Arbeitsbelastung am Notruf 112

dfeug fordert dauerhafte Belastungszulage für Notruf-Beschäftigte

Berlin (BE) – Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft (dfeug) fordert eine dauerhafte Belastungszulage für Beschäftigte an den Notrufplätzen 112. Sie begründet dies mit einer seit Jahren gestiegenen Arbeitsverdichtung und einer aus ihrer Sicht unzureichenden Personalbesetzung.

Symbolbild: Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG)

Ausgangspunkt der Forderung ist die derzeitige Rettungsdienstzulage von 5 Euro pro Rettungsdiensteinsatz. Diese steht nach Angaben der dfeug vor dem Ablauf. Die Gewerkschaft spricht sich dafür aus, eine Belastungszulage im Rettungsdienst unabhängig von der künftigen konkreten Ausgestaltung dauerhaft fortzuführen.

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Zugleich will die dfeug die Beschäftigten der Notrufannahme stärker in den Blick rücken. Nach Darstellung der Gewerkschaft steigen dort seit Jahren sowohl das Notrufaufkommen als auch die Arbeitsverdichtung, während das Personal nicht im gleichen Umfang angewachsen sei.

Nach eigenen Beobachtungen beziffert die dfeug die personelle Unterdeckung am Notruf 112 auf mindestens 40 Prozent. Selbst wenn alle für den Dienst vorgesehenen Beschäftigten anwesend seien, reiche die Besetzung demnach nicht aus. Die Gewerkschaft spricht deshalb von einer theoretisch erwarteten Leistung von 140 Prozent und mehr. In der Praxis sei die Belastung noch höher, weil Unterbesetzungen zum Normalzustand geworden seien.

Ein Beispiel für eine hohe Belastung der Notrufannahme liefert Frankfurt am Main. Die größte integrierte Leitstelle Hessens nimmt täglich etwa 800 bis 1.000 Hilfeersuchen über die 112 entgegen. Nach Angaben der Feuerwehr ist sie seit längerem überlastet; als einen Grund nennt sie die zunehmende Zahl von Anrufen ohne tatsächlichen Notfall.

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Als eigentliches Ziel nennt die Gewerkschaft eine bedarfsgerechte Personalbemessung. Arbeits- und Gesundheitsschutz müssten dafür sorgen, die Belastung dauerhaft auf ein gesundes und vertretbares Maß zu reduzieren. Solange dies nicht erreicht sei, dürfe die strukturelle Mehrbelastung nach Auffassung der dfeug jedoch nicht ohne Ausgleich bei den Beschäftigten verbleiben.

Manuel Barth, Landesverbandsvorsitzender Berlin-Brandenburg, verweist zusätzlich auf den psychischen Druck in der Notrufannahme, wenn Notrufende in der Warteschleife verbleiben. Für die dort Beschäftigten fordert die dfeug deshalb eine dauerhafte finanzielle Anerkennung der Mehrbelastung. Wie eine solche Belastungszulage konkret ausgestaltet werden soll, lässt die Gewerkschaft offen.

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