandschutzes eine einheitliche Fachmeinung zu formulieren, die von allen Ausbildern einheitlich bundesweit vertreten werden kann.

Passend zum Thema:

Die Experten gehen davon aus, dass ein Brand für die Bewohner eines Hauses oder einer Wohnung immer ein außergewöhnliches, überraschendes und erschreckendes Ereignis bedeutet: “Die meisten Menschen haben weder Erfahrung noch Übung im Umgang mit einem Schadenfeuer und wie sie sich unter Brandrauchbelastung richtig verhalten müssen. In der Regel können sie das Risiko für sich selbst und ihre Mitbewohner auch nicht abschätzen. Darüber hinaus ist nur wenigen Betroffenen klar, dass sie die Ausbreitung der Gefahr begrenzen oder verzögern könnten.”

Rauchmeldertag
Symbolfoto: Olaf Preuschoff

Deshalb sollte sich eine kompetenzorientierte Brandschutzaufklärung auf ein Minimum an kurzen und eindeutigen Anweisungen beschränken. Was angemessenes Verhalten im Brand ist, hänge stark von der Wohnsituation der Betroffenen ab. Grundsätzlich sei zwischen Ein- und Mehrfamilienhäusern zu unterscheiden. Dies wird in der geplanten Fachempfehlung berücksichtigt.

Beispiele für Alarm- und Batteriewarntöne von Rauchmeldern finden sich auf der Website der Initiative “Rauchmelder retten Leben”.

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