Zwei Fahrer mit Fluchthauben gerettet

Lkw-Brand im Tunnel beschäftigt 170 Feuerwehrkräfte

Leonberg (BW) – Ein brennender Lkw-Auflieger löst am Dienstagnachmittag, 3. März 2026, einen Großeinsatz im Engelbergtunnel auf der A81 bei Leonberg, Kreis Böblingen, aus. 170 Feuerwehrkräfte kämpfen mit 28 Löschfahrzeugen gegen den Vollbrand und retten zwei Lkw-Fahrer mit Fluchthauben aus dem Tunnel. Seit Mittwochmorgen ist die Röhre in Richtung Norden wieder freigegeben, die Röhre in Richtung Süden bleibt vorerst gesperrt.

Feuerwehrtrupps unter Atemschutz gehen im Engelbergtunnel gegen den brennenden Lkw-Auflieger vor – dichter Rauch und Flammen füllen die Röhre. (Bild: KS-Images | Schmalz)

Um 14:20 Uhr gerät ein Lkw-Anhänger in der Weströhre des Tunnels in Fahrtrichtung Stuttgart aus bislang ungeklärter Ursache in Brand. Die automatische Brandmeldeanlage schlägt an, das Einsatzstichwort wird daraufhin laut Kreisbrandmeister Andy Dorroch hochgestuft. Der Lkw-Fahrer koppelt die Zugmaschine noch rechtzeitig ab; sie bleibt vom Feuer verschont. Der Tunnel wird unmittelbar in beiden Richtungen voll gesperrt, Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei rücken an.

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Als die ersten Kräfte eintreffen, steht der Auflieger im Vollbrand. Parallel zu den Löschmaßnahmen läuft die Menschenrettung an: Zwei Lkw-Fahrer werden von der Feuerwehr mit Fluchthauben aus dem Tunnel gerettet. Weitere Verkehrsteilnehmer bringen sich laut Dorroch selbstständig in die rauchfreie Gegenröhre und ins Freie. Nach Angaben der Polizei hat die Feuerwehr die Flammen im Laufe des Nachmittags unter Kontrolle und löscht das Feuer schließlich.

Zu Spitzenzeiten stehen 28 Löschfahrzeuge und 170 Feuerwehrkräfte an beiden Tunnelportalen im Einsatz. Zur Entrauchung setzt die Feuerwehr einen Großlüfter ein. Das Technische Hilfswerk unterstützt mit rund 30 Kräften, einem Radlader sowie Wechselladerfahrzeugen bei der Bergung von Ladungsgut und des ausgebrannten Aufliegers.

PDF-Download: Tunnelbrandbekämpfung (ifa)

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Nach Angaben des Polizeipräsidiums Ludwigsburg erleiden zwei Personen leichte Verletzungen. Feuerwehrkommandant Wolfgang Zimmermann spricht von drei Verletzten: Zwei werden ins Krankenhaus gebracht, eine Person verweigert den Transport. Zur Schwere der Verletzungen macht er keine Angaben.

Den Verkehr in Richtung Stuttgart leitet die Polizei während des Einsatzes über die Anschlussstelle Feuerbach ab, weitere Maßnahmen zur Stauentlastung werden eingeleitet. Am Mittwochmorgen teilt das Polizeipräsidium Ludwigsburg mit, dass die Röhre in Richtung Norden seit 5 Uhr wieder freigegeben ist. Die Röhre in Richtung Süden bleibt bis auf Weiteres gesperrt, eine örtliche Umleitung ist eingerichtet.

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