Sechs Termine ab September

Digitale Sprechstunden gegen Desinformation

Berlin – Sechs kostenlose digitale Sprechstunden bietet das Projekt „Brandherd Desinformation“ ab September 2026 an. CORRECTIV und die Deutsche Jugendfeuerwehr (DJF) wollen damit Jugendfeuerwehrwartinnen und -warte dabei unterstützen, Desinformation, Debattenkompetenz und Social Media in der Jugendarbeit aufzugreifen. Die Workshopphase an sechs Standorten ist inzwischen abgeschlossen.

Aufnahmen aus den Workshops bei den Jugendfeuerwehren: Im Projekt „Brandherd Desinformation“ beschäftigten sich die Teilnehmenden unter anderem mit Social Media, Künstlicher Intelligenz und Falschinformationen. (Bild: CORRECTIV)

Das Projekt startete Anfang 2025. Im Mittelpunkt stehen Debattenkompetenz, demokratische Werte und Normen im digitalen Raum sowie ein reflektierter Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) und Social Media. Das Feuerwehr-Magazin berichtete am 6. Februar 2025 über den Start des Projekts „Brandherd Desinformation“.

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An sechs Standorten arbeiteten Jugendliche in Workshops anhand von Beispielen aus ihrer eigenen Lebensrealität an diesen Themen. Eine zentrale Erkenntnis des Projektteams: Viele der Jugendlichen setzen sich bereits bewusst mit ihrem Social-Media-Konsum auseinander und entwickeln eigene Strategien, um ihn zu beobachten oder einzuschränken. Bei den Gefahren durch Social Media, KI und Fakes fehlten teilweise konkrete Handlungsmöglichkeiten. Diese erarbeiteten die Jugendlichen gemeinsam in den Workshops.

Marlene Obst vom Projektteam Brandherd Desinformation zieht ein positives Fazit: „Besonders im Gedächtnis geblieben sind mir die lebendigen Debatten zu Themen wie Social-Media-Verboten und KI-Nutzung. Hier brachten die Jugendlichen viele reflektierte und realistische Argumente ein. Den meisten hat es sichtlich Spaß gemacht, sich zu positionieren, zu diskutieren und auch anderen Meinungen zuzuhören.“

Bereits im Frühjahr war das Thema auch Bestandteil der Fachkonferenz der DJF in Leverkusen (NW). Dort beschäftigten sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem damit, wie sich Falschinformationen und KI-generierte Bilder erkennen lassen. Das Feuerwehr-Magazin war dabei und berichtete am 18. März 2026 über die DJF-Fachkonferenz zu Demokratie, Inklusion und Medienkompetenz.

Nach dem Abschluss der Workshopphase stehen die dabei entwickelten und an den sechs Standorten erprobten Materialien zu „Brandherd Desinformation“ frei zur Verfügung. Mit den digitalen Sprechstunden soll die Arbeit nun ergänzt werden. In jeweils einer Stunde geht es darum, wie Jugendfeuerwehrwartinnen und -warte die Themen Desinformation, Debattenkompetenz und Social Media selbstständig und niedrigschwellig in ihre Jugendarbeit einbauen können.

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Termine der digitalen Sprechstunden

  • 10. September 2026, 18-19 Uhr: Fake oder Fakt: Wie kann ich das Thema Fake News mit meiner Jugendgruppe bearbeiten?
  • 30. September 2026, 18-19 Uhr: Demokratie braucht Debatte: Kompetenzen für fairen Meinungsaustausch in Eurer Jugendfeuerwehr fördern
  • 19. Oktober 2026, 18-19 Uhr: Eure Jugendfeuerwehr auf Social Media: Warum Sichtbarkeit wichtig ist und wie Ihr eigene Beiträge produziert
  • 16. November 2026, 18-19 Uhr: Demokratie braucht Debatte: Kompetenzen für fairen Meinungsaustausch in Eurer Jugendfeuerwehr fördern
  • 4. Dezember 2026, 18-19 Uhr: Eure Jugendfeuerwehr auf Social Media: Warum Sichtbarkeit wichtig ist und wie Ihr eigene Beiträge produziert
  • 14. Dezember 2026, 18-19 Uhr: Fake oder Fakt: Wie kann ich das Thema Fake News mit meiner Jugendgruppe bearbeiten?

Die Sprechstunden sind nach Anmeldung für alle zugänglich und kostenlos. Für die Anmeldung müssen Name und Feuerwehr per E-Mail an lara.grewe@correctiv.org geschickt werden.

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