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Interschutz 2026

Diese Fahrzeuge warten auf Dich!

Hannover (NI) – Als beliebteste Exponate auf der Interschutz gelten Einsatzfahrzeuge. Zu erwarten sind vor allem Lösungen in den Bereichen E-Mobilität, Vegetationsbrandbekämpfung, Einsatzstellenhygiene sowie Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. Dabei spielen modulare Systeme, flexible Logistik-Komponenten und digitale Vernetzung eine wichtige Rolle.

Rosenbauer | Panther Electric & Co.

Halle 27, Stand D58 | Halle 13, Stand C48 | Freigelände, Stand L44

E-Mobilität: Auf der Interschutz zeigt Rosenbauer unter anderem sein FLF Panther Electric. (Bild: Rüffer)

Rosenbauer plant für die Interschutz 2026 insgesamt rund 3.700 Quadratmeter Ausstellungsfläche, verteilt auf drei Stände. Dort präsentiert der Systemanbieter mehr als 16 Einsatzfahrzeuge in speziellen Produktzonen – darunter 10 Kundenfahrzeuge. Dazu kommen über 600 Exponate aus allen Bereichen der Feuerwehrtechnik.

Besucherinnen und Besucher können sich Lösungen für Kommunen, Industriestandorte und Flughäfen ansehen. Besondere Schwerpunkte bilden die Themen E-Mobilität und Vegetationsbrandbekämpfung. Live-Demonstrationen, Simulatoren, das ferngesteuerte Raupenfahrzeug RTE Robot AX im Einsatz sowie Hands-on-Stationen zum Ausprobieren sollen die gezeigten Technologien unmittelbar erfahrbar machen. Für einen fachlichen Austausch sorgen geführte Touren, Dialoge mit Experten sowie Erfahrungsberichte von Kunden. Außerdem bietet Rosenbauer auf der Messe eine rund 200 Quadratmeter große Fanzone als Treffpunkt.

Schlingmann | Einblicke in den Fahrzeugbau

Freigelände, Stand K86

Messe-Exponat: Auf einem Mercedes-Benz Unimog U 5023 basiert dieses TLF-W von Schlingmann. (Bild: Schlingmann)

Im Außengelände stellt Schling­mann seine Fahrzeuge und Konzepte vor. Das Unterneh­men aus Dissen am Teutobur­ger Wald (NI) gewährt dabei Einblicke in die eigene Ferti­gung – von der Konstruktion und dem Aufbau über die La­ckierung und den Innenausbau bis zur Endmontage. Dafür wurde die Produktion der aus­gestellten Fahrzeuge filmisch begleitet. Die Videos sind wäh­rend der Messe am Stand sowie über die Social-Media-Kanäle abrufbar.

Ein Schwerpunkt liegt auf dem weiterentwickelten Varus-Aufbau. Seit der Einführung hat Schling­mann nach eigenen Angaben technische Details und ergonomische Lösungen kon­tinuierlich angepasst. Die aktuellen Erfah­rungen aus Produktion und Einsatzpraxis bündelte das Unternehmen in einem Hilfe­leistungs-Löschgruppenfahrzeug (HLF) 20 Varus, das sich Besucher auf dem

Messe-Stand ansehen können. Im Bereich Vegetationsbrand­bekämpfung zeigen die Nieder­sachsen ein Tanklöschfahrzeug Waldbrand (TLF-W) auf einem geländegängigen Mercedes-Benz Unimog U 5023. Ergän­zend dazu dient ein TLF 4000-V (Vegetationsbrand) auf MAN TGM-Fahrgestell als Exponat. Dieses erfüllt laut Schlingmann die Anforderungen der Katego­rie 3 (geländegängig) nach DIN EN 1846. Es verfügt über einen T-förmigen Tank für ein großes Löschwasservolumen bei niedri­gem Schwerpunkt.

