Mercedes Atego trägt Magirus-Aufbau

Für Steigungen gerüstet: LF 10 mit rund 300 PS

Henfenfeld (BY) – Der 7,7-Liter-Dieselmotor (Euro 6) des neuen Löschgruppenfahrzeugs (LF 10) der FF Henfenfeld leistet stattliche 220 kW, das sind 299 PS. Magirus fertigte den AluFire 3-Aufbau auf einem Mercedes Atego 1630 AF.

Auf einem Mercedes Atego 1630 AF basiert das LF 10 der FF Henfenfeld (BY).

„Unsere Lage am Rand der Hersbrucker Schweiz beschert uns in unserem Einsatzgebiet und in der Umgebung so manche ordentliche Steigung“, erklärt Christian Maderer, Kommandant der Feuerwehr Henfenfeld. Rund 1.900 Menschen leben in der kleinen Gemeinde im Landkreis Nürnberger Land im Osten von Mittelfranken.

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Neben einem Mehrzweckfahrzeug (MZF) gehörte bisher ein LF 8/6 von Iveco, Baujahr 1992, zum Fuhrpark. Nach 27 Dienstjahren fiel die Entscheidung, einen entsprechenden Nachfolger zu beschaffen – nach aktueller Norm also ein LF 10.

Beim Aufbau erhielt wieder Magirus den Zuschlag. Diesen führte es mit sieben Geräteräumen aus.
Der Atego 1630 AF weist eine Gesamtmasse von 14.000 kg, ein automatisches Getriebe und Allradantrieb auf. Mit einem Radstand von 3.860 mm und einer Gesamtlänge von 7.300 mm bleibt er aber verhältnismäßig wendig.

1.600-Liter-Löschwassertank

Die eingebaute Pumpe bietet eine Leistung von 2.200 Litern pro Minute bei einem Nennförderdruck von 10 bar. 1.600 Liter fasst der Löschwassertank.

Aus einem 120-Liter-Tank lässt sich Schaummittel über die automatische Druckzumischung CaddiSys 30 dem Löschwässer beifügen.

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Um einen Löschangriff vorzunehmen, gibt es auf beiden Seiten in den Traversenkästen je einen Schnellangriffsverteiler. In Geräteraum 6 befindet sich ein in Buchten gelegter C-Schlauch mit gekuppeltem Hohlstrahlrohr zur schnellen Wasserabgabe.

Mit dem LF 10 ist aber noch eine dritte Variante möglich: Auf dem Aufbau ist eine Halterung montiert, in die ein mobiler Monitor von AWG mit einer Leistung von 1.200 Litern pro Minute eingesteckt werden kann.

Eine feste Verrohrung gibt es dafür aber nicht. „Der Monitor wir im Einsatzfall ganz normal über eine Schlauchleitung gespeist“, erklärt der Kommandant.

Klappe statt Rollladen

Zur weiteren Beladung gehören unter anderem ein Stromerzeuger ESE 1408 Super Silent Plus von Endress, Beleuchtungssatz, Motorsäge mit Zubehör, Mehrzweckzug MZ 32, Säbelsäge, Kaminkehrerwerkzeug, Türöffnungswerkzeug, Tauchpumpe, Lüfter, Kleinlöschgerät Hi-CAFS, Sicherungstrupptasche und für die Verkehrsabsicherung vier Euroblitz, zwei Faltsignale und sechs Pylonen. In der Kabine haben vier Atemschutzgeräte, ein Notfallrucksack, eine Wärmebildkamera und ein Ex-Messgerät ihren Platz.

Den Aufbau mit sieben Geräteräumen fertigte Magirus in AluFire 3-Bauweise.

„Ein hydraulischer Rettungssatz war für uns kein Thema“, erklärt Maderer. „Bei den Nachbarwehren sind genug Rettungssätze vorhanden.“

Für ausreichend Licht an der Einsatzstelle sorgt ein integrierter pneumatischer Lichtmast mit sechs 24-Volt-LED-Scheinwerfern, eine Umfeldbeleuchtung sowie zwei Arbeitsscheinwerfer vorn auf der Fahrerkabine.

Am Heck haben sich die Henfenfelder für eine Klappe statt eines Geräteraumrollladens entschieden. Hierauf sind Silhouette, das Gemeindewappen und der Ortsname zu sehen. Damit auch wirklich jeder sieht, wem das LF 10 gehört, ist rund um das Fahrzeug auf den Außenseiten insgesamt sechs Mal der Gemeindename zu lesen.

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