Herzogtum Lauenburg (SH) – Feuerwehr und Technisches Hilfswerk haben im Kreis Herzogtum Lauenburg eine gemeinsame Einsatzgruppe für Hilfeleistungen nach Gebäudeeinstürzen aufgebaut. Ziel ist, dass die Feuerwehr schnell mit ersten Rettungsmaßnahmen beginnt und THW-Kräfte diese im weiteren Einsatzverlauf ergänzen.
Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW im Kreis Herzogtum Lauenburg (SH) arbeiten gemeinsam in einer Einsatzgruppe für Hilfeleistung, um beim Stichwort „Einsturz“ schnelle Unterstützung leisten zu können. (Bild: Jann)
Auslöser für das Konzept waren mehrere Einsätze mit dem Stichwort „Einsturz“ im Kreisgebiet. Daraufhin stellten die FF Schwarzenbek sowie die THW-Ortsverbände aus Mölln, Ratzeburg und Lauenburg eine gemeinsame Rettungsgruppe auf.
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Im Alarmfall übernimmt die Feuerwehr zunächst den schnellen Erstangriff. Das THW bringt anschließend zusätzliche Technik und weiteres Personal ein. Nach Angaben der Beteiligten soll so die Menschenrettung früher anlaufen, obwohl THW-Kräfte aufgrund ihrer Struktur meist mehr Zeit bis zum Ausrücken benötigen.
Die Zusammenarbeit ist seit Anfang 2026 auch in der Leitstelle hinterlegt. Bei entsprechenden Meldungen kann die Spezialeinheit alarmiert oder gezielt nachgefordert werden. Die zentrale Lage Schwarzenbeks im Kreis und die vorhandene Ausstattung der Feuerwehr spielten bei der Auswahl der Wehr eine wichtige Rolle.
Trainiert wird das gemeinsame Vorgehen bereits praktisch. Bei Übungen in einem zum Abriss vorgesehenen Schulgebäude arbeiteten Feuerwehrleute und THW-Helfer unter anderem an Sicherungsmaßnahmen in einsturzgefährdeten Bereichen sowie an der vorsichtigen Rettung verschütteter Personen. Beide Organisationen setzen dabei bewusst auf ein abgestimmtes Vorgehen: Die Feuerwehr startet die ersten Maßnahmen, das THW baut darauf auf.
Für die Einsatzkräfte steht dabei nicht nur Technik im Vordergrund. Ebenso wichtig ist laut den Verantwortlichen das Wissen darüber, welche Möglichkeiten die jeweils andere Organisation in solchen Lagen einbringen kann. Genau daraus soll bei künftigen Einsätzen ein Zeitgewinn entstehen.
Die vollständige Reportage von Timo Jann liest Du im Feuerwehr-Magazin 4/2026.