Empl | Kommunal- und Industrielösungen

Halle 27, Stand C30

Empl präsentiert unter anderem dieses HLF-I für die WF Airbus in Manching auf der Interschutz. (Bild: Empl)

Aufbauhersteller Empl hat für seinen über 500 Quadratmeter großen Stand mehrere Fahrzeug-Exponate angekündigt. Einen Ab­rollbehälter Dekontamination (AB-Dekon) fertigte das Unternehmen für die WF Che­miepark Knapsack (NW). Das System be­sitzt einen eigenen Frischwasser- und Ab­wassertank, wodurch ein weitgehend autar­ker Betrieb möglich sein soll. 2 Personen sind nach Herstellerangaben mit dem AB nach rund 5 Minuten einsatzbereit, um bis zu 10 Personen ohne zusätzliche Fahrzeuge dekontaminieren zu können.

Von der WF Airbus in Manching (BY) bringt Empl ein Hilfeleistungslöschfahrzeug Industrie (HLF-I) auf Scania P 370 nach Han­nover. Das Fahrzeug bietet in der CrewCab Platz für eine Staffelbesatzung (1/5). Es ver­fügt über einen 3.000-Liter-Wasser- sowie ei­nen 250-Liter-Schaummitteltank. Zur Aus­stattung zählen eine FPN 10-3000 (3.000 Li­ter pro Minute bei 10 bar Druck) mit CAFS-Anlage und eine 58-Kilonewton-Rahmen­einbauwinde mit Seilauszug nach vorn.

Als kommunales Fahrzeug ist ein Hilfeleis­tungs-Löschgruppenfahrzeug (HLF) 20 Pri­mus der FF Hilpoltstein (BY) zu sehen. Der MAN TGM 16.320 4×4 mit Primus-Aufbau führt in Tanks 2.000 Liter Wasser und 120 Li­ter Schaummittel mit. Als weitere Features nennt Empl eine FPN 10-3000, ein Schaum­zumischsystem, eine Seilwinde und ein 360-Grad-Kamerasystem.

Das Schwere Rüstfahrzeug Allrad Kran (SRFA-K) der österreichischen FF Villach (Kärnten) basiert auf einem Volvo FMX 540. Es verfügt über einen Palfinger-Ladekran, mehrere Sepson-Winden und hydraulische Bergestützen. Am Stand des Werkfeuerwehr­verbandes Deutschland wird zudem ein Fahrzeug der WF Chempark (NW) ausge­stellt, das ebenfalls von Empl stammt.

Reaktis | Einsatztraktor-System

Freigelände, Stand D73


GTLF-V als Gespann: Reaktis-Einsatztraktor mit Frontmodul und Tankanhänger.
(Bild: Rüffer)

Ihr Einsatztraktor-System für die Verwendung bei komplexen Lagen und in schwierigem Gelände wird die Firma Reaktis dem Messepublikum vorstellen. Im Mittelpunkt des modularen Konzepts steht ein John Deere 6R 250 in Feuerwehr-Ausführung. Zur Ausstattung zählen eine Sondersignal- und eine Funkanlage, perforationssichere Reifen und ein Kabinen-Atemschutzsystem.

Als Alternative zu Großtanklöschfahrzeugen (GTLF) auf Lkw-Basis präsentiert das Unternehmen ein GTLF-V (Vegetationsbrand) in Form eines Traktorgespanns. Zu dieser Konfiguration gehören ein 500-Liter-Frontmodul mit Pumpe, zwei Werfern sowie Sprühbalken mit zwei D-Abgängen. Dazu kommt ein 12.000-Liter-Tankanhänger mit einem weiteren Werfer, einer FPN 10-6000 (6.000 Liter pro Minute bei 10 bar) und Equipment in drei Geräteräumen. Reaktis hat als weitere Module bereits eine Haspel für das Verlegen und Wiederaufnehmen von bis zu 1.000 Meter F-Schlauch, zapfwellengetriebene Hochwasserpumpen, eine Sandsackfüllanlagen sowie ein Räum­schild als Anbaugerät im Praxiseinsatz getes­tet. Weitere Systemkonfigurationen und -komponenten für Traktoren verschiedener Hersteller sollen folgen.

Im Feuerwehr-Magazin 6/2026 stellen wir das modulare Einsatztraktor-System ausführlich vor.



