Zahlreiche Atemschutzträger im Einsatz

Schuppenbrand fordert Feuerwehren über Stunden

Bad Liebenzell-Möttlingen (BW) – Zu einem Schuppenbrand bei Bad Liebenzell im Kreis Calw rückten am Mittwochabend (10. Juni 2026) rund 100 Feuerwehrleute mit 22 Fahrzeugen aus. Die Löschfahrzeuge konnten nicht direkt an den Brandort heranfahren. Zahlreiche Einsatzkräfte nahmen im Wechsel die Brandbekämpfung unter Atemschutz vor.

Ein Schuppenbrand im Kreis Calw sorgte für starke Rauchentwicklung und den Einsatz zahlreicher Feuerwehren. Foto: Feuerwehr
Ein Schuppenbrand im Kreis Calw sorgte für starke Rauchentwicklung und den Einsatz zahlreicher Feuerwehren. Foto: Feuerwehr

Die Feuerwehr wurde um 20:05 Uhr zu einem Großbrand in Möttlingen alarmiert. Eine Rauchsäule war weithin sichtbar. Die Bevölkerung wurde über eine Warn-App vor starker Rauchentwicklung gewarnt.

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Die Löschfahrzeuge konnten nicht direkt an den Brandort heranfahren. „Der Schuppen war umringt von Bäumen, Sträuchern und Bebauung“, verwies Kreisbrandmeister Bernd Meyer auf die Herausforderung. Auch die massive Bauweise des Gebäudes erschwerte den Zugang, hieß es weiter. Deshalb kam unter anderem der Teleskopgelenkmast (TGM) aus Althengstett über das Dach eines Nachbargebäudes hinweg zum Einsatz. Die umliegenden Wohnhäuser wurden vorsorglich evakuiert.

„Außerdem haben wir den Zug Messtechnik aus Sindelfingen dazu gerufen, um die Rauchentwicklung zu prüfen“, informierte Einsatzleiter Thomas Bäuerle. Der Bad Liebenzeller Stadtbrandmeister ließ darüber hinaus mit der Drohneneinheit des Landkreises das Brandgeschehen aus der Luft erkunden und überwachen.

Zur Bekämpfung des Schuppenbrandes waren zahlreiche Atemschutzträger im Einsatz. Foto: KFV Calw
Zur Bekämpfung des Schuppenbrandes waren zahlreiche Atemschutzträger im Einsatz. Foto: KFV Calw

Den Löschangriff nahmen im Wechsel 32 Kräfte unter Atemschutz in Zweier-Trupps mit fünf C- Rohren und einem B-Rohr vor. Ein nahegelegener Hochbehälter diente während der Brandbekämpfung der stabilen Wasserversorgung. Frische Atemschutzgeräte erhielten die Einsatzkräfte von der Feuerwehr Calw, die mit dem Abrollbehälter-Atemschutz (AB-A) angerückt war.

Ein Teleskoplader unterstützte die Brandschutzkräfte. Foto: KFV Calw Stocker
Ein Teleskoplader unterstützte die Brandschutzkräfte. Foto: KFV Calw Stocker

Erst nach rund zwei Stunden konnte die Kräfte das Dach öffnen, um an Glutnester heranzukommen. Zur Unterstützung wurde der Teleskoplader (TL) aus Calw hinzugezogen, der aufgrund seiner kompakten Größe an das Gebäude heranfahren konnte.

Neben den rund 100 Kräften der Feuerwehren Möttlingen, Bad Liebenzell, Unterhaugstett, Althengstett und Calw waren der DRK-Ortsverein Schömberg/Bad Liebenzell mit seiner Bereitschaft sowie die Polizei mit zwei Streifen und vier Beamten vor Ort. Der Großteil des Schadens, den die Polizei mit rund 350.000 Euro angibt, entstand an Maschinen im Inneren des Schuppens.

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