Wedel (SH) – Ein Großbrand in einem Baumarktkomplex in Wedel im Kreis Pinneberg hat in der Nacht zum Donnerstag (5. November 2026) rund 150 Einsatzkräfte beschäftigt. Das Feuer erfasste ein etwa 1.400 Quadratmeter großes Baustofflager und griff auf eine benachbarte Tennishalle über. Die Feuerwehr verhinderte eine weitere Ausbreitung auf den eigentlichen Baumarkt, den Verwaltungstrakt und andere Gebäude. Um verbliebene Glutnester zu erreichen, unterstützte das Technische Hilfswerk (THW) die Löscharbeiten mit schwerem Gerät.
Bei einem Großbrand in Wedel (SH) brannten ein rund 1.400 Quadratmeter großes Baustofflager und eine benachbarte Tennishalle. Rund 150 Einsatzkräfte waren an den Löscharbeiten beteiligt. (Bild: NEWS5 | Höfig)
Um 23:10 Uhr am Mittwochabend hatte zunächst die automatische Brandmeldeanlage des Baumarktes an der Rissener Straße ausgelöst. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, drang bereits dichter Rauch aus dem rückwärtigen Baustofflager. Kurz darauf kam es in dem überdachten Lagerbereich zu einer Durchzündung.
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Bei der Leitstelle West in Elmshorn gingen daraufhin zahlreiche Notrufe ein. Die Feuerwehr Wedel begann umgehend mit der Brandbekämpfung. Durch das schnelle Eingreifen gelang es den Einsatzkräften, eine Ausbreitung auf den eigentlichen Baumarkt und den angrenzenden Verwaltungstrakt zu verhindern. Beide Gebäudeteile wurden allerdings durch Löschwasser und Brandrauch beschädigt.
Tennishalle vom Feuer erfasst
Die starke Brandentwicklung führte dazu, dass die Flammen auf eine hinter dem Baumarkt gelegene Tennishalle an der Straße Kronskamp übergriffen. Das Gebäude gilt nach Angaben der Feuerwehr als einsturzgefährdet.
Um weitere Gebäude zu schützen, bekämpften die Einsatzkräfte das Feuer aus mehreren Richtungen. Dabei kamen auch mehrere Drehleitern zum Einsatz. Aufgrund der Größe des Gebäudekomplexes richteten die Feuerwehren verschiedene Einsatzabschnitte in den umliegenden Straßen ein.
Während die Feuerwehr Wedel am Baumarkt tätig war, übernahmen die Feuerwehren Pinneberg und Elmshorn die Brandbekämpfung im Bereich Kronskamp. Unterstützung leistete zudem die Feuerwehr Holm.
THW entfernt Dachbleche und Wände
Im weiteren Einsatzverlauf erschwerten Gebäudeteile den Zugang zu verbliebenen Glutnestern. Deshalb wurde das THW mit schwerem Gerät hinzugezogen.
Mit einem Kettenbagger, einem Teleskoplader und einem Lkw-Kran entfernten die Helfer Dachbleche und Wandelemente. Dadurch konnten die Feuerwehrkräfte die darunterliegenden Brandstellen erreichen und gezielt ablöschen.
Zur Unterstützung der Einsatzlogistik brachte der Schlauchwagen des Kreisfeuerwehrverbandes Pinneberg zusätzliche Schläuche und Atemluftflaschen zur Einsatzstelle.
Das Deutsche Rote Kreuz aus Wedel und Rellingen übernahm die Verpflegung der rund 150 Einsatzkräfte.
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Aufgrund der starken Rauchentwicklung gab die Feuerwehr eine Warnung für das gesamte Stadtgebiet Wedel heraus. Zudem mussten 21 Menschen ihre Wohnhäuser vorübergehend verlassen. Verletzte wurden nach dem zunächst gemeldeten Kenntnisstand nicht registriert.
Die Feuerwehren aus den Nachbarorten konnten gegen 5 Uhr aus dem Einsatz entlassen werden. Anschließend setzte die Feuerwehr Wedel die Löscharbeiten fort.
Nach rund elf Stunden Löscharbeiten beendet
Gegen 10 Uhr am Donnerstagmorgen waren die Löscharbeiten abgeschlossen. Die verbliebenen Kräfte der Feuerwehr Wedel begannen daraufhin, ihre Gerätschaften zurückzubauen.
Für etwa 12 Uhr war eine erneute Kontrolle der Brandstelle vorgesehen. Dabei sollte unter anderem eine Drohne mit Wärmebildkamera eingesetzt werden, um mögliche verbliebene Wärmequellen zu erkennen.
Die Ursache des Feuers und die Höhe des entstandenen Schadens standen zunächst nicht fest. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.