Erstmals Delegiertenversammlung online

LFV Saarland wählt Manfred Rippel zum neuen Präsidenten

Friedrichsthal (SL) – In einer Online-Versammlung wählten die Delegierten des Landesfeuerwehrverbandes (LFV) Saarland e.V. am Samstagvormittag, 30. Januar Manfred Rippel zum neuen Verbandspräsidenten. Ihm zur Seite stehen Gerhard Sauer und Claus Kürsteiner als Vizepräsidenten. Der bisherige Präsident Bernd Becker trat nicht mehr zur Wahl an.

Als Nachfolger für Bernd Becker wählten die Delegierten des Landesfeuerwehrverbandes Saarland e.V. den bisherigen Vizepräsidenten Manfred Rippel (Foto). Für die nächsten 4 Jahre wird er nun dem Verband der Feuerwehrleute im Saarland als Präsident vorstehen. (Bild: Benkert)

Nachdem im Jahr 2020 mehrere Anläufe zur Durchführung einer Delegiertenversammlung des LFV Saarland an der Coronapandemie und den damit einhergehenden Einschränkungen gescheitert waren, entschlossen sich die Verantwortlichen des Feuerwehrverbandes ihre Delegiertenversammlung online auszurichten. Eine Premiere für den Verband, der damit gänzlich Neuland betrat. Wichtig war die Delegiertenversammlung vor allem wegen der anstehenden Neuwahlen des gesamten Vorstandes inklusive Präsidenten und zweier Vizepräsidenten.

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Trotz aller Bedenken und Sorgen, die im Vorfeld geäußert wurden, verlief die Online-Delegiertenversammlung am Samstagmorgen ab 9 Uhr weitgehend reibungslos und technisch stabil. Eigens für die Durchführung der Delegiertenversammlung war aus Fachleuten eine Digitalisierungs-Stabstelle rund um Philipp Burgard vom Kreisfeuerwehrverband Saarpfalz gebildet worden, die die Geschäftsstelle des LFV in Friedrichsthal-Maybach in eine kleine Multimedia-Zentrale verwandelt hatten. So musste nur ein Minimum an Personal die Geschäftsstelle selbst besetzen, während das Gros der insgesamt 156 Delegierten sowie auch die geladenen Gäste sicher zuhause bleiben konnten.

Kampfabstimmung bei den Vizepräsidenten

Diszipliniert, zügig und vor allem problemlos liefen die zahlreichen Wahlgänge für die verschiedenen Vorstandsposten im LFV unter Aufsicht des Wahlleiters Rechtsanwalt und Verbands-Ehrenpräsident Hans Burkhardt ab. Für den Wahlvorgang griff der LFV Saarland auf eine rechtssichere Abstimmsoftware eines deutschen Anbieters zurück. Im ersten Wahlgang votierten die 136 zur Versammlung online anwesenden LFV-Delegierten eindeutig für Manfred Rippel, der als einziger Bewerber um das Amt des Präsidenten zuvor vom Vorstand nominiert worden war.

Zum Abschluss der Delegiertenversammlung überreichte der neue Verbandsvorstand an den scheidenden Präsidenten Bernd Becker noch einen Präsentkorb und einen Reisegutschein für die Zeit nach der Pandemie. (Bild: Benkert)

Um die beiden Vizepräsidenten-Ämter konkurrierten gleich drei Feuerwehrangehörige: Der Vorsitzende des Fachausschusses Brandschutzerziehung Uwe Arnholt, der bisherige Schriftführer Claus Kürsteiner und Gerhard Sauer, der in der letzten Amtsperiode auch schon Vizepräsident war. In zwei Wahlgängen konnten sich Kürsteiner und Sauer Mehrheiten als Vizepräsidenten sichern. In weiteren Abstimmungen wurden Jürgen Schneider als Kassenwart und Christopher Benkert als Pressesprecher im Amt bestätigt. Zusätzlich wurde Benkert noch als Schriftführer in den geschäftsführenden Verbandsvorstand gewählt. Die Wahlberechtigten haben Alterspräsident Albert Zitt in seinem Amt als Beauftragter der Alterskameradschaft bestätigt.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Naja, kommt auf die Betrachtungsweise an.
    Das jüngste Mitglied im geschäftsführenden Vorstand wird 33. Er hatte das Bild gemacht.
    Es handelt sich hier nicht nur um den geschäftsführenden Vorstand. Im gesamten Vorstand ist natürlich auch die Jugendfeuerwehr vertreten. In der Regel werden Verbandspositionen durch Führungskräfte der Feuerwehr besetzt. Da wird es bei der aktiven FW mit 20 Jahren eher etwas schwierig. Aus diesem Grund gibt es die Jugendfeuerwehr. Dort sind die Führungspositionen durch jüngere Mitglieder besetzt. Präsident LFV Saarland

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  2. Ich möchte den gewählten Herren nicht zu nahe treten und auch ihre Kompetenz nicht in Frage stehlen. Aber ich finde hier sieht man wieder schon das Problem das fast alle hohen Feuerwehrämter gemein haben. Besonderns hervorsticht das Gruppenbild. Alles Männer über mindestens 50 Jahre alt. Wie soll sich da gewisse Sachen ändern oder auch nur frische Ideen entstehen?

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