Schwerer Bauunfall: Kran stürzt um

Schwäbisch Gmünd (BW) – Bei einem schweren Betriebsunfall auf einer Baustelle in Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis) sind am Freitag zwei Menschen lebensgefährlich verletzt worden. Ein umstürzender 120-Tonnen-Kran hatte zwei Arbeitsbühnen mit sich niedergerissen.

Das Unglück ereignete sich gegen 12 Uhr auf der Baustelle für eine neue Industriehalle. Eine externe Baufirma war auf dem Firmengelände eines Automobilzulieferers mit den Montagearbeiten beschäftigt. Tieflader lieferten bis zu 25 Tonnen schwere Bauteile an, mit Hilfe von Kränen und mobilen Arbeitsbühnen fügten Arbeiter die Stücke zusammen. Um die etwa 15 Meter langen Streben horizontal auf den senkrechten Rippen einzupassen, standen links und rechts vom Kranausleger jeweils ein Arbeiter auf ausgefahrenen Hebebühnen und dirigierten den Kranfahrer über Funk in die richtige Position. Nachdem schon mehrere der Streben eingebaut waren, kippte der Autokran plötzlich um 90 Grad auf das Heck. Der Ausleger und die daran befestigte Last warfen dabei die Hebebühnen um, wodurch die Arbeiter etwa acht Meter in die Tiefe fielen und schwerste Verletzungen erlitten.

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Die Werkfeuerwehr ZF Lenksysteme sowie die Freiwillige Feuerwehr Schwäbisch Gmünd kamen nach dem Unglück ebenso zum Einsatz wie zahlreiche Rettungsdienstkräfte. Die Feuerwehr unterstützte bei der Rettung und dem Abtransport der Patienten und nahm ausgelaufene Betriebsstoffe auf. Einer der Verletzten musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Ludwigsburg geflogen werden. (Informationen: Heino Schütte)

Kranunfall in Schwäbisch Gmünd: Das umgestürzte Baufahrzeug riss einen weiteren Kran und eine Arbeitsbühne nieder. Foto: Heino Schütte
6 Kommentare zu “Schwerer Bauunfall: Kran stürzt um”
  1. Alexandra Schurr

    meine Gedanken sind bei dem Verletzten u. vor allem bei den Angehörigen!!!! Viel Kraft! Gruß, Alexandra

  2. Als kleiner Hinweis, es handelt sich hier nicht um einen 150-Tonnen-Autokran, sondern es müsste sich um ein 95-Tonner handeln.

  3. Heino Schütte

    Sorry an alle, als Berichterstatter vor Ort war es für mich zunächst aufgrund unterschiedlicher Angaben unklar, ob es sich um einen 95-,150-oder 200-Tonnen-Kran handelt. Viel wichtiger ist, dass sich rund 60 Kameraden von Werksfeuerwehr, Stadtfeuerwehr, Rettungsdienst (boden- und luftgestützt) erfolgreich um das Leben der Verunglückten bei diesem sehr dramatischen Unfall bemüht haben. Nach neuesten Erkenntnissen: Es war ein 120-Tonnen-Kran!
    Heino Schütte

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