Bundesweiter Warntag

Warntag 2026: Was sich seit 2025 verändert hat

Bonn (NW) – Beim sechsten Bundesweiten Warntag am Donnerstag, 10. September 2026, beginnt die Probewarnung um 11 Uhr, gegen 11:45 Uhr folgt die Entwarnung. Die wichtigste Änderung gegenüber 2025 betrifft Cell Broadcast: Der Mobilfunkdienst kann inzwischen auch Entwarnungen übertragen. Im Kreis Bad Kreuznach treffen die Tests zudem auf rund 200 neu installierte digitale Sirenen mit einem neuen Signalsystem.

Beim Bundesweiten Warntag werden Warnmeldungen über verschiedene Kanäle und Systeme verbreitet. (Bild: BBK)

Was beim Warntag 2025 noch nicht möglich war, hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zum 25. November 2025 umgesetzt: Auch Entwarnungen lassen sich seitdem über Cell Broadcast verschicken. Sie werden dabei automatisch in der niedrigsten Warnstufe 3, „Gefahreninformation“, ausgegeben. Das BBK empfiehlt deshalb, Smartphones so einzustellen, dass auch diese Warnstufe aktiviert ist.

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Unverändert bleibt das Grundprinzip des Warntags. Bund, Länder und Kommunen testen gemeinsam den Warnmix. Über das Modulare Warnsystem (MoWaS) werden unter anderem Cell Broadcast, Warn-Apps sowie Radio- und TV-Sender angesteuert. Hinzu kommen lokale Warnmittel wie Sirenen. Dass dieser Mix 2025 eine hohe Reichweite erzielte, zeigt die BBK-Online-Umfrage mit 117.073 ausgewerteten Fragebögen: 97 Prozent der Befragten erhielten mindestens eine Probewarnung. 82 Prozent bewerteten den Warntag als gut – zehn Prozentpunkte mehr als 2024. Cell Broadcast blieb mit 73 Prozent der reichweitenstärkste Kanal. Warn-Apps kamen auf 67 Prozent, Sirenen auf 65 Prozent; 2024 hatten beide noch jeweils 59 Prozent erreicht.

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Wie der lokale Ausbau weitergeht, zeigt der Kreis Bad Kreuznach. Dort sind rund 200 neue digitale Sirenen installiert. Mit ihrer Inbetriebnahme wurden Signale für die Warnung der Bevölkerung, die Entwarnung und den Feuerwehr-Alarm eingeführt. BKI Alexander Roßkopf appelliert mit Blick auf den Feuerwehr-Alarm: „Bitte halten Sie bei einem Feuerwehr-Alarm die Zufahrtswege frei und nutzen Sie den Notruf nur im Notfall!“

Eine weitere Änderung betrifft die Struktur hinter dem Warnsystem: Das EU-Projekt „Warnung der Bevölkerung“ ist nach zehn Jahren abgeschlossen, die Warninfrastruktur ist nun fest etabliert. Nach dem Warntag können Bürgerinnen und Bürger ihre Erfahrungen vom 10. bis 18. September unter warntag-umfrage.de einbringen.

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