Bai | FLF aus Großauftrag

Freigelände, Stand M51

Auf 540 PS starken Volvo-Fahrgestellen basieren die FLF von Bai für die italienische Feuerwehr. (Bild: Bai)

Aus einem Großauftrag des Corpo Naziona­le dei Vigili del Fuoco (Nationales Feuer­wehrkorps) in Italien stammt das Flughafen­löschfahrzeug (FLF) auf dem Interschutz­stand von Bai. Es handelt sich um das Modell Efestus X6V des Typs VSA 9500 S/DP 250 auf Volvo FMX D13 6×6 Euro 6 (540 PS/397 kW). Insgesamt 25 Einheiten hat Bai schon ausge­liefert, zurzeit ist ein weiterer Auftrag mit 50 FLF in Produktion.

Die zulässige Gesamtmasse beträgt 33 Tonnen im Flughafenbetrieb. 8.950 Liter fasst der Löschwassertank insgesamt. Da­von stehen 8.500 Liter für den Löschangriff bereit. 300 Liter dienen dem Unterboden- sowie 150 Liter dem Kabinen- und Reifen­schutz in zwei unabhängigen Systemen. Hinzu kommen ein 500-Liter-Schaummit­teltank sowie eine 250-Kilogramm-Pulver­löschanlage. Die Feuerlöschkreiselpumpe Bai M60.10 fördert bis zu 6.000 Liter pro Mi­nute bei 10 bar. Ein elektronisches Zumisch­system ermöglicht Raten von 1, 3 oder 6 Pro­zent. Auf dem Dach befindet sich ein Werfer mit einer maximalen Wasser-Durchfluss­menge von 4.500 Litern pro Minute und 2.500 Litern pro Minute im Schaumbetrieb. Mit dem Frontmonitor lassen sich bis zu 900 Liter pro Minute abgeben.

Auf 540 PS starken Volvo-Fahrgestellen basieren die FLF von Bai für die italienische Feuerwehr. (Bild: Bai)

Ziegler

Pavillon P35 und Freigelände, Stand K66

Ziegler präsentiert auf rund 3.000 Qua­dratmetern mehrere Fahrzeuge sowie neue Entwicklungen in den Bereichen Löschtechnik, Kabine und Einsatzorga­nisation. Insgesamt kündigt der Her­steller 12 Fahrzeuge an. Ein Schwer­punkt liegt auf der Einsatzstellenhygie­ne. Ziegler integriert nach eigenen An­gaben entsprechende Lösungen in Fahrzeugkonzepte, um kontaminierte und saubere Bereiche zu trennen und erste Dekontaminationsmaßnahmen bereits an der Einsatzstelle zu ermögli­chen. In der Löschtechnik zeigt das Un­ternehmen ein neues Zumischsystem für moderne Schaummittel. Auch im Kabinenbereich gibt es Anpassungen. So ist ein Hilfeleistungs-Löschgruppen­fahrzeug (HLF) 20 mit vergrößerter Kommunikationsöffnung zwischen Mannschaftsraum und Fahrerbereich zu sehen. Weiterentwickelt wurden zu­dem der ALPAS-Aufbau mit zusätzli­chen Schnittstellen sowie das Steue­rungssystem Z-Control. Der Hauptmes­sestand (Pavillon) ist als interaktive Präsentationsfläche konzipiert

BMW

Halle 27, Stand H30

Fahrzeughersteller BMW zeigt unter an­derem das neue vollelektrische SUV iX3 50xDrive als Basis für Einsatzfahr­zeuge. Das Modell soll ab Mai 2026 zu­nächst als getarnte und ab September als uniformierte Version verfügbar sein. Laut BMW bietet der iX3 bei voller La­dung eine Reichweite von bis zu 805 Ki­lometern (WLTP). Mithilfe von High-Po­wer-Laden (400 Kilowatt) sollen bereits nach 10 Minuten wieder bis zu 372 Kilo­meter möglich sein. Für den Einsatzbe­trieb hebt der Hersteller insbesondere das neue Bedienkonzept hervor: Im so­genannten Panoramic iDrive werden zentrale Anzeige- und Steuerungsfunk­tionen gebündelt, um Abläufe im Fahr­zeug zu erleichtern. Neben dem iX3 zeigt BMW weitere Modelle für Behör­den und Organisationen mit Sicher­heitsaufgaben (BOS). Dazu zählen der iX1, der X3 und die 5er-Reihe mit unter­schiedlichen Antriebsvarianten.

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