11-Jährige unter Trümmern verschüttet

Schulbus rammt Feuerwehrhaus: zwei Schwerverletzte

Petting (BY) – Auf eine außergewöhnliche Lage trafen Rettungskräfte am frühen Mittwochnachmittag in Petting (Kreis Traunstein). Ein Schulbus hatte das Haus der örtlichen Feuerwehr gerammt, nachdem er zunächst mit einem entgegenkommenden VW Bus kollidiert war.

Ein Schulbus hat nach einer Kollision mit einem anderen Fahrzeug das Feuerwehrhaus Petting (BY, Kreis Traunstein) gerammt. Bilanz des Unfalls: zwei Schwer- und zwei Leichtverletzte. (Bild: 7aktuell.de)

Wie das Presseteam des Kreisfeuerwehrverbands mitteilt, hatte der 61-jährige Fahrer des Schulbusses die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Er war in eine Ecke des Feuerwehrhauses gekracht.

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Durch die Wucht des Aufpralls stürzte eine Seitenwand des Gebäudes ein. Außerdem wurde ein Tor der Fahrzeughalle aus der Verankerung gerissen und ein Löschgruppenfahrzeug erheblich beschädigt.

Auf dem Hof des Hauses kam der Schulbus mit einem stark zerstören Frontbereich zum Stehen. In dem Fahrzeug befanden sich zu diesem Zeitpunkt laut Polizei auch noch zwei Schülerinnen im Alter von 9 und 11 Jahren.

Der Fahrer wurde schwer verletzt und im Bus eingeklemmt. Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten ihn mit hydraulischen Rettungsgeräten befreien. Die Besatzung eines Rettungswagens und ein Notarzt brachten ihn ins Klinikum Traunstein.

11-Jährige unter Trümmern verschüttet

Unter Ziegeln der eingestürzten Hauswand war die ebenfalls schwer verletzte 11-Jährige verschüttet. Diese mussten Rettungskräfte mithilfe von hydraulischen Geräten ausgraben. Die Besatzung des österreichischen Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ flog sie in das Landeskrankenhaus Salzburg.

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Nur leichte Verletzungen trug das 9-jährige Mädchen davon. Thomas Sammer, 2. Kommandant der Feuerwehr Petting, kümmerte sich um die Erstversorgung. Er hatte sich zum Unfallzeitpunkt in der Nähe befunden.

Der BRK-Rettungsdienst brachte das Schulkind ebenfalls in das Klinikum Traunstein. Ein weiteres RTW-Team transportierte die leicht verletzte 47-jährige Fahrerin des VW Busses, ein Reisemobil des Typs California, in die Kreisklinik Trostberg.

Großaufgebot an Kräften

Insgesamt waren mehr als 100 Feuerwehrkräfte vor Ort. Neben der FF Petting waren dies Einheiten aus Waging, Gaden, Lampoding, Kirchanschöring und Laufen sowie Kreisbrandrat Christof Grundner, Kreisbrandinspektor Günter Wambach und Kreisbrandmeister Hans Heinrich.

Vom Rettungsdienst kamen der Rettungshubschrauber „Christoph 14“ aus Traunstein, „Christophorus 6“, zwei weiteren Notärzte, die Besatzungen von sieben Rettungs- und Krankenwagen, zwei Schnell-Einsatz-Gruppen „Transport“ des BRK sowie der Einsatzleiter Rettungsdienst, die Sanitätseinsatzleitung und die Unterstützungsgruppe (UG-San-EL) zum Pettinger Feuerwehrhaus.

Zusätzlich forderte die Einsatzleitung einen Fachberater des Technisches Hilfswerks zur Beurteilung des Gebäudeschadens an. Auch Vertreter des Landratsamtes Traunstein, Abteilung Katastrophenschutz und der Gemeinde Petting kamen zum Unfallort.

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Rund 6 Stunden lang blieb die Kreisstraße, an der sich das Feuerwehrhaus befindet, komplett gesperrt. Nach der Rettungsaktion und der Unfallaufnahme stützen Kräfte die Fahrzeughalle ab und verschalten sie mit Holz. Laut KFV Traunstein ist die Ortswehr Petting voraussichtlich ab heute wieder einsatzbereit.

Ein Sachverständiger erhielt von der Staatsanwaltschaft Traunstein den Auftrag, ein Gutachten zur Klärung der Unfallursache zu erstellen. Laut ersten Schätzungen beläuft sich der Schaden auf mehrere hunderttausend Euro.

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