Freitag, 21. Juli 2017

Feuerwehrmänner durch Stromschlag schwer verletzt

4. Oktober 2016 von  

Oberhausen (NW) – Zwei Einsatzkräfte der Feuerwehr Oberhausen sind am frühen Samstagmorgen durch einen Stromschlag einer Oberleitung schwer verletzt worden.

Anwohner eines Bahngeländes alarmierten die Feuerwehr, da auf diesem Rauch zu sehen war. Den Feuerwehrleuten wurde die Sicht auf die Brandstelle durch eine Lärmschutzmauer versperrt. Mit Hilfe einer Drehleiter wollten sich die Einsatzkräfte einen besseren Überblick verschaffen.

Symbolbild_Drehleiter_DLK_Fahrzeug_Preuschoff

Dabei kam der Korb der Drehleiter mit einer starkstromführenden Oberleitung in Kontakt. Sowohl der Maschinist als auch die Einsatzkraft im Korb wurden durch den Stromschlag schwer verletzt. Die Rettung des Feuerwehrmanns im Korb verzögerte sich, da Spezialisten aus Köln angefordert werden mussten, um die Oberleitung zu erden. Nach der medizinischen Erstversorgung brachte der Rettungsdienst beide Männer in eine Unfallklinik nach Düsseldorf.


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Kommentare

3 Kommentare zu “Feuerwehrmänner durch Stromschlag schwer verletzt”
  1. Andrea Schmitt sagt:

    Das liebe ich so an Nachrichten. Hier werden nur Häppchen mit Halbwahrheiten serviert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Feuerwehrleute die Gefahr einer Oberleitung unterschätzt haben. Das sind doch keine Ahnungslosen.
    Hier fehlt ein wichtiger Teil und das gefällt mir nicht.

  2. M. Schaefer sagt:

    Fehler können überall passieren.
    Auch Bahnmitarbeiter kommen manchmal durch Stromschlag ums Leben. Es muss nur ein Missverständnis sein, ob eine Oberleitung abgeschaltet und geerdet ist. Leider sind Oberleitungen nur wenig gegen unbefugte Annäherung gesichert, ganz zu schweigen von Berührungsschutz. Die üblichen Warnschilder schützen ahnungslose Tiere, Jugendliche oder Betrunkene nicht vor Stromtod, sondern vor allem die Interessen der Bahn: Wo Warnschilder, da keine Haftungsansprüche.
    Trauriges Fazit: Kein Bahnsystem fordert so vile Menschen- und Tieropfer wie das elektrische. Das sollte zu Denken geben, vor allem, da die (elektrische) Bahn als besonders nachhaltig bezeichnet wird.

  3. M. Schaefer sagt:

    In der Bildzeitung steht (Zitat):

    Möglicherweise haben die Feuerwehrmänner bei Dunkelheit, Nieselregen und reflektierenden Straßenlaternen die Leitung nicht gesehen.

    Ich hoffe, Andrea Schmitt liest diese naheliegende Erklärung für den Unfallhergang.

    Auch wenn hier nicht eine Bahn-Oberleitung den Unfall auslöste – die Deutsche Bahn betreibt zur Versorgung ihrer Oberleitungen ein über 7600 km langes 110.000 V Hochspannungsnetz, so dass es sich hier möglicherweise um Bahnstrom handelte.
    Auch Oberleitungs-Unfälle passieren häufig in der Dunkelheit. Oberleitungsmasten und Waggonleitern sind nicht vor unbefugtem Klettern geschützt. Wer dort hinaufklettert, den erwartet schon nach wenigen Stufen der Stromtod, bevor er die Oberleitung erkennt.

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