Hannover (NI) – Was bewegt Feuerwehren, Rettungsdienste und Bevölkerungsschutz gerade wirklich? Welche Fragen drängen auf Antworten? Das Programm für das Interschutz-Forum in Halle 17 gibt erste Hinweise. Wir haben die wichtigsten Themenfelder für Euch eingeordnet.
Die Interschutz öffnet am 1. Juni 2026 wieder ihre Tore in Hannover. (Bild: Hendrich)
Operationsplan Deutschland – alle 6 Tage
Kein Thema ist so konsequent im Programm verankert wie die Zivil- Militärische Zusammenarbeit. Oberst Armin Schaus vom Operativen Führungskommando der Bundeswehr spricht an jedem einzelnen Messetag. Wer verstehen will, wie sich die Rolle der Feuerwehr in der vielzitierten Zeitenwende verändert, kommt an diesem Vortrag nicht vorbei.
Karl-Heinz Banse (DFV-Präsident), Albrecht Broemme (THW-Ehrenpräsident) und Professor Doktor Johann Goldammer (Leiter des Global Fire Monitoring Center) sitzen gemeinsam auf der Bühne. Ein Waldbrand ist kein Sonderthema mehr – es ist Regelgeschäft. Was das für Kommunen, Feuerwehr, Forst und Landwirtschaft konkret bedeutet, verhandelt dieses Panel.
Donnerstag, 4. Juni: 10:00 Uhr
Künstliche Intelligenz im Feuerwehrwesen
Der vfdb-Vortrag am Montag stellt die Grundsatzfrage: Was kann KI im Feuerwehrwesen mittlerweile? Am Dienstag legt das THW-Reallabor nach und zeigt Edge-AI (KI-Modelle direkt auf Endgeräten) und weitere Sprachmodelle im Feldeinsatz. Der Freitag schließt den Block mit automatisierter Drohnenbildanalyse für den Bevölkerungsschutz.
Montag, 1. Juni: 14:00 Uhr
Dienstag, 2 Juni: 15:15 Uhr
Freitag, 5. Juni: 10:40 Uhr
Gewalt gegen Einsatzkräfte
Ebenfalls am Montag präsentiert die Feuerwehr Hannover gemeinsam mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen erstmals Ergebnisse aus einem laufenden Forschungsprojekt. Am Donnerstag antwortet die Berliner Feuerwehr mit einer Praxis-Session zu konkreten Schutzmaßnahmen für Einsatzkräfte.
Montag, 1. Juni: 12:40 Uhr
Donnerstag, 4. Juni: 12:40 Uhr
Die richtige PSA für Vegetationsbrände
Wie viel Hitze, Gelände und Ausdauerbelastung hält ein Mensch im Einsatz durch und was kann die richtige Persönliche Schutzausrüstung dabei leisten? Der tschechische Hersteller Holík will diese Frage am Dienstag in einem Vortrag mit direktem Praxisbezug beantworten. Am Samstag ergänzt der vfdb das Thema mit einem Vortrag über Auswahlkriterien und praktische Prüfung von PSA für die Feuerwehr.
Dienstag, 2 Juni: 11:0 Uhr
Samstag, 6. Juni: 13:30 Uhr
Taktik-Standards für sichere Einsätze
Die Firma Lülf+ Sicherheitsberatung geht am Montagnachmittag raus aus dem Vortragsmodus und rein in die Praxis. Bei ihrer Demonstration zeigen die Experten Führungskräften, mit welchen taktischen Standards sie für sichere und effiziente Einsätze sorgen.
Montag, 1. Juni: 15:15 Uhr
Techniken für Tiefgaragen-Einsätze
Tiefgaragen sind für Feuerwehren eine der tückischsten Einsatzstellen: enge Zufahrten, große Gefahren durch die Rauchentwicklung, begrenzte Löschwasserversorgung und eine potenziell große Brandlast. Clemens Pessel von der International Fire Academy bringt am Donnerstag taktisches Wissen auf die Bühne.
Donnerstag, 4. Juni: 16:35 Uhr
Heimenergiespeicher als Einsatzrisiko
Lithium-Ionen-Batterien liegen heutzutage oft in Kellerräumen, Garagen und Heizungskellern. Der vfdb-Wissenschaftler Pascal Schmitz stellt am Samstagvormittag die Frage, die in immer mehr Einsätzen auftaucht: Wie gefährlich sind Heimenergiespeicher wirklich und wie gehen Einsatzkräfte taktisch damit um?
Samstag, 6. Juni: 13:00 Uhr
PSNV: psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte
Wer dauerhaft belastbar bleiben soll, braucht mehr als Ausrüstung. BBK-Referentin Klara Drews beleuchtet am Donnerstag die aktuelle Situation rund um die psychosoziale Unterstützung für Einsatzkräfte.
Donnerstag, 4. Juni: 11:25 Uhr
Die nächste Ära der Einsatzführung
Eurocommand zeigt an 2 Tagen, wie digitale Lageführung und vernetzte Stabsarbeit den Einsatzalltag verändern: von der Alarmierung bis zur Nachbesprechung in Echtzeit. Am Montag liegt der Fokus auf Trends und Forschung zur Lageführung. Am Dienstag stellt das Unternehmen konkrete Kommunikationsmittel und Kooperationen einheitlicher Stabssoftware vor.