Henstedt-Ulzburg (SH) – Bei einem Dachstuhlbrand in einem Mittelreihenhaus im Kreis Segeberg waren am späten Montagabend 103 Einsatzkräfte tätig. Insgesamt 17 Trupps gingen unter Atemschutz vor. Ein Übergreifen auf benachbarte Reihenhäuser konnte weitgehend verhindert werden.
Einsatzkräfte bekämpfen den Dachstuhlbrand aus dem Korb der Drehleiter. Das Dach wurde für die Löschmaßnahmen geöffnet. (Bild: Feuerwehr)
Mehrere Anrufer meldeten der Kooperativen Regionalleitstelle West in Elmshorn am Montag, 20. Juli 2026, gegen 23:15 Uhr eine Rauchentwicklung aus dem Dachstuhl eines Hauses in der Grünberger Straße. Die Leitstelle alarmierte zunächst die Freiwillige Feuerwehr Henstedt-Ulzburg mit dem Einsatzstichwort „FEU G“.
Anzeige
Ersteintreffende Polizeikräfte bestätigten den Brand und die akute Gefahr, dass die Flammen auf angrenzende Reihenhäuser übergreifen könnten. Noch während der Anfahrt erhöhte die Leitstelle das Einsatzstichwort auf „FEU 2“ und alarmierte damit die gesamte Gemeindefeuerwehr Henstedt-Ulzburg.
Im weiteren Verlauf ließ der Einsatzleiter auf „FEU 3“ erhöhen. Dadurch kamen zusätzliche Kräfte an die Einsatzstelle, darunter insbesondere Atemschutzgeräteträger der Freiwilligen Feuerwehr Kisdorf.
Acht Sonderhefte, über 800 Seiten Einsatzwissen: von Waldbrand und Fahrzeugtechnik über CBRN bis zu erneuerbaren Energien und Rund um das Feuerwehrhaus. Nur 39,90 € statt 83,50 €, limitiert bis 30.08.2026.
Die Feuerwehr setzte insgesamt vier handgeführte C-Strahlrohre ein. Ein Rohr wurde über die Drehleiter vorgenommen. Während die Drehleiter im rückwärtigen Bereich des Gebäudes in Stellung ging, bekämpften weitere Einsatzkräfte den Brand von der Vorderseite.
Zu Beginn gingen Atemschutztrupps im Innenangriff vor. Aufgrund der Lageentwicklung mussten sie diesen jedoch zunächst abbrechen. Die Brandbekämpfung wurde daraufhin von außen über den Korb der Drehleiter fortgesetzt.
Nachdem die Feuerwehr das Dach mithilfe der Drehleiter großflächig aufgenommen und den Brand von außen bekämpft hatte, konnten mehrere Trupps den Innenangriff unter Atemschutz wieder aufnehmen. Insgesamt waren 17 Atemschutztrupps der Freiwilligen Feuerwehren Henstedt-Ulzburg und Kisdorf eingesetzt.
Atemschutzgeräteträger sammeln sich vor der betroffenen Reihenhauszeile. Insgesamt waren 17 Trupps unter Atemschutz im Einsatz. (Bild: Feuerwehr)
Gegen 1:25 Uhr meldete die Einsatzleitung „Feuer aus“. Anschließend folgten umfangreiche Nachlöscharbeiten. Drei Personen wurden vom Rettungsdienst gesichtet, mussten jedoch nicht in ein Krankenhaus transportiert werden.
Der Einsatz endete gegen 2:15 Uhr. Ein weitgehendes Übergreifen der Flammen verhinderten die Kameraden. In kleineren Bereichen entstanden jedoch leichte Schäden an den Dächern angrenzender Häuser.
Im Einsatz waren die Ortswehren Ulzburg, Henstedt und Götzberg der Gemeindefeuerwehr Henstedt-Ulzburg sowie die Freiwillige Feuerwehr Kisdorf. Der Rettungsdienst stellte drei Rettungswagen. Außerdem waren ein Fachberater Betreuung des DRK-Kreisverbands Segeberg, die Polizei aus Segeberg und Pinneberg sowie ein Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbands Segeberg beteiligt.