Essen (NW) – Ab heute läuft die Security Essen. Die bedeutende Messe für Sicherheit öffnet vom 22. bis 25. September 2026 ihre Tore. 519 Aussteller aus 41 Ländern präsentieren auf rund 40.000 Quadratmetern Lösungen für die Sicherheitsbranche. Erstmals gehört auch ein eigenes Blaulichtforum zum Programm. Feuerwehr-Magazin und Rettungs-Magazin bringen dort am heutigen Dienstag Fachleute aus BOS, Bevölkerungsschutz und Sicherheitswirtschaft zusammen und richtet den Blick auf eine zentrale Frage: Wie verändern neue Bedrohungslagen und Technologien die Sicherheit und Gefahrenabwehr?
Die Security Essen findet vom 22. bis zum 25. September 2026 statt. Foto: Feuerwehr-Magazin/Hendrich
Die Security Essen zählt zu den zentralen internationalen Fachmessen der Sicherheitswirtschaft. In mehreren Hallen sowie in der Galeria des Messegeländes reicht das Spektrum 2026 von Brandschutz, Einbruchschutz und Zutrittskontrolle über Videoüberwachung, Künstliche Intelligenz und Cybersecurity bis zu Drohnen, Robotik und Sonderschutzfahrzeugen. Einen eigenen Schwerpunkt bilden erstmals Bevölkerungsschutz und zivile Verteidigung.
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Begleitet wird die Produktschau von einem umfangreichen Fachprogramm. Dazu gehören unter anderem die Digital Networking Security Conference, die Europäische Drohnen-Fachtagung, Veranstaltungen zum Schutz Kritischer Infrastrukturen sowie verschiedene Fachforen. Parallel zur Security Essen findet erstmals die Euro Defence Expo statt, wodurch sich zusätzliche Schnittstellen zwischen ziviler Sicherheit, Bevölkerungsschutz und Verteidigung ergeben.
Neues Forum für Feuerwehr und Bevölkerungsschutz
Genau an diesen Schnittstellen setzt das Blaulichtforum an. Es findet zum ersten Mal am heutigen Dienstag, den 22. September, von 11:30 bis 17:00 Uhr statt. Die Security Essen veranstaltet das Format in Zusammenarbeit mit dem Feuerwehr-Magazin und dem Rettungs-Magazin. Ziel ist es, Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, Sicherheitswirtschaft und weitere Akteure zusammenzubringen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie neue Bedrohungslagen und Technologien Sicherheit, Gefahrenabwehr und Bevölkerungsschutz verändern.
Matthias Hendrich, Chefredakteur Feuerwehr-Magazin, ist vor Ort und erklärt zum Blaulichtforum: „Mit dem Blaulichtforum bringen wir erstmals auf der Security Essen die Themen zusammen, die BOS, Sicherheitswirtschaft und Behörden gleichermaßen beschäftigen: Wie schützen wir unsere eigenen Liegenschaften, wie verändern Drohnen und autonome Systeme den Einsatz, und wie gut sind wir auf hybride Bedrohungslagen und CBRNE-Szenarien vorbereitet? Das sind keine akademischen Fragen mehr, sondern Themen, die Einsatzkräfte in Deutschland schon heute konkret betreffen. Als Feuerwehr-Magazin und Rettungs-Magazin verstehen wir uns seit jeher als Plattform für die Menschen und die Kompetenz im Bevölkerungsschutz.”
Patrick Schulz von der Feuerwehr Stadtallendorf, Peter Schramm von VdS Schadenverhütung, Nils Walser von Telenot mit Moderator Philipp Wentzel (v.r.n.l.) im ersten Panel „Sicherheit in BOS-Liegenschaften: Wie schützen wir unsere kritische Einsatzinfrastruktur?“ Foto: Feuerwehr-Magazin/Hendrich
Den Auftakt bildet das Panel „Sicherheit in BOS-Liegenschaften: Wie schützen wir unsere kritische Einsatzinfrastruktur?“. Hintergrund ist unter anderem die Frage, wie Feuerwehrhäuser, Leitstellen und andere für die Gefahrenabwehr unverzichtbare Einrichtungen gegen Brand, Einbruch und Vandalismus abgesichert werden können. Mit Patrick Schulz von der Feuerwehr Stadtallendorf saß dabei ein Praktiker auf dem Podium, dessen Feuerwehr im Oktober 2024 selbst vom Brand betroffen war. Mit ihm diskutieren Peter Schramm von VdS Schadenverhütung sowie Nils Walser von Telenot.
Von Drohnen bis zum Blackout
Beim zweiten Panel geht es um „Aufklärung, Detektion, Rettung: Drohnen und autonome Systeme im Bevölkerungsschutz“. Christian Schnepf von der Feuerwehr München und Thilo Vogt von Droniq diskutierten, welchen praktischen Nutzen unbemannte und zunehmend autonome Systeme bereits heute für Einsatzkräfte bieten und wo technische oder operative Grenzen liegen. Schnepf leitet bei der Feuerwehr München unter anderem die Projektgruppe „Drohnenunterstützung im Feuerwehreinsatz“.
In einem weiteren Panel stehen CBRNE-Gefahren, Sabotage und hybride Bedrohungen im Mittelpunkt. Wolf Münchmeyer von Airsense Analytics und Dr. Christian Endreß, Geschäftsführer der Training Base Weeze, beschäftigen sich dabei mit der Frage, wie sich der Bevölkerungsschutz auf veränderte Gefahrenbilder einstellen muss und welche technischen sowie organisatorischen Fähigkeiten dafür benötigt werden.
Später folgt dann das Thema Blackout und Infrastrukturausfall. Mario Köglsperger, Sales Manager bei F24 AG, und Jens von den Berken, der aktuell die Stabsstelle Katastrophenschutz der Universitätsmedizin Essen aufbaut, diskutieren, wie Alarmierung, Kommunikation und Führungsfähigkeit auch dann erhalten bleiben können, wenn Stromversorgung oder Kommunikationsinfrastrukturen ausfallen. Von den Berken bringt dazu Erfahrungen aus dem THW und dem Business-Continuity-Management ein.
Gemeinsames Lagebild zum Abschluss
Den Abschluss bildet das Panel „Der moderne Einsatz: Lagebild und Vernetzung im Bevölkerungsschutz“. Josef Wassenhoven, Leiter der Integrierten Leitstelle Essen, und Markus Seifter von Frequentis beschäftigen sich mit einer Kernfrage moderner Einsatzführung: Wie können Leitstellen, Einsatzkräfte, KRITIS-Betreiber und andere Organisationen Informationen so austauschen, dass auch bei komplexen Lagen ein gemeinsames und belastbares Lagebild entsteht? Die Feuerwehr Essen ist dabei unter anderem als Pilotleitstelle am Projekt VIDaL zur Vernetzung von Informationen für die Darstellung der Landeslage beteiligt.
Mit dem Blaulichtforum erweitert die Security Essen ihren Blick über klassische Sicherheitstechnik hinaus auf konkrete Anforderungen von Feuerwehr, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz. Zugleich soll das Format den Austausch zwischen Anwendern, Behörden und Unternehmen fördern – insbesondere dort, wo neue Technologien, resiliente Infrastruktur und organisationsübergreifende Zusammenarbeit unmittelbar über die Einsatzfähigkeit entscheiden.
Die Security Essen läuft noch bis Freitag, den 25. September 2026. Geöffnet ist sie Dienstag bis Donnerstag von 9 bis 18 Uhr und am Freitag von 9 bis 16 Uhr. www.security-essen.de