Katastrophenschutz

Drei GTLF für Waldbrandbekämpfung in Thüringen

Nobitz (TH) – Der Freistaat Thüringen hat am Mittwoch, den 28. Januar, drei Großtanklöschfahrzeuge (GTLF) an die Kreise Hildburghausen, Kyffhäuser und Sonneberg übergeben. Die Fahrzeuge mit jeweils 10.000 Litern Löschwasser sollen die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung im Katastrophenschutz stärken.

Übergabe in Nobitz: Vertreter des Landes Thüringen und des Aufbauherstellers Schmitz Feuerwehrtechnik GmbH posieren mit drei neuen Großtanklöschfahrzeugen (GTLF) für den Katastrophenschutz. (Bild: Thüringer Ministerium für Inneres, Kommunales und Landesentwicklung)

Die Fahrzeuge wurden beim Aufbauhersteller Schmitz Feuerwehrtechnik GmbH in Nobitz übergeben. Das Land Thüringen ordnet die drei Großtanklöschfahrzeuge einem landesweiten Ausstattungsprogramm zur Stärkung des Katastrophenschutzes zu.

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Bevölkerungsschutzstaatssekretär Andreas Bausewein verwies darauf, dass die vergangenen Sommer die Bedeutung einer leistungsfähigen Löschwasserversorgung bei Wald- und Vegetationsbränden gezeigt hätten. Mit den neuen GTLF erhöhe das Land die Einsatzfähigkeit der Katastrophenschutzeinheiten und sorge für mehr Sicherheit.

Auffällig ist das Löschwasservolumen: 10.000 Liter pro Fahrzeug – die bislang eingesetzten Tanklöschfahrzeuge (TLF) können maximal 4.000 Liter Wasser mitführen. Die Fahrzeuge sind den Katastrophenschutz-Unterstützungseinheiten Wassertransport zugeordnet und kommen in Kombination mit bereits vorhandenen Tanklöschfahrzeugen (TLF-Wald) mit 3.000 Litern Löschwasservolumen zum Einsatz.

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Rund 590.000 Euro kostet jedes Fahrzeug; die Ausgaben trägt nach Angaben des Landes vollständig Thüringen. Drei weitere Großtanklöschfahrzeuge sollen im zweiten Quartal 2026 an Suhl, Weimar sowie an den Landkreis Sömmerda ausgeliefert werden.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Die “schmalen Waldwege” werden von Holz-LKW befahren, die zur Bewältigung der Borkenkäferschäden 44t wiegen dürfen und in der Realität oft noch schwerer beladen sind – Und das zum Teil ohne Allrad-Antrieb. Die Forst-Harvester wiegen je nach Beladung zwischen 15t und 60t. Die GTLFs wiegen “nur” 22t, haben Allrad, fahren sich selbst in steilen Passagen überraschend leichtfüßig und sind neben dem reinen Wassertransport auch für den Primäreinsatz mit Dachmonitor und mehreren D-Abgängen für Pump-and-Roll ausgestattet.

    Ich empfehle mal ein GTLF in real anzuschauen und vielleicht auch mal vor Ort im Thüringer Wald zu wandern um zu sehen, wie die Verhältnisse vor Ort wirklich aussehen.

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  2. @Ernst
    @Uwe
    Als ob die Fahrzeuge bis in den Wald direkt an die Brandstelle fahren müssten… macht absolut keinen Sinn wenn man diese mit TLF 3000 kombiniert. Mit kommentieren ist es übrigens wie am Funk: “denken, drücken, (Digitalfunk: warten), sprechen”

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  3. als Zubringer für Wasserversorgug Top. im Wald auf schmalen wegen oder kaum tragfähigen untergrundmicht zweckdienlich.

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  4. Klar, im Sommer bei großer Trockenheit steht ja auch ausreichend Wasser zur Verfügung. Und einen Truck mit ca 27 Tonnen Gewicht, den bewegt man ja auch so einfach durch den Wald, als Hobbytrucker.

    Falscher Weg:
    Wasser effizienter nutzen, moderne umweltfreundliche Netzmittel einsetzen, wie sie in ähnlicher Form in der Landwirtschaft eingesetzt werden und kleinere Fahrgestelle verwenden, das wäre der richtige Weg. Aber im Ministerium und in der Schule sitzen ja die wirklichen Experten.

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