Bevölkerungsschutz im Alltag

München bringt Krisenvorsorge auf digitale Screens im ÖPNV

München (BY) – Die Branddirektion München nutzt im August gemeinsam mit Ströer digitale Stadtinformationsanlagen im öffentlichen Nahverkehr für eine Kampagne zum Bevölkerungsschutz. Rund zehnsekündige Beiträge vermitteln unter anderem Wissen zur Warn-App Nina, zu Notvorräten, Erster Hilfe und zur Vorbereitung auf längere Stromausfälle.

Vor den digitalen Stadtinformationsanlagen zur Münchner Bevölkerungsschutz-Kampagne (v. l. n. r.): Maximilian Götzer, Referent Stadtentwicklung & Kommunales bei Ströer Deutsche Städte Medien GmbH, Kreisverwaltungsreferentin Dr. Hanna Sammüller, Wolfgang Schäuble, Leiter der Branddirektion, und Stefan Helbig, Geschäftsführer und Regionalleiter Ströer Deutsche Städte Medien GmbH.
Vor den digitalen Stadtinformationsanlagen zur Münchner Bevölkerungsschutz-Kampagne (v. l.): Maximilian Götzer, Referent Stadtentwicklung & Kommunales bei Ströer Deutsche Städte Medien GmbH, Kreisverwaltungsreferentin Dr. Hanna Sammüller, Wolfgang Schäuble, Leiter der Branddirektion, und Stefan Helbig, Geschäftsführer und Regionalleiter Ströer Deutsche Städte Medien GmbH. (Bild: Feuerwehr München)

Für den Bevölkerungsschutz hat die Branddirektion eine eigene Unterabteilung eingerichtet, die sich mit Krisenszenarien und deren Bewältigung beschäftigt. Ein Ziel ist es, die Eigenvorsorge der Bevölkerung zu stärken. Gut vorbereitete Bürger sollen sich in Notlagen zunächst selbst helfen können, damit Feuerwehr und Rettungsdienst ihre Ressourcen auf besonders kritische Einsätze konzentrieren können.

Anzeige

Die Kampagne setzt damit nicht erst bei einer konkreten Warnlage an, sondern verbindet Krisenvorsorge mit niedrigschwelliger Alltagskommunikation und setzt dabei punktuell auf Gamification. Während Warnmittel wie Nina die Bevölkerung über Gefahren informieren, sollen die Beiträge im Münchner Nahverkehr bereits im Vorfeld Wissen zur persönlichen Krisenvorsorge vermitteln. Die digitalen Stadtinformationsanlagen ergänzen dabei die bestehenden Kommunikationswege der Branddirektion.

Den gesamten August über laufen die Beiträge an 20 Münchner S- und U-Bahn-Stationen sowie auf 180 Screens in Wartehallen von Bus und Trambahn im Stadtgebiet. Statt ausschließlich Verhaltenstipps einzublenden, arbeitet die Branddirektion auch mit Quizfragen. So wird beispielsweise gefragt, welche offizielle bundesweite Warn-App auf dem Smartphone installiert sein sollte. Nach vier Antwortmöglichkeiten folgt die Auflösung mit der Warn-App Nina.

PDF-Download: Download: Zappenduster- Vorbereiten auf den Blackout

Zappenduster: Dieses E-Dossier zeigt, wie sich Feuerwehren auf einen länger andauernden Stromausfall vorbereiten können – von Notstrom über Kommunikation bis zur Notrufannahme.

3,90 €
AGB

Weitere Inhalte befassen sich mit Notvorräten, Erste-Hilfe-Kursen und der Vorbereitung auf einen länger andauernden Stromausfall. Grundlage ist der BBK-Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“. Dieser enthält Hinweise zur persönlichen Krisenvorsorge und ist beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) kostenlos erhältlich.

Neben der Eigenvorsorge soll die Kampagne bestehende Warnmöglichkeiten bekannter machen. Dabei steht insbesondere Nina im Mittelpunkt. Digitale Medien sollen nach Angaben der Branddirektion zugleich stärker als zusätzlicher Warn- und Informationskanal etabliert werden. München informiert bereits über Social Media und bei Veranstaltungen zum Bevölkerungsschutz.

Feuerwehrchef Wolfgang Schäuble bezeichnet Krisenvorsorge als Gemeinschaftsaufgabe. Eine gut informierte und vorbereitete Bevölkerung ermögliche es Feuerwehr und Rettungsdienst, im Ernstfall wirksamer zu helfen. Mit den digitalen Informationsanlagen könnten entsprechende Hinweise unmittelbar im Alltag der Menschen platziert werden.

Auch die Informationsseite der Stadt nennt als mögliche Krisenlagen unter anderem extremen Schneefall, Starkregen, Stromausfälle und Cyberangriffe. Zur persönlichen Vorsorge empfiehlt München beispielsweise Wasser und haltbare Lebensmittel, Taschenlampe und Radio, Medikamente und Verbandskasten sowie eine Warn-App wie Nina.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert