Meeder (BY) – Die Leitstelle alarmierte die Freiwillige Feuerwehr Meeder am Dienstagmorgen unter dem Stichwort „THL – VU Zug“ nach Wiesenfeld, Kreis Coburg: An einem unbeschrankten Bahnübergang war ein Agilis-Regionalzug mit einem Pkw zusammengestoßen. Neben der Feuerwehr rückten auch Einheiten vom ASB und BRK aus den umliegenden Orten aus. Zwei Personen erlitten leichte Verletzungen.
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Nach dem Zusammenstoß an einem unbeschrankten Bahnübergang in Wiesenfeld bei Meeder steht der beschädigte Skoda vor einem Agilis-Zug auf den Gleisen. Bei dem Unfall wurden nach Polizeiangaben zwei Menschen leicht verletzt. (Bild: NEWS5 | N5 DESK)
Gegen 9:15 Uhr wollte ein 59-Jähriger mit seinem Skoda den Bahnübergang queren und übersah dabei offenbar den von rechts kommenden Zug, der gerade in den Bahnhof einfuhr. Durch die Wucht des Aufpralls schleifte der Zug das Fahrzeug rund 30 Meter im Gleisbett mit, bevor es zum Stehen kam.
Laut Polizei erlitten zwei Personen leichte Verletzungen: Der Pkw-Fahrer zog sich ein Schleudertrauma zu und eine schwangere Frau aus dem Zug klagte über Rückenschmerzen. Beide kamen zur Beobachtung in ein Krankenhaus. Die weiteren Fahrgäste sowie der Zugführer blieben den ersten Erkenntnissen zufolge unverletzt und verließen die Unfallstelle mit einem Ersatzbus.
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Nach der Kollision verkeilte sich der Skoda im Frontbereich des Zuges. Ein Abschleppunternehmen barg das Fahrzeug mit einem Kran. Am Pkw entstand ein Totalschaden von rund 20.000 Euro, den Schaden am Zug schätzt die Polizei auf etwa 30.000 Euro. Zusätzlich beschädigte der Aufprall technische Einrichtungen am Gleis, darunter einen Kabelschacht.
Während der Bergungsarbeiten und der Unfallaufnahme blieb die Bahnstrecke vollständig gesperrt. Ein Notfallmanager der Deutschen Bahn und Verantwortliche des Schienennetzbetreibers verschafften sich vor Ort einen Überblick über die Schäden. Die Polizei ermittelt zur genauen Unfallursache. Der Bahnübergang in Wiesenfeld war in der Vergangenheit bereits mehrfach Schauplatz ähnlicher Unfälle.