Lautertal-Elmshausen (HE) – Die Freiwillige Feuerwehr Lautertal-Elmshausen im Kreis Bergstraße setzt ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank (TSF-W) auf Iveco Daily ein. Den Aufbau fertigte Brandschutztechnik Görlitz (BTG). Während das Fahrzeug bei Brandeinsätzen in der Regel als zweites ausrückt, übernimmt es bei bestimmten Hilfeleistungen die erste Position.
Das TSF-W der FF Lautertal-Elmshausen basiert auf einem Iveco Daily mit BTG-Aufbau. (Bild: Feuerwehr)
Für die unterschiedliche Ausrückereihenfolge ist unter anderem die zweiteilige Schleifkorbtrage entscheidend. Benötigt der Rettungsdienst Unterstützung bei einer Tragehilfe oder sind Personen in unwegsamem Gelände verunglückt, rückt das TSF-W als erstes Fahrzeug aus. Seine Hauptaufgaben liegen jedoch in der Brandbekämpfung und Löschwasserförderung.
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Ein weiterer Vorteil sind nach Angaben der Feuerwehr die kompakten Abmessungen. Damit lässt sich das TSF-W auch durch enge Straßen manövrieren. Es erreicht zudem Einsatzstellen, die für das deutlich größere und schwerere Löschgruppenfahrzeug LF 10 KatS nicht zugänglich sind.
900 Liter Löschwasser und HiCafs
Eine Besonderheit des TSF-W ist der 900 Liter fassende Wassertank, welcher nach Angaben der Feuerwehr in dieser Fahrzeugklasse selten vorkommt. Zur Ausstattung für die Brandbekämpfung zählen außerdem eine Tragkraftspritze PFPN 10-1500, eine Einrichtung zur schnellen Wasserabgabe und ein HiCafs-Schaumlöschsystem.
Für den Atemschutzeinsatz stehen vier Pressluftatmer zur Verfügung, die sämtlich im Geräteaufbau untergebracht sind. Ergänzt wird die Beladung durch eine Wärmebildkamera.
Zur Ausleuchtung der Einsatzstelle verfügt das TSF-W über ein Beleuchtungsgerät und einen pneumatisch ausfahrbaren Lichtmast. Ein Stromerzeuger mit einer Leistung von 13 kVA gehört ebenfalls zur Ausstattung.
Darüber hinaus führt die Feuerwehr eine Multifunktionsleiter, eine Motorkettensäge, Schornsteinfegewerkzeug und einen Akkulüfter mit.
Als Basis dient ein Iveco Daily 70-180 Hi-Matic mit einem 176 PS starken Motor und 3.000 cm³ Hubraum. Die Kraftübertragung übernimmt ein Achtgang-Automatikgetriebe. Das Fahrzeug besitzt einen 4×2-Straßenantrieb und hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 7,2 Tonnen.
Mit dieser zulässigen Gesamtmasse darf das TSF-W auch von Inhabern der alten Führerscheinklasse 3 gefahren werden. Für das größere LF 10 der Feuerwehr ist dagegen ein Lkw-Führerschein erforderlich.
Das Fahrzeug ist für eine Staffelbesatzung (1:5) ausgelegt und trägt den Funkrufnamen Florian Lautertal 3/48-1. Es stammt aus dem Baujahr 2024 und wurde im Dezember desselben Jahres in Dienst gestellt.