Zum Einsatzbericht in Heft 8/2019

16.000 Reifen abgefackelt: Feuerwehr-Führung zieht Bilanz

Elsenfeld (BY) – Ein Lager mit 4.000 Reifensätzen gerät in Elsenfeld (Kreis Miltenberg) in Brand. Wegen der rasend schnellen Ausbreitung der Flammen setzt die Feuerwehr zahlreiche Rohre ein. Nach einer Stunde reicht das Wasser aus dem Hydrantennetz nicht mehr aus. deshalb zapfen die Kräfte einen aufgestauten Fluss an und fördern 8.000 Liter pro Minute zur Einsatzstelle. Den gesamten Bericht könnt Ihr im Feuerwehr-Magazin 8/2019 lesen. Hier ist das Fazit der Feuerwehr-Führung zu diesem Großbrand.

Brandbekämpfung
Ein Großbrand im Bayerischen Elsenfeld zerstört 16.000 Reifen und eine Lagerhalle. Foto: Ralf Hettler

“Schon kurz nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war sofort klar, dass die bereits im Vollbrand stehende Halle nicht zu retten war”, erklären Kreisbrandrat Meinrad Lebold und Kreisbrandinspektor Johannes Becker. “Auch ein umfassender Löschangriff musste unterbleiben, da zuerst die Nachbargebäude auf beiden Seiten geschützt werden mussten. Der Schutz derselben ist gelungen. Neben dem kompletten Gebäude sind rund 4.000 Rad- und Reifensätze ein Raub der Flammen geworden. In der Halle selbst wurden Geräte, wie zum Beispiel ein Gabelstapler, zerstört.

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Der Bürotrakt konnte weitgehend geschützt werden. Unternehmer und Besitzer Udo Wehren hatte schon vorgesorgt und alle elektronischen Daten extern gesichert. Er lobte die gute Arbeit der Feuerwehren und aller Helfer, die ihn und seine Familie unterstützt hätten. Er berichtete, dass nur 20 Minuten vor dem Feueralarm der letzte Mitarbeiter die Firma verlassen habe. Er selbst sei wenige Minuten zuvor an der Halle vorbeigefahren, ohne etwas zu erkennen.

Hervorzuheben ist die sofortige Hilfe der benachbarten Firma KJBrand für die Bereitstellung der Sanitäranlagen und des Gebäudes für die Verpflegung der Einsatzkräfte. Hierdurch konnte die Einsatzstellenhygiene sichergestellt werden. Noch in der Nacht und am darauffolgenden Tag haben die Brandermittler der Kriminalpolizei Aschaffenburg zusammen mit dem Landeskriminalamt die Ermittlungen aufgenommen. Sie stellen den Akku eines Notebooks als Brandursache fest. Dadurch entsteht ein Millionenschaden. 157 Kräfte sind insgesamt im Einsatz gewesen.”

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